Allerlei aus meiner Welt

Kategorie: Fotos (Seite 1 von 3)

Hier fin­den sich Fotos aus ver­schie­de­nen Urlau­ben oder auch Bei­trä­ge zum The­ma Fotografie.

Arde­che 2009 – Tag 10: Joyeuse

Heu­te sind wir in das klei­ne Markt­städt­chen Joy­eu­se (dt. die Freu­di­ge) gefah­ren. Das gemüt­li­che Joy­eu­se liegt ober­halb der Beau­me, einem rech­ten Zufluss der Ardè­che. Die Stadt liegt recht nett auf einem Fels­vor­sprung ober­halb des Flus­ses. Inter­es­siert haben wir fest­ge­stellt, dass es dort im Som­mer auch Mar­chés noc­turnes, also Abend­märk­te von (Kunst-)Handwerkern gibt. Also ein guter Grund, noch­mal her­zu­kom­men. Abge­se­hen davon, dass es auch hier wie­der Fut­ter für mei­ne Samm­lung an Fas­sa­den­wer­bung gab, wie so oft in Frank­reich. Hier ein paar Eindrücke:

Arde­che 2009 – Tag 9: Ent­lang der Ardeche

Qua­si als Geburts­tags­aus­flug sind wir heu­te an der Ardè­che ent­lang­ge­fah­ren und haben die wun­der­vol­le Aus­sicht auf die Schlucht und den Fluss genos­sen. Ein­ge­stie­gen sind wir nicht weit von Val­lon-Pont-d’Arc, also wie der Name schon sagt, in der Nähe einer der land­schaft­li­chen Haupt­at­trak­tio­nen, qua­si einer aus dem Fels gewa­sche­nen Bogen­brü­cke, unter der die Ardè­che hin­durch­fließt. Jeder, der mal die Ardè­che ent­lang­ge­fah­ren ist, wird sich wohl an die­ses Wahr­zei­chen erin­nern, erst recht, wenn man es im Kanu auf dem Was­ser getan hat.

Ganz in der Nähe ist auch ein Lan­de­platz für die vie­len Kanus, die hier ihre Fluss­tou­ren machen, ein Park­platz ist in der Nähe, sodass wir hier Pau­se ein­ge­legt und das Natur­wun­der bestaunt haben.

Immer wie­der beein­dru­ckend ist auch die Tie­fe, in der sich der Fluss im Lau­fe sei­ner Exis­tenz in das Gestein gefres­sen hat, und das mit einer trä­gen Beharr­lich­keit, die ihres­glei­chen sucht. Ich habe auch den Grand Can­yon du Ver­don gese­hen, der in sei­ner Steil­heit und Höhe oder Tie­fe noch beein­dru­cken­der ist, aber auch die Ardè­che, die ein im Gro­ßen und Gan­zen wei­te­res Tal als der Ver­don geformt hat und wohl auch mehr Was­ser führt, ist sehr beachtlich!

Unse­re Tour haben wir dann nach einem gemüt­li­chen Kaf­fee in der Auber­ge du Pou­z­at wei­ter unten im Tal, in der Nähe von St. Mar­tin d’Ar­de­che been­det und den Rück­weg nach Les Vans ange­tre­ten. Hier die klei­ne Gale­rie mit Ein­drü­cken unse­rer Tour:

Arde­che 2009 – Tag 8: Aus­flug nach Thines

Heu­te sind wir mal auf Emp­feh­lung von Bea mal nach Thi­nes gefah­ren. Dazu geht’s erst mal rund 7 Kilo­me­ter am Chas­se­zac auf­wärts, bis dann die D513 nach rechts abzweigt. Die­ses Stück wird gera­de nach der zwei­ten Hälf­te immer enger, sodass man schon vor­sich­tig fah­ren muss, falls einem jemand in einer Kur­ve entgegenkommt.

Das letz­te Stück zum Ort läuft man von einem Park­platz aus hoch. Thi­nes ist eigent­lich ein win­zi­ges Nest, aber super­schön. Die Häu­ser sind aus recht dunk­len Stei­nen gebaut. Über allen thront eine roma­ni­sche Kir­che mit einer nicht nur innen sehr hüb­schen Apsis.

