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Allerlei aus Heidelberg und der Welt

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Jede Menge Kies …

… liegt jetzt im südlichen Teil der Pfaffengrunder Terrasse, umrandet von 37 Ahornbäumen. OK, offiziell nennt sich das Splitt. So sieht derzeit die provisorische Gestaltung des Platzes vor unserer Haustür aus. Also noch recht kahl. Abgesehen von der Tatsache, das die Firma streng genommen etwas schlampig gearbeitet hat (Man beachte die Fehlstellen am linken Bildrand zum Bauzaun hin sowie an der Gebäudeseite zwischen Bäumen und Straße), fehlen noch einige Elemente, die eine Gruppe von Bahnstädtern mit dem Stadtteilverein zusammen organisiert hat: Zunächst einmal sollen sechs Bänke und zwei Tisch-Bank-Kombinationen aufgestellt werden. Für die Sonnensegel, die ebenfalls angedacht waren, reichte das Budget von 20000 Euro leider nicht.

Für Freizeitaktivitäten soll ein Schachfeld entstehen sowie zwei Tischtennisplatten ihren Platz finden. Ob der Splitt für letztere als Untergrund wirklich geeignet ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt … Und nicht zuletzt soll hier Urban Gardening stattfinden: Dafür sind Hochbeete geplant. Wie groß und wann es soweit ist, ist allerdings derzeit noch offen.

 

 

Harfenbrücken für Radverkehr in Bahnstadt kommen voran

Letzte Woche hat der Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss (SEVA) im Heidelberger Gemeinderat wieder ein paar Weichen gestellt, um die Radverkehrsbedingungen etwas zu verbessern: Die Fahrradbrücke über die Bahn Richtung Gneisenaustraße wird vorrangig verfolgt und könnte ab 2018 gebaut werden.

Doch zuerst mal: Was ist überhaupt geplant? Die Grundplanungen zur Erschließung der Bahnstadt für den Radverkehrs sehen vor, die Bahnstadt an drei Stellen über die Bahnstrecke nach Mannheim hinweg durch Brücken mit den Nachbarstadtteilen zu erschließen: eine direkt am Hauptbahnhof zur Nordwestseite des Hauptbahnhofs, eine weitere in der Verlängerung der Da-Vinci-Straße am geplanten Multiplex-Kino zur Gneisenaustraße sowie eine dritte in der Nähe des Wasserturms des ehemaligen Bahnbetriebswerks zum Wieblinger Weg hinüber. Die neue Fahrradbrücke über die Speyerer Straße, die seit 2014 fertig ist, soll hier kein Thema sein.

Im April 2013 hatte sich der Bauausschuss aus planerischen Gründen aufgrund einer Machbarkeitsstudie grundsätzlich dafür entschieden, die geplanten Fahrradbrücken als sogenannte Harfenbrücken auszuführen, unabhängig davon, ob diese Brücken jemals gebaut werden. Für die zwei ersten Brücken sind bisher sieben Millionen Euro im Wirtschaftsplan Bahnstadt vorgesehen.

Gneisenaubruecke

Bildnachweis: Ausschnitt aus „Entscheidungshilfe Geh- und Radwegbrücke Gneisenaustraße“ (Leonhardt, Andrä & Partner)

Jetzt hat der SEVA beschlossen und dem Gemeinderat als Beschlussempfehlung vorgelegt, die Planung Brücke in Richtung Gneisenaustraße vorrangig zu verfolgen, da die Planungen am Hauptbahnhof noch nicht weit genug gediehen sind und noch zu viele Unklarheiten in Bezug auf die Platzgestaltung am Südausgang etc. bestehen. Es sollen aber beide Brücken planerisch weiterverfolgt weren.

Für die Brücke zur Gneisenaustraße soll aus Kostengründen keine Harfenbrücke, sondern eine Schrägseilbrücke gebaut werden (den Unterschied mag mir jemand erklären, ich sehe ihn kaum). Der Pylon (der wesentliche Brückenpfeiler) soll dabei auf der Nordseite stehen, da er sonst mit dem Fundament des Kinos kollidiert. Ein Problem ist wohl die Frage, wie man mit dem ehemaligen OEG-Bahnhofsgebäude umgeht, das denkmalgeschützt ist. Bei der favorisierten Lage der Brücke (gradlinig über die Brücke) wird der verandaartige Anbau des Bahnhofs (links im Bild) durchdrungen. Hier muss also noch weitergeplant werden, um eine gute Lösung zu finden.

