Umstieg auf Mac — Teil 3

Ja, er ist da! Ges­tern vor einer Woche kam er per UPS an, der neue iMac. Sieht das nicht schon viel bes­ser aus?

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Der iMac war inner­halb kür­zes­ter Zeit zur Benut­zung bereit. Zu aller­erst habe ich mal auf eine Boot­camp-Par­ti­ti­on das Win­dows Vis­ta instal­liert. Abge­se­hen davon, dass es sich wirk­lich emp­fiehlt, die spe­zi­el­le Boot­camp-Anlei­tung aus­zu­dru­cken und sie neben sich lie­gen zu haben, hat die Instal­la­ti­on pro­blem­los geklappt. Natür­lich dau­ert die Instal­la­ti­on ziem­lich lang, wie man das von Win­dows gewohnt ist. Direkt unter Boot­camp gestar­tet habe ich das Win­dows aller­dings nur ein­mal, bis ich dann unter Mac Par­al­lels 4.0 instal­liert habe. Par­al­lels ist in der Lage, die Boot­camp-Instal­la­ti­on zu benut­zen, sodass man das Win­dows nicht zwei­mal auf dem Rech­ner hat. Auch unter Par­al­lels läuft das Vis­ta in ganz ange­neh­mer Geschwin­dig­keit, wenn auch nicht gera­de rasant. Aber das hat­te ich ange­sichts des Res­sour­cen­hun­gers auch nicht erwar­tet.

Umstel­lung auf Mac: Gewöh­nungs­be­dürf­ti­ge Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen

Die Umstel­lung auf den Mac ist von der Benut­zer­ober­flä­che her wirk­lich ein­fach. Natür­lich sind bei Pro­gram­men wie Fire­fox und Thun­der­bird, die man von Win­dows her kennt, vie­le Ein­stel­lun­gen an ande­rer Stel­le vor­zu­neh­men, dafür aber häu­fi­ger als unter Win­dows an der sel­ben Stel­le (unter­halb des Anwen­dungs­na­mens in der Menü­leis­te) anzu­tref­fen. Schwie­ri­ger ist es schon mit den Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen, an die man sich gewöhnt hat. Dass vie­le Funk­tio­nen statt z.B. unter Strg/Ctrl+A unter Apfel+A zu fin­den sind, hat man schnell raus, aber wo die Kom­bi­na­tio­nen von Shift, Strg und z.B. Pos1 und Ende lan­den, das steht in den gän­gi­gen Lis­ten, die ich in der Mac-eige­nen Hil­fe fin­de, nicht drin. Aber irgend­wann hat­te ich das auch raus, und sicher wer­den sie bald in Fleisch und Blut über­ge­gan­gen sein. Mal sehen,  viel­leicht fin­de ich irgend­wo noch eine gute zusam­men­stel­lung oder ich muss das selbst mal zusam­men­stel­len.

Hake­lig: Netz­werk­zu­grif­fe mit Win­dows unter Par­al­lels und Mac

Was mir bis­her etwas hake­lig erscheint, ist der gemein­sa­me Zugriff auf Netz­lauf­wer­ke: Ich habe eine Men­ge Datei­en auf einer NAS-Fest­plat­te, die ich sowohl von Win­dows als auch von Mac aus errei­chen kann. Lei­der pas­siert es immer wie­der, dass unter Mac irgend­wel­che Volumefeh­ler den Zugriff ver­ei­teln. Solan­ge man nur unter Mac OS X unter­wegs ist, gibts da kein Pro­blem. Auch der Zugriff auf die Frei­ga­ben vom Win­dows-Note­book klap­pen pro­blem­los.