Im Dorf selbst ist eben die­ses selbst die Attrak­ti­on. Es ist unauf­ge­regt, man sieht immer wie­der net­te Details wie das ver­ros­te­te Bett­ge­stell im Gar­ten, die bei­den Schorn­stei­ne, die mich sofort an Ben und Hoss Cart­wright erin­nern, das Schild zum Trö­del­markt (Vide-gre­ni­er) zuguns­ten der her­ren­lo­sen Kat­zen des Dorfes.

 Ach ja, da gibt es auch einen guten Tou­ri-Laden mit Café und (als wir da waren) herr­li­chen, aber teu­ren Draht­kunst­ob­jek­ten. Das Café hat eini­ge Eis­sor­ten, die man sich nicht ent­ge­hen las­sen soll­te (auch wenn ich nicht sicher bin, ob man sie nicht auch an ande­ren Orten der Ardè­che bekommt.

Arde­che 2009 – Tag 7: Markt- und Ruhetag

Mit einem herr­li­chen Son­nen­auf­gang über Les Vans, dem Chas­se­zac und der Arde­che fing der Tag schon mal gut an:

Sonnenuntergang über dem Chassezac, einem Nebenfluss der Ardeche

 

Ansons­ten war heu­te Markt­tag in Les Vans. Wir sind rela­tiv früh auf­ge­bro­chen, um den Tag dort gut zum Stö­bern, Kau­fen, Pro­bie­ren etc. zu nutzen.

Bunte Seifen in Hülle und Fülle

Der Markt war wie so vie­le von ihnen sehr schön und fängt – vom west­li­chen Orts­ein­gang aus gese­hen – mit Kla­mot­ten an und geht dann über aller­lei Unter­schied­li­ches (Sei­fen, Spiel­zeu­ge, Schall­plat­ten bis hin zu Trö­del oder Anti­qui­tä­ten) auf dem gro­ßen Platz (Place Léo­pold Ollier). Wenn man dann Rich­tung Alt­stadt­gas­sen hin­un­ter­geht, kom­men ver­mehrt die Lebens­mit­tel, dar­un­ter lecke­re Pro­duk­te aus Kas­ta­ni­en­mehl (Kas­ta­ni­en­pü­ree, Kuchen, Bier etc.)

Am Nach­mit­tag haben wir gefau­lenzt, und ich habe ein biss­chen die Zeit genutzt, vom Lou Pelou noch ein paar Auf­nah­men zu machen (die ich zwi­schen­zeit­lich in die Sei­te vom Ankunfts­tag ein­ge­baut habe, inklu­si­ve des Panoramas).

 

 

Arde­che 2009 – Tag 6: Sen­tier des Lauzes

Wir haben in den letz­ten Tagen in den Info­ma­te­ria­li­en die Beschrei­bung des Kul­tur­wan­der­pfa­des “Sen­tier des Lau­zes” gefun­den, der uns sehr gereizt hat. Heu­te sind wir hin­ge­fah­ren, und es hat sich gelohnt.

In Saint-Méla­ny im Dro­bie-Tal ist vor eini­gen Jah­ren der Kul­tur­wan­der­weg “Sen­tier des Lau­zes” ein­ge­rich­tet wor­den, auf dem Wer­ke von Künst­lern in der Land­schaft aus­ge­stellt sind, die vor Ort als Gast­künst­ler ein­ge­la­den wur­den, um sich mit Land und Leu­ten künst­le­risch aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die Bezeich­nung “Sen­tier des Lau­zes” weist schon dar­auf hin, dass “les lau­zes”, also die Schin­deln, wie sie hier oft für Dächer und Mau­ern ver­wen­det wer­den, eine Rol­le spie­len und die Orts­ver­bun­den­heit zeigen.
Doch zuerst zur Anfahrt. Nur weil das Navi gegen­über der Stre­cke über Les Vans und Joy­eu­se fünf Minu­ten Zeit­vor­sprung ver­sprach, pro­bier­ten wir eine Stre­cke “hin­ten­rum” über klei­ne Stra­ßen, die sich als wirk­lich wun­der­schön erwies. Über eine ganz schma­le Stra­ße direkt beim “Lou Pelou” fuh­ren wir run­ter nach Gra­viè­res und jen­seits des Chas­se­zac hin­auf nach Sey­ras und von dort an ein lan­ges Stück ein­fach durch ein Wald­ge­biet und wun­der­schö­ne Hei­de­flä­chen, nicht wie man sie meist kennt, mit vio­let­ten Blü­ten, son­dern rotbraun.