Bildnachweis: Screenshot aus Google Maps

Bildnachweis: Screenshot aus Google Maps

Ein Problem der Brücke besteht eigentlich darin, dass bisher eine vernünftige Radverkehrsverbindung in Richtung Neuenheimer Feld noch nicht möglich ist, da es sehr umständlich ist, am Ende der Gneisenaustraße die Bergheimer Straße (Autobahnende) zu überqueren. Dazu muss man derzeit noch ein Stück parallel zur Bergheimer Straße in Richtung Stadtmitte fahren, um dann den Fußgängerübergang zur Yorckstraße zu nehmen. Dazu sind mir bisher überhaupt keine Planungen, aber immerhin Überlegungen der Stadt bekannt, die Kreuzung Gneisenaustraße/Bergheimer Straße so umzubauen, dass z.B. auch für Autofahrer das Linksabbiegen in Richtung Autobahn ermöglicht wird. Was da also konkret passieren wird, damit diese Brücke wirklich großen Sinn ergibt, darauf sollten städtische Gremien, aber auch die Stadtteilvereine und der ADFC ein Auge drauf haben.

 

Pfaffengrunder Terrasse: Es bewegt sich was!

SperrungBaustraße-kDer Platz vor unserer neuen Wohnung in der Heidelberger Bahnstadt sollte ja ursprünglich in diesem Jahr gestaltet werden. Leider haben sich die Vorbereitungen so stark verzögert, dass es erst im Mai eine Bürgerwerkstatt gab, bei der die Ideen und Wünsche der Bewohner für die Auslobung des Gestaltungswettbewerbs gesammelt wurden. Im Vorfeld hatte die Stadt als Reaktion auf eine Unterschriftenliste und die Intervention des Stadtteilvereins angekündigt, dass der Platz, der bisher teilweise als Baustellenzufahrt für die weiteren Baukomplexe genutzt wird, ab Mitte des Jahres für die Durchfahrt gesperrt wird. Bisher konnte man ab 5-6 Uhr morgens damit rechnen, dass schwere LKWs über den unbefestigten Platz rumpeln sind und einem den Schlaf rauben, da man nachts meist mit offenen Fenstern lüftet.

Immerhin: Seit heute werden die Baustellengitter umgestellt, sodass die Durchfahrt weitestgehend unmöglich ist. Was allerdings auch manche Anwohner und Gewerbetreibende ärgern wird. Denn derzeit sieht es so aus, dass auch die quick-and-dirty-Parkplätze vor dem Haus wegfallen würden. Innerhalb des Bauzauns auf der nördlichen Platzseite werden noch bis auf Weiteres Baucontainer stehen, die für die Bebauung z.B. des Gadamerplatzes (Hintergrund) jenseits des Langen Angers notwendig sind. Dort entsteht ja mit dem B3 ein Bürgerzentrum, eine Kita und eine Grundschule. Der südliche Bereich der Pfaffengrunder Terrasse (rechts des Bildrandes) dagegen soll provisorisch hergerichtet werden, bis der Platz dann 2017/18 fertiggebaut wird.

Ich bin also gespannt, was in den kommenden Wochen hier passiert.

Was hast du beim Mauerfall gemacht?

Was den 9. November angeht, weiß ich das nicht mehr, das war mehr oder weniger ein normaler Uni-Tag. Aber am Tag darauf saßen einige meiner Mitbewohner des Studentenwohnheims und ich zum Ausklang der fast täglichen Teerunde am Fernseher und schauten die 19-Uhr-Ausgabe der heute-Nachrichten an, die bereits die Leute auf der Berliner Mauer-zeigten. Für alle war klar, dass das erlebte Geschichte war und wir dabei sein wollten. Ortrud, Michaela, Ilona(?) und ich entschlossen uns: Wir fahren nach Berlin! Auf dem Stockwerk besprachen wir uns mit anderen, darunter auch Laszlo, der als Gastwissenschaftler aus Ungarn ebenfalls auf unserem Stockwerk wohnte, und bald war für uns klar: Früh am nächsten Morgen wollten wir nach Berlin aufbrechen. Ich backte noch – quasi als Reiseproviant – einen Butterkuchen, und Ortrud rief ihren Bruder in Westberlin an, um eine Bleibe für uns zu organisieren. Michael und Thomas dagegen, die erst auch von der Idee begeistert waren, machten einen Rückzieher: Bei all den Menschen auf der Mauer war unsicher, ob nicht doch die Sowjetarmee dem ganzen Spuk ein Ende machen würde.

