Binnendifferenzierung mit Unterstützung von E‑Books


Eines der Ergeb­nis­se mei­ner Bemü­hun­gen um Bin­nen­dif­fe­ren­zie­rung ist die Erstel­lung unter­schied­lich anspruchs­vol­ler Lek­tü­re­tei­le für Tei­le mei­ner Klas­se, für die ich zwar nicht im Unter­richt, aber immer­hin für die Vor­be­rei­tung E‑Books als digi­ta­le Grund­la­ge nut­zen konn­te.
Im ver­gan­ge­nen Schul­jahr habe ich in mei­ner 9. Klas­se einer Wal­dorf­schu­le eine eng­lisch­spra­chi­ge Easy-Reader-Aus­ga­be des auto­bio­gra­fi­schen Romans “Black Boy” von Richard Wright behan­delt. Die­se Aus­ga­be ist für eini­ge Schü­ler defi­ni­tiv zu ein­fach, sowohl im Wort­schatz als auch im Satz­bau. Für eini­ge Kapi­tel habe ich mit­hil­fe von Calibre Tex­te in die Text­ver­ar­bei­tung geholt, mit Wort­er­klä­run­gen ver­se­hen und an die schnel­le­ren Schü­ler mit spe­zi­el­len Auf­ga­ben­stel­lun­gen ver­teilt. Das Ergeb­nis: Die aus­ge­wähl­ten  Schü­le­rin­nen und Schü­ler konn­ten die Ori­gi­nal­ver­si­on des Romans durch­aus ver­ste­hen und ohne wei­te­res die höhe­re Qua­li­tät nicht nur erken­nen, sie wuss­ten sie auch zu schät­zen. Ein Resul­tat, das mich ermu­tigt, in ähn­li­chen Fäl­len wie­der so zu ver­fah­ren und für eine neue 9. Klas­se das so für alle Kapi­tel vor­zu­be­rei­ten, um noch stär­ker zwei­glei­sig zu fah­ren.

Differenzierung und Binnendifferenzierung

Ein Pro­blem, das sich mir immer wie­der im Unter­richt stellt, ist die Fra­ge der Dif­fe­ren­zie­rung und Bin­nen­dif­fe­ren­zie­rung. Ich habe in einer Klas­sen­stu­fe der Ober­stu­fe (11. Kl.) zwei nach Leis­tung dif­fe­ren­zier­te Grup­pen, ohne dass ich bis­her auf die Ein­tei­lung Ein­fluss neh­men konn­te (da ich die Klas­se so über­nom­men habe). Ein Grund­pro­blem bei der Auf­tei­lung liegt bis­her dar­in, dass die Dif­fe­ren­zie­rung für bei­de Fremd­spra­chen (Eng­lisch und Fran­zö­sisch) vor­ge­nom­men wird, aber man­che Schü­ler in nur einer Spra­che zu den Lang­sa­me­ren gehö­ren und daher in die lang­sa­me­re Grup­pe kamen, sie aber in der ande­ren Spra­che eher gut sind. Dadurch ist bereits in jeder Grup­pe ein deut­li­cher Leis­tungs­un­ter­schied vor­han­den.

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