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Kategorie: Berner Oberland (Seite 1 von 2)

Kan­der­steg im Schneetraum

So per­fek­te Schnee­ver­hält­nis­se wie in die­sem Jahr hat­ten wir in Kan­der­steg wohl lan­ge nicht: Bis auf zwei Tage hat es in der ver­gan­ge­nen Woche jeden Tag geschneit. Im Ort ist die Schnee­de­cke auf der Stra­ße fast über­all geschlos­sen, und an den zwei Tagen, an denen bis­her die Son­ne schien, war’s ein­fach ein Traum! Am Frei­tag hat­te ich beim Lang­lauf die Kame­ra dabei und war nach­mit­tags noch­mal mit Kame­ra im Ort unter­wegs. Hier ein paar Eindrücke:

Ges­tern nun waren wir oben am Oeschi­nen­see und haben aus­pro­biert, ob unse­re Alpin­ski­küns­te noch was tau­gen: und ob! Es sieht so aus, dass wir uns die­ses Jahr unse­re Ski­stun­den mit Alex spa­ren. Und abso­lut traum­haft: Im Son­nen­schein vor dem Hotel Oeschi­nen­see mit Tee oder Cap­puc­ci­no und einem Stück Zwetsch­gen­ku­chen oder Apfel­stru­del zu sit­zen und den Blick auf die win­ter­li­che Kulis­se des zuge­fro­re­nen Sees und die Berg­welt gerichtet:

Cappuccino am Hotel Oeschinensee oberhalb Kandersteg

Cap­puc­ci­no am Hotel Oeschinensee

Gut eine Woche liegt nun unser Urlaub in Kan­der­steg (Ber­ner Ober­land) und den Cin­que Terre hin­ter uns, und ich habe jetzt alle Bil­der sor­tiert und zwei Bil­der­ga­le­rien bzw. Dia­shows erstellt.

Kan­der­steg:

Cin­que Terre:

Und zwei Pan­ora­ma­bil­der gibts auch noch: von Riom­ag­gio­re und Vernazza.

Ein­fach auf die Bil­der klicken:
Riomaggiore:

Panorama Riomaggiore

Ver­naz­za:

Und hier sind noch­mal alle Bei­trä­ge in chro­no­lo­gi­scher Reihenfolge:

Kan­der­steg:
1. Tag: … und auch ein grau verhang’ner Niesen …
2. Tag: Auf zum Unde­re Biberg!
3. Tag: Hoch über dem Oeschi­nen­see – Oberbärgli
4. Tag: Der alte Gemmi-Weg
5. Tag: Ruhetag
6. Tag: Im Gasterntal
7. Tag: Aus­flug nach Thun

Cin­que Terre:
1. Tag: Anfahrt von Kan­der­steg nach Moneglia
2. Tag: Moneglia
3. Tag: Monterosso
4. Tag: Genua
5. Tag: Wan­dern von Mon­te­ros­so nach Vernazza
6. Tag: Riomaggiore-Manarola-Corniglia
7. Tag: Bade- und Ruhetag
8. Tag: Rückfahrt

 

6. Tag: Im Gasterntal

Heu­te wol­len wir ins Gas­tern­tal. Wel­che eine Über­ra­schung: Heu­te mor­gen lacht uns der Him­mel regel­recht an! Es zie­hen zwar schon ein paar Wol­ken auf, aber der Tag ver­spricht, recht schön zu wer­den. Wir erkun­di­gen uns also nach dem Bus ins Tal. Die­ses Tal wird nur im Som­mer von eini­gen Bau­ern bewohnt und bewirt­schaf­tet, die ihre Tie­re dort wei­den las­sen. Eigent­lich sogar nur der hin­ters­te Teil des Tals, der Rest wird kaum land­wirt­schaft­lich genutzt (nur etwas Forst­wirt­schaft). Der Zugang per Auto ist nur mit Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung mög­lich (10 CHF), und ein Bus­dienst fährt zwei­mal am Tag rein (auf Anfra­ge und Reser­vie­rung auch öfter), aller­dings für stol­ze 12 CHF pro Per­son und Rich­tung. Da die Stre­cke ver­dammt schmal ist, haben wir uns also um einen Bus­platz bemüht und sind gegen halb zwölf in Sel­den am Ende des Tals.

Blick das Gasterntal hinab

Blick das Gas­tern­tal hinab

Von dort aus gehen wir auf der lin­ken Sei­te der Kan­der ent­lang auf­wärts in Rich­tung Kan­der­firn, an ein paar Häu­sern namens Heim­ritz vor­bei bis zur letz­ten Brü­cke. Nach­dem wir bereits auf der ande­ren Fluß­sei­te eini­ge Schnee­fel­der sehen, fra­gen wir uns schon, ob die Brü­cke noch kommt. Ein Blick auf die Kar­te beru­higt mich. Wir kön­nen nur noch ein bis zwei Minu­ten davon ent­fernt sein. Und nach ein paar Weg­bie­gun­gen sehen wir schon das gel­be Wan­der­weg­schild und dann auch die Brücke.

Es wird also Zeit für den Rück­weg. Die Über­que­rung der Schnee­fel­der gelingt über­ra­schend gut, zum Teil ist soviel Dreck und Stei­ne drin, dass man nicht mal aus­rut­schen kann.

Der Weg ist hier oben noch so schmal, dass das Gehen genau so ange­nehm ist wie auf der gan­zen ande­ren Sei­te. Nach einer Stun­de sind wir dann auch wie­der in Sel­den und keh­ren für eine süße Zwi­schen­mahl­zeit ein. Dabei fängt es an zu reg­nen! Mist! Wir sit­zen unter einem Vor­dach und las­sen uns noch nicht zu sehr beein­dru­cken. Schließ­lich aber wird es Zeit, los­zu­ge­hen, wir zah­len, zie­hen unse­re Jacken zu, und lau­fen los. Und schon bald hört es auch schon auf zu reg­nen, und die Son­ne hat uns wie­der. Auf zwei Drit­teln des Weges bis zum Wald­haus am vor­de­ren Ende des Tals tref­fen wir – als gäbe es um Kan­der­steg kei­ne ande­ren Wege – Syl­vie und Klaus, die Mit­be­woh­ner aus unse­rem Haus. Da die bei­den gemäch­lich und wir eher zügig lau­fen, ver­ab­re­den wir uns unver­bind­lich am Tal­an­fang, damit sie uns evtl. mit dem Auto mit­neh­men. Als wir aber beim Wald­haus ankom­men, beschlie­ßen wir, doch noch selbst nach Kan­der­steg run­ter­zu­lau­fen. Dabei erwischt uns noch­mal ein klei­ner Schau­er. Erst auf dem Weg von der Tal­sta­ti­on der Sunn­bühl-Seil­bahn (wo die Stre­cke aus dem Gas­tern­tal auf die Ebe­ne trifft), über­ho­len uns Klaus und Syl­vie und neh­men uns das rest­li­che Stück mit.

5. Tag: Ruhetag

Da es heu­te mor­gens schon bedeckt war und wir von der gest­ri­gen Tour noch müde sind, haben wir einen Ruhe­tag in Kan­der­steg ein­ge­legt. Höhe­punkt: das Abend­essen bei Cor­ne­lia, der Ver­mie­te­rin: Ein lecke­res Geflü­gel­r­i­sot­to und Erd­beer­ku­chen als Des­sert. Ein­ge­la­den waren auch die ande­ren gera­de hier urlau­ben­den Stamm­gäs­te Syl­vie und Klaus aus Duis­burg sowie Cora (?) und Alex­an­der aus Essen.

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