Vor eini­ger Zeit habe ich mir mal – damals noch für umme – eine Fone­ra schi­cken las­sen, um den “Spaß” mal aus­zu­pro­bie­ren, einen WLAN-Hot­spot zu haben, auf dem ande­re mit­sur­fen kön­nen. Bei einer DSL2000-Lei­tung grund­sätz­lich ja auch von der Band­brei­te her ja auch kein Pro­blem, zumal man die für Mit­sur­fer ver­füg­ba­re Band­brei­te selbst bestim­men kann. Und sich durch durch­rei­sen­de Gele­gen­heits­sur­fer die Flat­rate gegen­fi­nan­zie­ren zu las­sen, wäre auch nicht schlecht, denkt man sich so. Zumin­dest jeder, der bei FON als Ali­en ein­ge­tra­gen ist (Sta­tus ohne eige­nen FONspot), kann gegen den Kauf von Tages­ti­ckets güns­tig mit­sur­fen. Wer einen eige­nen FONspot hat und ande­re kos­ten­los mit­sur­fen lässt, wird als “Linus” bezeich­net, und wer sich das Mit­sur­fen bezah­len lässt, ist ein “Bill”. So weit so gut.
Seit kur­zem jedoch hat FON eine Ände­rung ein­ge­führt: Bills dür­fen jetzt auf allen FONspots kos­ten­los mit­sur­fen. Da fragt sich der gesun­de Men­schen­ver­stand: Wie vie­le Ali­ens gibt es denn wirk­lich, die noch für das Bezah­len in Fra­ge kom­men, wenn die Bills weg­fal­len? Dar­über hin­aus gibt es jetzt gene­rell 15min kos­ten­los. Zumin­dest zum E‑Mail-Abru­fen reicht das dicke, wenn die Band­brei­te stimmt. Schwer­wie­gen­der scheint aber dar­an zu sein, dass das Sur­fen in der Zeit offen­bar ohne Authen­ti­fi­zie­rung der E‑Mail-Adres­se mög­lich ist. Diver­se Bei­trä­ge in Foren und Arti­kel auf golem.de wei­sen auf die erhöh­ten Sicher­heits­ri­si­ken hin bzw. rufen zu Pro­test­ak­tio­nen auf. Wit­zi­ger­wei­se boy­kot­tiert sich FON bei mir seit Wochen selbst. Statt der übli­chen Log­in­sei­te erscheint nach dem Ver­bin­den mit dem öffent­li­chen WLAN-Signal der lapi­da­re Hin­weis “Ser­vice tem­pora­ry unavail­ab­le”. Seit ich mich Ende Mai beim Sup­port von FON gemel­det habe, habe ich nur Rück­fra­gen bekom­men, die auf Unwis­sen­heit der Mit­ar­bei­ter schlie­ßen las­sen oder auch gar kei­ne per­sön­li­che Ant­wort. In ver­schie­de­nen Foren sind ähn­li­che Fäl­le bekannt, die eben­falls bis­her nicht gelöst sind. Die gan­ze Geschich­te wirkt unaus­ge­go­ren, und wenn ich bis Monats­en­de kei­ne Pro­blem­lö­sung habe, geht das Ding off­line. Dann war’s das eben.