Nach eini­ger Zeit erreicht man Pey­re und biegt kurz dahin­ter mit einem wun­der­schö­nen Blick in das Tal der Dro­bie nach rechts ab und kommt über Sab­liè­res ins Ört­chen Saint-Méla­ny. Das Dro­bie­tal, zumal der obe­re Teil, zeich­net sich beson­ders durch sei­ne Natür­lich­keit aus. Auch Saint-Méla­ny war an die­sem Tag eher ver­schla­fen. Wir haben unser Auto hin­ter dem Ort abge­stellt und den Pfad “Sen­tier des Lau­zes” gefun­den, der an ein paar Häu­sern und Gehöf­ten vor­bei ins Sei­ten­tal der Tan­ar­gue führt, größ­ten­teils durch Wald.Sentier des Lauzes: Oto Date von Akio SuzukiNach einer hal­ben Stun­de haben wir ein ers­tes Kunst­werk des Japa­ners Akio Suzu­ki am Weg­rand ent­deckt, oder bes­ser gesagt, sei­nen ers­ten Teil: “Oto Date”: Eine Zement­plat­te mit einer Art Nega­tiv­re­li­ef (Ver­tie­fung), das ein Ohren­paar und gleich­zei­tig ein Paar Füße dar­stellt. An die­ser Stel­le soll man die Augen schlie­ßen und die Geräu­sche der Umge­bung (für uns vor allem das Rau­schen des Wal­des) auf sich wir­ken las­sen. Oder man lässt den Blick über das Sei­ten­tal der Tan­ar­gue schwei­fen und ent­deckt auf der ande­ren Sei­te den Wei­ler Le Char­nier. Sie­ben Orte nicht nur auf die­sem Sen­tier, son­dern auch auf der ande­ren Sei­te des Tan­ar­gue oder der Dro­bie hat Suzu­ki aus­ge­wählt, um die Men­schen auf die beson­de­ren Ver­bin­dun­gen, Aus­bli­cke und Echos auf­merk­sam zu machen, die es auf den ört­li­chen Wegen wahr­zu­neh­men gibt. Er hat bei sei­ner Arbeit auch den tra­di­tio­nel­len klei­nen Wege­ver­bin­dun­gen nach­ge­spürt, die seit dem moder­nen Stra­ßen­bau teil­wei­se ihre ursprüng­lich rein funk­tio­na­le Bedeu­tung zuguns­ten der eines Spa­zier­wegs ver­lo­ren haben. Hier braucht es schon beson­ders viel Ruhe und Besin­nung, um Suzu­kis Wahr­neh­mun­gen nach­zu­voll­zie­hen. Die Idee, dem Besu­cher die­se Orte nahe­zu­brin­gen, ist bemerkenswert.

Ein gan­zes Stück wei­ter ist eine wun­der­schö­ne Tro­cken­mau­er zu ent­de­cken, auf der und um die her­um 20 Figu­ren zu sehen sind. “Paro­les de Lau­zes” hat der mexi­ka­ni­sche Künst­ler Dom­in­go Cis­ne­ros sie genannt, der sie aus den dün­nen Schin­deln her­ge­stellt hat. Am pro­mi­nen­tes­ten ist dabei wohl die Rei­he von Köp­fen auf der Tro­cken­mau­er selbst. Dar­über hin­aus befin­det sich eher zum Tan­ar­gue-Tal hin ein Adler (oder Engel?) “El Espi­ri­tu de la Mon­ta­na” sowie eine Per­so­nen­grup­pe “Fami­lia” sowie ein gro­ßes Son­nen­rad “El sol”.

