Ardeche 2009 – Tag 7: Markt- und Ruhetag

Mit einem herr­li­chen Son­nen­auf­gang fing der Tag schon mal gut an:

Ansons­ten war heu­te Markt­tag in Les Vans. Wir sind rela­tiv früh auf­ge­bro­chen, um den Tag dort gut zum Stö­bern, Kau­fen, Pro­bie­ren etc. zu nut­zen.

Der Markt war wie so vie­le von ihnen sehr schön und fängt — vom west­li­chen Orts­ein­gang aus gese­hen — mit Kla­mot­ten an und geht dann über aller­lei Unter­schied­li­ches (Sei­fen, Spiel­zeu­ge, Schall­plat­ten bis hin zu Trö­del oder Anti­qui­tä­ten) auf dem gro­ßen Platz (Place Léo­pold Ollier). Wenn man dann Rich­tung Alt­stadt­gas­sen hin­un­ter­geht, kom­men ver­mehrt die Lebens­mit­tel, dar­un­ter lecke­re Pro­duk­te aus Kas­ta­ni­en­mehl (Kas­ta­ni­en­pü­ree, Kuchen, Bier etc.)

Am Nach­mit­tag haben wir gefau­lenzt, und ich habe ein biss­chen die Zeit genutzt, vom Lou Pelou noch ein paar Auf­nah­men zu machen (die ich zwi­schen­zeit­lich in die Sei­te vom Ankunfts­tag ein­ge­baut habe, inklu­si­ve des Pan­ora­mas).

 

 

Ardeche 2009 – Tag 4: Ausflug nach Banne

Auf Emp­feh­lung sind wir heu­te in das Ört­chen Ban­ne gefah­ren, das sich knapp 15 Kilo­me­ter süd­lich von Les Vans Rich­tung Alès in den Hügeln befin­det, das heißt: eigent­lich auf und zwi­schen zwei Hügeln, denn auf dem Hügel über­ragt die Rui­ne eines alten Forts das net­te Ört­chen, das sich etwas her­un­ter und zum nächs­ten Hügel erstreckt, wo sich fast am ande­ren Ende dann auch die Kir­che des Dor­fes fin­det: Don Camil­lo und Pep­po­ne ste­hen sich fast demons­tra­tiv gegen­über. Wie bei uns Spät­auf­ste­hern üblich, kom­men wir um die Mit­tags­zeit an, und der Ort wirkt, wie um die­se Zeit nicht anders zu erwar­ten, auf sym­pa­thi­sche Wei­se ein biss­chen ver­schla­fen. Der Tou­ris­ten­park­platz befin­det sich zwi­schen bei­den Orts­hälf­ten, sodass wir uns erst für die welt­li­che Hälf­te ent­schei­den und durch enge Gäss­chen zum Fort hin­auf­stei­gen. Ein flei­ßi­ger Gärt­ner hat sich hier rüh­rend um die Bepflan­zung am Ran­de der Fel­sen geküm­mert, die er mit einem Holz­schild zu schüt­zen ver­sucht: “Ceci est un jar­din, pas une esca­la­de” (Dies ist ein Gar­ten, kein Klet­ter­steig”. Im ehe­ma­li­gen Pfer­de­stall am Fuß der geschlif­fe­nen Fes­tung gibts eine Gale­rie, die eben­falls Mit­tags­pau­se hat. Von ganz oben über­blickt man den Ort sehr gut und kann auch sonst gut in die Land­schaft schau­en. Eine gro­ße Info­ta­fel erin­nert an die Adels­ge­schlech­ter, die die Burg bau­ten und bis zum 18. Jahr­hun­dert bewohn­ten.

Auf dem Weg zurück in den Ort kom­men wir wie­der durch wun­der­schö­ne schma­le Gäss­chen und ich ent­de­cke unten am Platz ein altes Café, des­sen Beschrif­tung ich gleich foto­gra­fie­re — für mei­ne Samm­lung alter Laden­be­schrif­tun­gen und Fas­sa­den­wer­bung.

Das Quar­tier Egli­se ist nicht beson­ders auf­re­gend, aber man sieht schon auch schö­ne Details, wie die Tür mit den ver­schie­den­far­bi­gen Gar­di­nen.

Dabei ent­de­cken wir auch eine Gale­rie mit sehr schö­nen Bil­dern — offen, aber kein Gale­rist da. Trotz­dem schau­en wir uns um und ent­de­cken auch ein Bild, bei dem wir über­le­gen, ob wir es kau­fen. Da es unser ers­tes wäre, zögern wir noch. Am Ende ver­las­sen wir die Gale­rie und schlen­dern wei­ter. Viel­leicht fah­ren wir an einem ande­ren Tag noch­mal vor­bei und kau­fen es. Nach einem Rund­gang um die Kir­che bege­ben wir uns wie­der auf den Weg ins “Lou Pelou”.

Ardeche 2009 – Tag 2: Über Les Alauzas nach Naves

In welch einer typi­schen Arde­che-Land­schaft das Land­gut liegt, kann man nicht bes­ser erfah­ren, indem man direkt vom Haus aus los­wan­dert. Und das haben wir heu­te getan: eine klei­ne Stra­ße führt durch aus­ge­dehn­te Kas­ta­ni­en­wäl­der, in Ter­ras­sen ange­legt,  hin­auf zum ver­las­se­nen Dorf “Les Alauz­as”, das offen­bar eben­falls sehr stark vom Kas­ta­ni­en­an­bau gelebt haben muss. Es ste­hen noch alte Häu­ser, die aber ver­las­sen schei­nen.

