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Kategorie: Bahnstadt (Seite 2 von 2)

Fahr­rad­brü­cken für Anbin­dung der Bahn­stadt kom­men voran

In Sachen Fahr­rad­brü­cken hat letz­te Woche der Stadt­ent­wick­lungs- und Ver­kehrs­aus­schuss (SEVA) im Hei­del­ber­ger Gemein­de­rat wie­der ein paar Wei­chen gestellt, um die Rad­ver­kehrs­be­din­gun­gen etwas zu ver­bes­sern: Die Fahr­rad­brü­cke über die Bahn Rich­tung Gnei­sen­au­stra­ße wird vor­ran­gig ver­folgt und könn­te ab 2018 gebaut werden.

Doch zuerst mal: Was ist über­haupt geplant? Die Grund­pla­nun­gen zur Erschlie­ßung der Bahn­stadt für den Rad­ver­kehrs sehen vor, die Bahn­stadt an drei Stel­len über die Bahn­stre­cke nach Mann­heim hin­weg durch Brü­cken mit den Nach­bar­stadt­tei­len zu erschlie­ßen: eine direkt am Haupt­bahn­hof zur Nord­west­sei­te des Haupt­bahn­hofs, eine wei­te­re in der Ver­län­ge­rung der Da-Vin­ci-Stra­ße am geplan­ten Mul­ti­plex-Kino zur Gnei­sen­au­stra­ße sowie eine drit­te in der Nähe des Was­ser­turms des ehe­ma­li­gen Bahn­be­triebs­werks zum Wieb­lin­ger Weg hin­über. Die neue Fahr­rad­brü­cke über die Speye­rer Stra­ße, die seit 2014 fer­tig ist, soll hier kein The­ma sein.

Im April 2013 hat­te sich der Bau­aus­schuss aus pla­ne­ri­schen Grün­den auf­grund einer Mach­bar­keits­stu­die grund­sätz­lich dafür ent­schie­den, die geplan­ten Fahr­rad­brü­cken als soge­nann­te Har­fen­brü­cken aus­zu­füh­ren, unab­hän­gig davon, ob die­se Brü­cken jemals gebaut wer­den. Für die zwei ers­ten Brü­cken sind bis­her sie­ben Mil­lio­nen Euro im Wirt­schafts­plan Bahn­stadt vorgesehen.

Jetzt hat der SEVA beschlos­sen und dem Gemein­de­rat als Beschluss­emp­feh­lung vor­ge­legt, die Pla­nung Brü­cke in Rich­tung Gnei­sen­au­stra­ße vor­ran­gig zu ver­fol­gen, da die Pla­nun­gen am Haupt­bahn­hof noch nicht weit genug gedie­hen sind und noch zu vie­le Unklar­hei­ten in Bezug auf die Platz­ge­stal­tung am Süd­aus­gang etc. bestehen. Es sol­len aber bei­de Brü­cken pla­ne­risch wei­ter­ver­folgt werden.

Für die Gnei­sen­au­brü­cke soll aus Kos­ten­grün­den kei­ne Har­fen­brü­cke, son­dern eine Schräg­seil­brü­cke gebaut wer­den (den Unter­schied mag mir jemand erklä­ren, ich sehe ihn kaum). Der Pylon (der wesent­li­che Brü­cken­pfei­ler) soll dabei auf der Nord­sei­te ste­hen, da er sonst mit dem Fun­da­ment des Kinos kol­li­diert. Ein Pro­blem ist wohl die Fra­ge, wie man mit dem ehe­ma­li­gen OEG-Bahn­hofs­ge­bäu­de umgeht, das denk­mal­ge­schützt ist. Bei der favo­ri­sier­ten Lage der Brü­cke (grad­li­nig über die Brü­cke) wird der veran­daar­ti­ge Anbau des Bahn­hofs (links im Bild) durch­drun­gen. Hier muss also noch wei­ter­ge­plant wer­den, um eine gute Lösung zu finden.