Schließ­lich und end­lich sind wir noch bis zum so genann­ten “Éch­ap­pée” gekom­men, einer klei­nen Hüt­te am Ran­de einer alten land­wirt­schaft­li­chen Par­zel­le, die – typisch für hier – noch ter­ras­sen­för­mig und mit Tro­cken­mau­ern ange­legt ist. “Éch­ap­pée” – das kommt von “éch­ap­per” = flüch­ten, ent­kom­men. Und so ist die­se Hüt­te ein Flucht­ort, ein Zufluchts­ort, um Künst­lern, Wis­sen­schaft­lern, Stu­den­ten einen Ort zu geben, an dem sie in Ruhe an einem Objekt oder Pro­jekt oder ein­fach an ihren Gedan­ken arbei­ten kön­nen. Bevor­zugt ermög­licht der Ver­ein, der den Weg und die Hüt­te betreibt, natür­lich Pro­jek­te, die einen Bezug zu den Ein­woh­nern und zur Gegend haben.

Von oben, vom Weg her ist eher nur das Dach und die holz­ver­klei­de­te Sei­ten­wand bzw. die Tro­cken­mau­ern zu sehen, und wir hat­ten das Glück, dass gera­de nie­mand dort war, um das Refu­gi­um näher in Augen­schein zu neh­men. Es ist ein­fach ein­ge­rich­tet, hat aber alles, was man zum über­le­ben braucht, und das ganz ohne den typi­schen Touch einer all­zu volks­tüm­li­chen Hüt­te: Ein stren­ger Kubus aus Tro­cken­mau­ern mit einem Vor­bau aus Glas und vor­ge­bau­ten, ver­ti­ka­len Holz­stre­ben, die zumin­dest seit­lich einen Sicht­schutz dar­stel­len. Zum Tal hin gibt es eine gro­ße Glas­front, sodass der Über­gang von Hüt­te in die Natur eher flie­ßend ist. Vor der Tür eine Holz­ter­ras­se mit bereits leicht ver­wit­ter­ten Ses­seln und Tischen aus Holz. Hier könn­te ich es auch ein Weil­chen aushalten!

Es war scha­de, das wir nicht die Zeit hat­ten, den gan­zen Weg zu gehen (oder zu spät auf­ge­bro­chen waren ;-)). Aber so haben wir einen Grund, noch ein­mal herzukommen.

Arde­che 2009 – Tag 5: Bois de Pai­o­li­ve 2

Im Zauberwald des Bois de PaioliveWir waren ja schon vor eini­gen Tagen im Bois de Pai­o­li­ve und haben heu­te dort eine zwei­te klei­ne Wan­de­rung gemacht, um noch eini­ge der mär­chen­haf­ten Kalk­ste­in­for­ma­tio­nen zu sehen. Wir sind also wie­der die D901 raus­ge­fah­ren bis dort, wo die D252 nach links abzweigt.

Die Wan­de­rung star­tet rechts der D252 direkt am Park­platz. Schon nach 50 Metern kommt man direkt in die Fels­land­schaft, in der man sich voll auf die Web­wei­ser ver­las­sen muss und ab und an das neh­men muss, was einem als Weg erscheint. Und bald ent­deckt man die hal­be Tier­welt aus Stein, und all das vom Stein­metz namens “Natur”.

Erst ent­de­cken wir eine Schild­krö­te, dann einen Affen, und sogar einen Ele­fan­ten gibts. Dazwi­schen einen klei­nen Lehr­pfad über Fle­der­mäu­se, die hier in den Höh­len, die das Was­ser über Tau­sen­de von Jah­ren aus­ge­wa­schen hat, gute Lebens­be­din­gun­gen fin­den. Und tat­säch­lich, an einer Stel­le sind sie sogar zu sehen, wie sie schla­fen. Aber nein, wir fal­len auf Attrap­pen rein.

Kalkstein-"Elefant"Fledermäuse (nein, Attrappen!) in FelsnischenEs macht rich­tig Spaß, zwi­schen den Fel­sen her­um­zu­klet­tern, dabei ist der Weg leicht zu lau­fen. Beson­ders fes­tes Schuh­werk wie Wan­der­schu­he sind dabei nicht unbe­dingt not­wen­dig. Grif­fi­ge Halb­schu­he oder Sport­schu­he rei­chen durchaus.