Zwi­schen­fa­zit

Grund­sätz­lich bin ich begeis­tert von Mac OS X und vom iMac. Was das Sys­tem bie­tet, und wie es bis­her funk­tio­niert, fin­de ich abso­lut klas­se. Es ist bei wei­tem schö­ner als Win­dows und bie­tet min­des­tens das Glei­che, auch wenn man­che Klei­nig­kei­ten feh­len, die in Win­dows das Leben ange­nehm machen (wie z.B. die Mög­lich­keit, Ord­ner vor den Datei­en anzu­zei­gen oder die Zuwei­sung von Lauf­werks­buch­sta­ben auf ver­bun­de­ne Ser­ver). Der Bild­schirm ist her­vor­ra­gend, der gan­ze Com­pu­ter extrem lei­se. Wie sag­te schon Rick am Ende von Casa­blan­ca: Ich glau­be, das ist der Anfang einer lan­gen Freund­schaft.

Umstieg auf Mac — Teil 1

Der alte Fujitsu-Siemens

Der alte Fuji­tsu-Sie­mens

Schon seit eini­ger Zeit nervt mich mein Pen­ti­um 4 (3,06 GHz), weil er für das, was ich übli­cher­wei­se an ihm arbei­te, ein­fach zu lang­sam gewor­den ist. Dar­über hin­aus wird er abends so quä­lend lang­sam, dass man kaum noch dran arbei­ten kann: Stän­dig dau­ern Fens­ter­wech­sel eine gefühl­te Ewig­keit. Wahr­schein­lich Spei­cher­lecks ohne Ende, ein Pro­zes­sor, der für die Belas­tun­gen neue­rer Pro­gram­me wohl nicht mehr aus­reicht, und Arbeits­spei­cher, der mit weni­ger als 1 GB auch recht knapp bemes­sen ist. Nach­dem eini­ge Bekann­te nicht nur davon schwär­men, wie zuver­läs­sig Mac OS X und die Apple-Hard­ware funk­tio­nie­ren, habe ich mich also ent­schlos­sen, auf einen Mac umzu­stei­gen. Vor einer Woche ist die gan­ze Modell­pa­let­te erneu­ert wor­den, ein guter Zeit­punkt also, um längst­mög­lich etwas von den Neue­run­gen zu haben. Da ich das Auf­schrau­ben und Ver­bes­sern außer­dem ohne­hin satt habe, son­dern ein­fach nur flüs­sig arbei­ten möch­te, macht es nichts, dass es für Mac nicht soviel Hard­ware zu kau­fen gibt.

Sams­tag Nach­mit­tag war ich also bei Gra­vis in Mann­heim, um mich für die rich­ti­ge Kis­te zu ent­schei­den.

Ent­schie­den habe ich mich für einen 24-Zoll-iMac mit einem Core-Duo-Pro­zes­sor mit 2,93 GHz, der inkl. MwSt. jetzt für 1699 Euro zu haben ist:

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© Apple

Gegen­über den zuletzt ange­bo­te­nen Model­len ermög­licht er eine Spei­cher­er­wei­te­rung bis 8 GB, die er aber zur­zeit sicher nicht braucht. Das wäre das Ein­zi­ge, wofür ich die Kis­te viel­leicht mal auf­schrau­ben würde/müsste/könnte. Für alles, was zur­zeit ansteht, dürf­te er gut aus­rei­chen. Auch für ein zusätz­li­ches Win­dows, an dem ich lei­der nicht ganz vor­bei­kom­me.

Scha­de, dass das Gerät (noch) nicht vor­rä­tig war. In einer Woche bis 10 Tagen soll es soweit sein. Hin­zu kommt Par­al­lels, die Vir­tua­li­sie­rungs­lö­sung, mit der man bei­de Sys­te­me direkt neben­ein­an­der benut­zen kann. Sie scheint ein­fach am bes­ten ins Sys­tem inte­griert zu sein, auch wenn VMWare wohl durch­aus ande­re Vor­tei­le hat.