Jedenfalls machten wir uns mit sechs Leuten und zwei Autos auf den Weg. Schon unterwegs hörten wir im Autoradio, dass die Transitstrecken nach Berlin und die Übergänge komplett überlastet seien. Also entschieden wir uns, die Autos in Braunschweig am Bahnhof zu parken und mit dem Zug weiterzufahren. Der Zug war natürlich proppevoll, aber immerhin – wir kamen ans Ziel, bereiteten unser Lager und pilgerten durch die Stadt.

Am Abend liefen wir zum Grenzübergang Chausseestraße und bestiegen einen der Aussichtstürme dort. Unten passierten unzählige Menschen aus der DDR die Grenze zu Fuß und in ihren Trabbis und Wartburgs. Ein älterer Mann schluchzte und erzählte, er habe miterlebt, wie Jahre zuvor die Versöhnungskirche an der Bernauer Straße von der DDR gesprengt worden war. Die Kirche stand auf der Grenzlinie, war zum Mauerbau geschlossen worden und erst 1985 gesprengt worden. Ein unglaublicher Moment.

Durch Berlin zu laufen, war in diesen Tagen einzigartig. Alle Welt war auf den Beinen. In den U-Bahnen war sämtliches Personal damit beschäftigt, dafür zu sorgen, dass die Menschenmassen sich nicht auf die Gleise schoben, damit der Bahnverkehr weiter lief. Fahrkarten waren Luxus.

Am Sonntag dann wurde bekannt, dass in der Deutschlandhalle ein kostenloses Konzert zur Begrüßung der DDR stattfinden sollte. Wir pilgerten dorthin und hörten zusammen mit vielen anderen unter anderem Udo Lindenberg, die Scorpions, BAP, Joe Cocker, der wohl extra eine Tournee in Dänemark unterbrochen hatte, um dabei zu sein. Leider fehlte die Zeit, das Konzert ganz mitzuerleben: Da einige von uns am nächsten Tag wieder in der Uni sein wollten, fuhren wir im Laufe des Sonntags dann wieder zurück nach Heidelberg.

Binnendifferenzierung mit Unterstützung von E-Books


Eines der Ergebnisse meiner Bemühungen um Binnendifferenzierung ist die Erstellung unterschiedlich anspruchsvoller Lektüreteile für Teile meiner Klasse, für die ich zwar nicht im Unterricht, aber immerhin für die Vorbereitung E-Books als digitale Grundlage nutzen konnte.
Im vergangenen Schuljahr habe ich in meiner 9. Klasse einer Waldorfschule eine englischsprachige Easy-Reader-Ausgabe des autobiografischen Romans „Black Boy“ von Richard Wright behandelt. Diese Ausgabe ist für einige Schüler definitiv zu einfach, sowohl im Wortschatz als auch im Satzbau. Für einige Kapitel habe ich mithilfe von Calibre Texte in die Textverarbeitung geholt, mit Worterklärungen versehen und an die schnelleren Schüler mit speziellen Aufgabenstellungen verteilt. Das Ergebnis: Die ausgewählten  Schülerinnen und Schüler konnten die Originalversion des Romans durchaus verstehen und ohne weiteres die höhere Qualität nicht nur erkennen, sie wussten sie auch zu schätzen. Ein Resultat, das mich ermutigt, in ähnlichen Fällen wieder so zu verfahren und für eine neue 9. Klasse das so für alle Kapitel vorzubereiten, um noch stärker zweigleisig zu fahren.

Wieder ein Buchtipp: „Die Erfindung des Lebens“


41ZmGlZHmRL._SL160_Und wieder ist mir ein literarischer Leckerbissen in die Hände gefallen, diesmal durch eine Empfehlung aus meiner Familie: Hanns-Josef Ortheils „Die Erfindung des Lebens“.

Absolut fesselnd beschreibt Ortheil in seinem autobiografischen Roman seine erst zwanzig Lebensjahre, von denen er einige seiner Kindheit völlig stumm verbrachte, in einem extrem engen Verhälltnis zu seiner Mutter, die ebenfalls, allerdings durch ein psychisches Trauma, die Stimme Weiterlesen

RSS-Feeds – ein alter Hut? Im Gegenteil!