Ins­ge­samt ist man wohl gut eine Stun­de unter­wegs, natür­lich je nach­dem, wie lang man sich an den ver­schie­de­nen Stel­len aufhält.

Arde­che 2009 – Tag 3: Aven d’Orgnac

Ab in den Unter­grund: Eine der beein­dru­ckends­ten Tropf­stein­höh­len Frank­reichs ist sicher der Aven d’Org­nac, der sich ganz in der Nähe der Ardè­che (des Flus­ses) befin­det. Noch vor unse­rer Füh­rung erklärt uns der aus Bel­gi­en oder Hol­land stam­men­de Tou­ris­ten­füh­rer (der mich irgend­wie an Vader Abra­ham erin­nert), dass nur drei der über 20 (?) Hal­len für das gro­ße Publi­kum geöff­net sind. Eini­ge wei­te­re sind für Spe­zi­al­füh­run­gen in klei­nen Grup­pen zu sehen, der gro­ße Rest dage­gen nur für Wissenschaftler.

Treppe hinab in den Aven d'OrgnacDurch einen künst­li­chen Tun­nel geht es zuerst mal kräf­tig berg­ab in die Tie­fe, und gleich wird es deut­lich küh­ler: Etwa 11 Grad beträgt die Tem­pe­ra­tur hier.

Nach weni­gen Minu­ten lan­den wir in der ers­ten Hal­le, und schon sie ist beein­dru­ckend groß. Rechts des Gan­ges fällt ein biss­chen Tages­licht hin­ein durch einen schma­len Spalt, durch den der Ent­de­cker Robert de Joly 1935 die Höh­le ent­deckt hat. Der Gäs­te­füh­rer macht auf eine Figur  im roten Over­all auf­merk­sam, die anstel­le Robert de Joly weit oben in 30 Metern Höhe unter dem Spalt an einem Klet­ter­seil hängt. Nur durch die Figur wer­den die Dimen­sio­nen fass­bar. Mit 125 x 90 Metern ist die Hal­le etwas grö­ßer als ein Fußballfeld.

An Tropf­stein-For­men hat der Aven d’Org­nac viel zu bie­ten, die denn auch sehr spre­chen­de Namen haben. Das fängt bei “Tel­ler­sta­peln” an, reicht über “Orgeln” bis hin zu gan­zen “Vor­hän­gen”.
"Tellerstapel" im Aven d'Orgnac
Die "Orgel" im Aven d'Orgnac"Vorhänge" im Aven d'Orgnac
Sehr schön in Sze­ne gesetzt wird durch die Beleuch­tung auch der “ste­te Trop­fen”, der hier den Stein nicht höhlt, son­dern auf­baut. (Tut mir leid, dass das Bild ver­wa­ckelt ist. Hat­te lei­der kein Stativ.)

Tja, und an die­ser Stel­le endet auch der Rund­gang durch den Aven d’Orgnac.

Da der Ein­tritts­preis von zur­zeit 10 Euro auch den Besuch des prä­his­to­ri­schen Muse­ums beinhal­tet, haben wir uns die klei­ne, nett gemach­te Aus­stel­lung vor Beginn der Füh­rung eben­falls ange­schaut. Nicht beson­ders auf­re­gend für Leu­te, die bereits in grö­ße­ren Muse­en etwas zu frü­he­ren Epo­chen der Erd­ge­schich­te gese­hen haben, aber beson­ders zur Ent­ste­hung der diver­sen Höh­len rund um die Ardè­che ist das Muse­um ganz interessant.

Arde­che 2009 – Tag 2: Über Les Alauz­as nach Naves

In welch einer typi­schen Ardè­che-Land­schaft das Land­gut liegt, kann man nicht bes­ser erfah­ren, indem man direkt vom Haus aus los­wan­dert, zum Bei­spiel nach Naves. Und das haben wir heu­te getan: eine klei­ne Stra­ße führt durch aus­ge­dehn­te Kas­ta­ni­en­wäl­der, in Ter­ras­sen ange­legt,  hin­auf zum ver­las­se­nen Dorf “Les Alauz­as”, das offen­bar eben­falls sehr stark vom Kas­ta­ni­en­an­bau gelebt haben muss. Es ste­hen noch alte Häu­ser, die aber ver­las­sen scheinen.