Die Stra­ße endet, und wir bie­gen auf einen mar­kier­ten Weg ab, der uns erst rich­tig in die Ter­ras­sen führt, ent­lang den tra­di­tio­nel­len Tro­cken­mau­ern, die hier (ähn­lich wie in den Cin­que Terre) durch die Land­flucht gefähr­det sind und ein­stür­zen, wenn sie nicht gepflegt wer­den. Neu­bür­ger ler­nen es, wenn über­haupt, von den Alt­ein­ge­ses­se­nen, wie man die Mau­ern baut und unter­hält.

Durch den Kas­ta­ni­en­wald führt der Weg über den Berg­rü­cken, der zur Ser­re de Bar­re gehört, in ein Sei­ten­tal, wo sich all­mäh­lich der Blick über das schmu­cke Dörf­chen Naves hin­weg Rich­tung Les Vans öff­net.

Schon die Dächer von Naves ver­spre­chen ein hüb­sches Dörf­chen, und sie ver­spre­chen nicht zu viel. Unge­wöhn­li­cher­wei­se ist Naves nicht so voll­ge­stopft mit Sou­ve­nir­läd­chen, wie man es in ande­ren tou­ris­ti­schen Gegen­den Frank­reichs erwar­ten wür­de, und bei unse­rem Besuch war gar das ein­zi­ge Restau­rant geschlos­sen. Ein paar Tou­ris­ten wie wir schlen­dern durch die Gas­sen, in denen man durch­aus auch noch ver­fal­le­ne Häu­ser ent­deckt, in denen die Natur in Form von Bäu­men und Sträu­chern all­mäh­lich die Ober­hand gewinnt. Den­noch: Naves hat sehr viel Charme. Hier eine Gale­rie mit Ein­drü­cken aus Les Alauz­as und Naves:

Nach­dem wir uns satt­ge­se­hen haben, set­zen wir unse­ren Weg ein Stück­chen auf der Fahr­stra­ße nach Les Vans fort, um dann hin­ter dem Fried­hof links auf den Strom­mast zu, um den Berg­rü­cken erneut in Rich­tung auf “unser” Land­gut zu, strei­fen auf der ande­ren Sei­te ein paar Wein­ber­ge und lau­fen ober­halb der D901 ent­lang. Am Ende kom­men wir, ver­mut­lich, weil wir einen Abzweig im Kas­ta­ni­en­wald ver­pas­sen, erst ein Stück hin­ter dem Land­gut auf der D901 wie­der raus.

Ardeche 2009 — Ankunft

Nach einer Über­nach­tung in Bourg-en-Bres­se, von dem wir nichts gese­hen haben, sind wir heu­te in unse­rem Urlaubs­ort Les Vans in der Arche­che ange­kom­men und haben Quar­tier bezo­gen in einem hüb­schen ehe­ma­li­gen Land­gut namens “Lou Pelou”, eini­ge Kilo­me­ter außer­halb des Ortes in Rich­tung Ville­fort. Betrie­ben wird es von einem deut­schen Ehe­paar, Bea und Horst Knöpf­le, die Deutsch­land den Rücken gekehrt und sich hier vor mehr als 20 Jah­ren nie­der­ge­las­sen haben. Sie haben das Land­gut auf Vor­der­mann gebracht und ver­mie­ten hier 3 Appar­te­ments und Ein­zel­zim­mer an Tou­ris­ten. Horst Knöpf­le ist dar­über hin­aus als Hand­wer­ker in der Regi­on aktiv.

Gemie­tet haben wir eine 1‑Zim­mer-Woh­nung mit Blick auf das Tal des Chas­se­zac, einem Neben­fluss der Ardè­che. Gekom­men sind wir auf Emp­feh­lung, und im Nach­hin­ein sind wir froh, dass wir kein Quar­tier direkt am Fluss Ardè­che hat­ten. Im Ver­gleich zum Mas­sen­tou­ris­mus dort ist es hier viel ruhi­ger, nicht so voll wie an der Ardè­che selbst. Und Kanu fah­ren kann man hier genau­so.

Im Land­gut, des­sen ältes­te Tei­le aus dem 17. Jahr­hun­dert stam­men, gibt es 3 Feri­en­woh­nun­gen: eine für zwei, die ande­ren für bis zu vier Per­so­nen. Die eine klei­ne und eine der grö­ße­ren lie­gen mit Blick auf eine schö­ne Son­nen­ter­ras­se und auf das Chas­se­zac-Tal, die drit­te hat ihre Ter­ras­se in einem hüb­schen Innen­hof. Den Blick aufs Tal gibts dafür nur von den Zim­mern aus. Dar­über hin­aus gibt es noch ein Ein­zel- und ein Dop­pel­zim­mer, die man mit oder ohne Früh­stück mie­ten kann.

Unse­re Woh­nung (mit Blick auf die Son­nen­ter­ras­se und das Tal) hat eine sehr schö­ne, süd­fran­zö­si­sche

Atmo­sphä­re, alte und neue Möbel erge­ben eine ange­neh­me Mischung aus Tra­di­ti­on und Zweck­mä­ßig­keit. Direkt vor der Woh­nung gibt es im Schat­ten unter dem Laub der Per­go­la einen Bal­kon bzw. Ter­ras­se mit eige­nem Gar­ten­tisch zum Früh­stü­cken und Essen. Wenn man mag, kann man genau­so gut eini­ge Stu­fen hin­un­ter auf die Son­nen­ter­ras­se gehen und dort den Pan­ora­ma­blick genie­ßen. (Klick aufs Pan­ora­ma für das Quick­time-Pan­ora­ma)