Ein Pro­blem der Brü­cke besteht eigent­lich dar­in, dass bis­her eine ver­nünf­ti­ge Rad­ver­kehrs­ver­bin­dung in Rich­tung Neu­en­hei­mer Feld noch nicht mög­lich ist, da es sehr umständ­lich ist, am Ende der Gnei­sen­au­stra­ße die Berg­hei­mer Stra­ße (Auto­bah­nen­de) zu über­que­ren. Dazu muss man der­zeit noch ein Stück par­al­lel zur Berg­hei­mer Stra­ße in Rich­tung Stadt­mit­te fah­ren, um dann den Fuß­gän­ger­über­gang zur Yorck­stra­ße zu neh­men. Dazu sind mir bis­her über­haupt kei­ne Pla­nun­gen, aber immer­hin Über­le­gun­gen der Stadt bekannt, die Kreu­zung Gneisenaustraße/Bergheimer Stra­ße so umzu­bau­en, dass z.B. auch für Auto­fah­rer das Links­ab­bie­gen in Rich­tung Auto­bahn ermög­licht wird. Was da also kon­kret pas­sie­ren wird, damit die­se Brü­cke wirk­lich gro­ßen Sinn ergibt, dar­auf soll­ten städ­ti­sche Gre­mi­en, aber auch die Stadt­teil­ver­ei­ne und der ADFC ein Auge drauf haben.

 

Pfaf­fen­grun­der Ter­ras­se: Es bewegt sich was!

Die Pfaffengrunder Terrasse wird allmählich provisorisch gestaltet Auch vor­läu­fig wird die Pfaf­fen­grun­der Ter­ras­se teil­wei­se ein Bau­la­ger blei­ben, aber die pro­vi­so­ri­sche Gestal­tung beginnt schon mal.

Der Platz, also die Pfaf­fen­grun­der Ter­ras­se, vor unse­rer neu­en Woh­nung in der Hei­del­ber­ger Bahn­stadt soll­te ja ursprüng­lich in die­sem Jahr gestal­tet wer­den. Lei­der haben sich die Vor­be­rei­tun­gen so stark ver­zö­gert, dass es erst im Mai eine Bür­ger­werk­statt gab, bei der die Ideen und Wün­sche der Bewoh­ner für die Aus­lo­bung des Gestal­tungs­wett­be­werbs gesam­melt wur­den. Im Vor­feld hat­te die Stadt als Reak­ti­on auf eine Unter­schrif­ten­lis­te und die Inter­ven­ti­on des Stadt­teil­ver­eins ange­kün­digt, dass der Platz, der bis­her teil­wei­se als Bau­stel­len­zu­fahrt für die wei­te­ren Bau­kom­ple­xe genutzt wird, ab Mit­te des Jah­res für die Durch­fahrt gesperrt wird. Bis­her konn­te man ab 5–6 Uhr mor­gens damit rech­nen, dass schwe­re LKWs über den unbe­fes­tig­ten Platz rum­peln sind und einem den Schlaf rau­ben, da man nachts meist mit offe­nen Fens­tern lüftet.

Immer­hin: Seit heu­te wer­den die Bau­stel­len­git­ter umge­stellt, sodass die Durch­fahrt wei­test­ge­hend unmög­lich ist. Was aller­dings auch man­che Anwoh­ner und Gewer­be­trei­ben­de ärgern wird. Denn der­zeit sieht es so aus, dass auch die quick-and-dir­ty-Park­plät­ze vor dem Haus weg­fal­len wür­den. Inner­halb des Bau­zauns auf der nörd­li­chen Platz­sei­te wer­den noch bis auf Wei­te­res Bau­con­tai­ner ste­hen, die für die Bebau­ung z.B. des Gada­mer­plat­zes (Hin­ter­grund) jen­seits des Lan­gen Angers not­wen­dig sind. Dort ent­steht ja mit dem B3 ein Bür­ger­zen­trum, eine Kita und eine Grund­schu­le. Der süd­li­che Bereich der Pfaf­fen­grun­der Ter­ras­se (rechts des Bild­ran­des) dage­gen soll pro­vi­so­risch her­ge­rich­tet wer­den, bis der Platz dann 2017/18 fer­tig­ge­baut wird.

Ich bin also gespannt, was in den kom­men­den Wochen hier passiert.

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