Jetzt muss ich mich nur noch für das rich­ti­ge Win­dows ent­schei­den, das dar­auf lau­fen soll: XP ist gut, aber alt. Vis­ta ist zwar mitt­ler­wei­le akzep­ta­bel, aber sehr spei­cher­hung­rig, was sich bei der Vir­tua­li­sie­rung nega­tiv bemerk­bar machen dürf­te, und ist im kom­men­den Jahr auch schon über­holt, wenn Win­dows 7 kommt. Letz­te­res hat den Ruf, deut­lich spar­sa­mer zu sein, wird aber auch beim Erschei­nen ziem­lich bug­gy zu sein, wie immer. Mal sehen. Mein altes XP wer­de ich jeden­falls mit dem PC zusam­men ver­schen­ken.

Ich bin tie­risch gespannt, wie es wei­ter­geht. Fort­set­zung folgt.

Durch die XP-Update-Hölle gehen

Schwa­ger Bernd frag­te ja schon neu­lich, wie wir den alten Desk­top-Com­pu­ter mit Win­dows XP ans Inter­net brin­gen. Sein Lap­top kommt zumin­dest per Kabel an den Rou­ter,  aber der Desk­toprech­ner hat kei­ne Netz­werk­kar­te. Vor Wochen ver­such­te ich also eine Netz­werk­kar­te zu instal­lie­ren, aber erfolg­los. Bernds noch lai­en­haf­te­ren Ver­su­che schei­ter­ten eben­falls. Dann ver­such­te er’s vor kur­zem mit einem WLAN-USB-Stick, aber der ver­lang­te min­des­tens das Ser­vice­pack 2. Nor­ma­ler­wei­se ja kein Pro­blem, wenn man eine halb­wegs schnel­le Inter­net­ver­bin­dung hat, aber wenn der Rech­ner eben erst ans Inter­net soll? Ein regel­rech­ter Teu­fels­kreis. Als regel­mä­ßi­ger Updater und häu­fi­ger Leser ver­schie­de­ner PC-Zeit­schrif­ten dach­te ich: OK, kein Pro­blem, ich habe ja alte Heft-CDs auf­ge­ho­ben, die das SP2 ent­hal­ten haben. Damit Bernd auch das längst erschie­ne­ne SP3 bekommt, habe ich ihm also das SP3 als CD-ISO her­un­ter­ge­la­den, gebrannt und per Snail-Mail geschickt. Eben ruft er an, die SP3-CD hat als Mini­mum SP1 ver­langt, das natür­lich auch noch nicht instal­liert war (Ich schla­ge in Gedan­ken die Hän­de vor dem Kopf zusam­men, grrr!). Aber immer­hin kam die Mel­dung gleich. Die SP2-CD-dage­gen hat erst­mal gerödelt und gerödelt, hau­fen­wei­se Datei­en ent­packt, bis die Mel­dung kam, der Pro­duct-Key sei falsch und die Instal­la­ti­on damit abge­bro­chen wur­de. Bernds Recher­che auf den Sup­port­sei­ten von MS ergab dann immer­hin, dass der Pro­duct Key aus irgend­wel­chen Miss­brauchs­grün­den geän­dert wer­den müs­se. Das ein­zi­ge, was nicht geklappt hat­te, war dann, dass er bei der Ein­ga­be des Befehls ein Leer­zei­chen zuviel ein­ge­ge­ben hat­te. Ich bin gespannt, ob die wei­te­ren Instal­la­ti­ons­schrit­te jetzt klap­pen. Man geht wirk­lich durch die Höl­le, wenn die Vor­be­nut­zer nicht regel­mä­ßig Updates auf­ge­spielt haben. Und dass sie es nicht getan haben, kann ich ange­sichts der Down­load­zei­ten per Modem manch­mal durch­aus ver­ste­hen … Ich habe mitt­tler­wei­le im Bekann­ten­kreis sovie­le Rech­ner in den Fin­gern gehabt, deren Win­dows nicht aktua­li­siert war, und oft genug auch der Viren­scan­ner nicht, sodass mich bei den übli­chen Viren­wel­len, die durch die Pres­se gehen, über­haupt nichts mehr wun­dert …