RSS-Feed IconViele Internetnutzer, die noch nicht ganz in der digitalen Welt zuhause sind, nutzen nach wie vor E-Mail Newsletter, um sich über Neuigkeiten auf bestimmten Websites auf dem Laufenden zu halten. Dabei gibt es (bereits seit vielen Jahren, aus der Zeit vor Facebook, Twitter und Google Plus) eine praktische Methode, diese Neuigkeiten zu abonnieren, ohne das E-Mail-Postfach vollzumüllen, und die nennt sich RSS, meist zu erkennen an einem orangefarbenen Logo mit weißen Funkwellen.

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Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen – Ein absoluter Leckerbissen zum Lesen!

Einen Leckerbissen habe ich vor kurzem zuende gelesen: Edmund de Waals „Der Hase mit den Bernsteinaugen: Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi“. Wer sich weder für französische Kultur, das Wiener Leben um und nach der Jahrhundertwende noch für jüdisches Leben, Familiengeschichten oder japanische Kultur interessiert, kann jetzt mit dem Lesen aufhören. All das steckt nämlich in Edmund de Waals Buch. De Waal ist der 1964 geborene Nachkomme einer alten jüdischen Familie, die, ausgehend von Odessa, ihre Söhne in die Hauptstädte Europas schickte, um das anfängliche Weizenhandelsgeschäft zu expandieren und so zu einer großen Finanzdynastie wurde.
Aufhänger und roter Faden durch dieses Buch ist eine Sammlung kleiner japanischer Netsuke-Figuren, die de Waal erbt und die ihn dazu animiert, deren Geschichte und damit auch seine Familiengeschichte zu recherchieren und schließlich aufzuschreiben. Sie sind das einzige sichtbare Erbe, dass diese Familie, die in einem Atemzug mit den Rothschilds genannt wurde, nach der Nazizeit noch hat, und das von einer Hausangestellten gerettet und versteckt wurde.
Eine klassische Handlung gibts hier als nicht, doch dieser Streifzug durch Kultur-, Welt- und Familiengeschichte von Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Jüngste Vergangenheit liest sich spannend, unterhaltsam und lehrreich zugleich. Das Buch ist gleichzeitig mit einer gewissen Distanz und einer Faszination gegenüber diesen Figuren und dieser Familie geschrieben, und durchaus selbstreflektierend über de Waals eigenes Verhältnis zu seiner Herkunftsfamilie und den umfangreichen Recherchen, während derer er seinem eigentlichen Beruf als Töpfer oder (besser Keramikkünstler) kaum nachgehen konnte. Eine absolut lohnende Lektüre.

Differenzierung und Binnendifferenzierung

Ein Problem, das sich mir immer wieder im Unterricht stellt, ist die Frage der Differenzierung und Binnendifferenzierung. Ich habe in einer Klassenstufe der Oberstufe (11. Kl.) zwei nach Leistung differenzierte Gruppen, ohne dass ich bisher auf die Einteilung Einfluss nehmen konnte (da ich die Klasse so übernommen habe). Ein Grundproblem bei der Aufteilung liegt bisher darin, dass die Differenzierung für beide Fremdsprachen (Englisch und Französisch) vorgenommen wird, aber manche Schüler in nur einer Sprache zu den Langsameren gehören und daher in die langsamere Gruppe kamen, sie aber in der anderen Sprache eher gut sind. Dadurch ist bereits in jeder Gruppe ein deutlicher Leistungsunterschied vorhanden.

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Aktuelle Lektüre: Lessing, Nathan der Weise

Das wollte ich schon lange mal lesen, und nun liegt es als Bettlektüre auf dem Nachttisch: Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen. Als Bewohner der Lessingstraße und ehemaliger Schüler eines Lessing-Gymnasiums ohne Lessing durchs Leben zu kommen, wäre ja schon fast ignorant. Gereizt hat mich „Nathan der Weise“, weil ich zum einen von der Ringparabel weiß und zum anderen ein Zitat zum Streit zwischen den Religionen gehört hatte, das mich darauf neugierig gemacht hat. Nun denn, es lässt sich gut an. Mit schönem Rhythmus und noch schönerer Sprache möchte ich den Text am liebsten laut lesen. Also: macht wirklich Spaß, das zu lesen!

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