Die Stra­ße endet, und wir bie­gen auf einen mar­kier­ten Weg ab, der uns erst rich­tig in die Ter­ras­sen führt, ent­lang den tra­di­tio­nel­len Tro­cken­mau­ern, die hier (ähn­lich wie in den Cin­que Terre) durch die Land­flucht gefähr­det sind und ein­stür­zen, wenn sie nicht gepflegt wer­den. Neu­bür­ger ler­nen es, wenn über­haupt, von den Alt­ein­ge­ses­se­nen, wie man die Mau­ern baut und unterhält.

Durch den Kas­ta­ni­en­wald führt der Weg über den Berg­rü­cken, der zur Ser­re de Bar­re gehört, in ein Sei­ten­tal, wo sich all­mäh­lich der Blick über das schmu­cke Dörf­chen Naves hin­weg Rich­tung Les Vans öffnet.

Schon die Dächer von Naves ver­spre­chen ein hüb­sches Dörf­chen, und sie ver­spre­chen nicht zu viel. Unge­wöhn­li­cher­wei­se ist Naves nicht so voll­ge­stopft mit Sou­ve­nir­läd­chen, wie man es in ande­ren tou­ris­ti­schen Gegen­den Frank­reichs erwar­ten wür­de, und bei unse­rem Besuch war gar das ein­zi­ge Restau­rant geschlos­sen. Ein paar Tou­ris­ten wie wir schlen­dern durch die Gas­sen, in denen man durch­aus auch noch ver­fal­le­ne Häu­ser ent­deckt, in denen die Natur in Form von Bäu­men und Sträu­chern all­mäh­lich die Ober­hand gewinnt. Den­noch: Naves hat sehr viel Charme. Hier eine Gale­rie mit Ein­drü­cken aus Les Alauz­as und Naves:

Nach­dem wir uns satt­ge­se­hen haben, set­zen wir unse­ren Weg ein Stück­chen auf der Fahr­stra­ße nach Les Vans fort, um dann hin­ter dem Fried­hof links auf den Strom­mast zu, um den Berg­rü­cken erneut in Rich­tung auf “unser” Land­gut zu, strei­fen auf der ande­ren Sei­te ein paar Wein­ber­ge und lau­fen ober­halb der D901 ent­lang. Am Ende kom­men wir, ver­mut­lich, weil wir einen Abzweig im Kas­ta­ni­en­wald ver­pas­sen, erst ein Stück hin­ter dem Land­gut auf der D901 wie­der raus.

 

Arde­che 2009 – Tag 1: Bois de Paiolive

Bois de Paiolive, nahe den Trois SeigneursDer ers­te Tag führ­te uns auf eine klei­ne Wan­de­rung durch den Bois de Pai­o­li­ve, ein Wald­stück ober­halb der Chas­se­zac-Schlucht (Arde­che), die sich eini­ge Kilo­me­ter fluss­ab­wärts von Les Vans befin­det, wäh­rend wir fluss­auf­wärts woh­nen. Nörd­lich der D202, die durch ihn hin­durch­führt, gibt es drei inter­es­san­te Wege, von denen wir einen gegan­gen sind: Er führt durch den Wald an traum­haf­ten Kalk­stein­ge­bil­den vor­bei, die mit Fan­ta­sie auch an Fabel­we­sen oder Tie­re erin­nern. Doch davon sind auf einem ande­ren Weg süd­lich der D252 mehr zu sehen als hier. die Ermitage Saint-EugèneLich­tet sich der Wald, kommt man zur traum­haft über dem Tal gele­ge­nen Ermi­ta­ge (Ein­sie­de­lei) St. Euge­ne, die immer noch von Mön­chen bewohnt wird und die man bis vor eini­gen Jah­ren auch noch besu­chen durf­te. Mitt­ler­wei­le sind die gro­ßen schmie­de­ei­ser­nen Tore für die Öffent­lich­keit geschlossen.

Weni­ge Meter wei­ter bie­ten sich dem Wan­de­rer (der übri­gens hier gut bera­ten ist, rich­ti­ge Wan­der­schu­he zu tra­gen) wun­der­schö­ne Bli­cke auf den Beginn der Schlucht und das davor lie­gen­de eher fla­che­re Talstück.

Blick ins Chassezac-TalDer wei­te­re Weg führt dann berg­auf, berg­ab, nicht weit von der Schlucht ent­fernt, zweigt dann nach links Rich­tung Cor­ni­che ab oder alter­na­tiv nach rechts Rich­tung Park­platz zurück. Auf die­sem Stück ist der Wald deut­lich dich­ter. Wer vom Lau­fen her fit ist, soll­te bei tro­cke­nen Wegen sicher auch den Cor­ni­che-Weg lau­fen, um den Blick auf die Schlucht zu genie­ßen. Es lohnt sich sicher.

Arde­che 2009 – Ankunft in Les Vans

Nach einer Über­nach­tung in Bourg-en-Bres­se, von dem wir nichts gese­hen haben, sind wir heu­te in unse­rem Urlaubs­ort Les Vans in der Arde­che ange­kom­men und haben unse­re Feri­en­woh­nung bezo­gen in einem hüb­schen ehe­ma­li­gen Land­gut namens “Lou Pelou”, eini­ge Kilo­me­ter außer­halb des Ortes in Rich­tung Ville­fort. Betrie­ben wird es von einem deut­schen Ehe­paar, Bea und Horst Knöpf­le, die Deutsch­land den Rücken gekehrt und sich hier vor mehr als 20 Jah­ren nie­der­ge­las­sen haben. Sie haben das Land­gut auf Vor­der­mann gebracht und ver­mie­ten hier 3 Appar­te­ments und Ein­zel­zim­mer an Tou­ris­ten. Horst Knöpf­le ist dar­über hin­aus als Hand­wer­ker in der Regi­on aktiv.

Gemie­tet haben wir eine 1‑Zim­mer-Woh­nung mit Blick auf das Tal des Chas­se­zac, einem Neben­fluss der Ardè­che. Gekom­men sind wir auf Emp­feh­lung, und im Nach­hin­ein sind wir froh, dass wir kein Quar­tier direkt am Fluss Ardè­che hat­ten. Im Ver­gleich zum Mas­sen­tou­ris­mus dort ist es hier viel ruhi­ger, nicht so voll wie an der Ardè­che selbst. Und Kanu fah­ren kann man hier genauso.

Im Land­gut, des­sen ältes­te Tei­le aus dem 17. Jahr­hun­dert stam­men, gibt es 3 Feri­en­woh­nun­gen: eine für zwei, die ande­ren für bis zu vier Per­so­nen. Die eine klei­ne und eine der grö­ße­ren lie­gen mit Blick auf eine schö­ne Son­nen­ter­ras­se und auf das Chas­se­zac-Tal, die drit­te hat ihre Ter­ras­se in einem hüb­schen Innen­hof. Den Blick aufs Tal gibts dafür nur von den Zim­mern aus. Dar­über hin­aus gibt es noch ein Ein­zel- und ein Dop­pel­zim­mer, die man mit oder ohne Früh­stück mie­ten kann.

Unse­re Woh­nung (mit Blick auf die Son­nen­ter­ras­se und das Tal) hat eine sehr schö­ne, süd­fran­zö­si­sche Atmo­sphä­re, alte und neue Möbel erge­ben eine ange­neh­me Mischung aus Tra­di­ti­on und Zweck­mä­ßig­keit. Direkt vor der Woh­nung gibt es im Schat­ten unter dem Laub der Per­go­la einen Bal­kon bzw. Ter­ras­se mit eige­nem Gar­ten­tisch zum Früh­stü­cken und Essen. Wenn man mag, kann man genau­so gut eini­ge Stu­fen hin­un­ter auf die Son­nen­ter­ras­se gehen und dort den Pan­ora­ma­blick genießen.

 

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