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Kategorie: Software

Duden Kor­rek­tor 5.0: End­lich kor­rekt schreiben!

Duden Korrektor PLUS 5.0

Duden Kor­rek­tor PLUS 5.0

End­lich gibt es mit dem Duden Kor­rek­tor eine rich­tig gute Recht­schreib­prü­fung. „Recht­schrei­bung? Es schreibt doch sowie­so jeder, wie er will“, bekommt man oft genug zu hören. Doch in den letz­ten Jah­ren sind vie­le Men­schen sprach­be­wuss­ter gewor­den, wie die Ver­kaufs- und Besu­cher­zah­len von Büchern und Ver­an­stal­tun­gen des Spie­gel-Kolum­nis­ten Bas­ti­an Sick („Der Dativ ist dem Geni­tiv sein Tod“) zei­gen. Nach­dem das Hick­hack um die Reform der deut­schen Recht­schrei­bung vor­bei ist, weiß man, wor­an man sich hal­ten kann.

Die Wör­ter­buch­ver­la­ge haben ihre Nach­schla­ge­wer­ke nach der Reform aus­ge­rich­tet, aber was macht man am PC? Ein rei­nes Wör­ter­buch greift da eigent­lich zu kurz. Oft genug weiß man ja auch gar nicht, dass man etwas falsch schreibt. Word als Text­ver­ar­bei­tung hat zwar eine ein­ge­bau­te Recht­schreib­prü­fung. Doch die lässt sehr zu wün­schen übrig: Es gibt zu vie­le Fehl­alar­me, und vie­le tat­säch­li­che Feh­ler wer­den nicht erkannt. In der Alter­na­ti­ve Open­Of­fice sieht es eher noch schlech­ter aus, hier gibt es nicht ein­mal eine Grammatikprüfung.

Sei­ne Feh­ler­ge­nau­ig­keit macht ihn so wertvoll

Die Lösung heißt „Duden Kor­rek­tor“, und das nicht, weil ich für Duden arbei­te, son­dern weil ich ihn wirk­lich tag­täg­lich nut­ze, und zwar mit Erfolg. Jeder län­ge­re Text, den ich in Word schrei­be (auch die­ser hier), wird zumin­dest auf Recht­schrei­bung geprüft, und meist auch auf Gram­ma­tik. Dabei läuft die Recht­schreib­prü­fung spä­tes­tens seit der Ver­si­on 3.5 bei mir so schnell, sta­bil und pro­blem­los, dass ich sie nicht mehr mis­sen möchte.

Was den Kor­rek­tur­hel­fer so wert­voll macht, ist sei­ne Feh­ler­ge­nau­ig­keit: Schon in der Stan­dard­ein­stel­lung (mit ein­ge­schal­te­ter Hintergrundprüfung=Rechtschreibprüfung) erkennt der Kor­rek­tor extrem vie­le Feh­ler: nicht nur Tipp­feh­ler, son­dern auch feh­ler­haf­te Abkür­zun­gen (wie MWSt statt MwSt.), dop­pel­te Leer­zei­chen und vie­les mehr. Klickt man nach dem Erstel­len des Tex­tes zusätz­lich auf „Kor­rek­tur star­ten“, wird über ein Dia­log­feld auch zusätz­lich die Gram­ma­tik und der Stil über­prüft. Dabei erkennt der Kor­rek­tor auch feh­ler­haf­te Beu­gun­gen von Wör­tern, oder wenn das Geschlecht von Arti­kel und Sub­stan­tiv (z. B. „eine klei­nes Haus“) nicht übereinstimmt.

Kom­ple­xe com­pu­ter­lin­gu­is­ti­sche Ver­fah­ren im Hintergrund
Natür­lich hat eine sol­che Soft­ware Gren­zen, die dar­in lie­gen, dass ein Com­pu­ter nur nach Regeln arbei­ten kann. Die Soft­ware ver­sucht, die gram­ma­ti­sche Struk­tur von Sät­zen zu erken­nen und so die Funk­ti­on eines Wor­tes zu erken­nen. Nicht immer ist es mög­lich, die Funk­ti­on eines Wor­tes ein­deu­tig zu erken­nen, da Spra­che für eine Maschi­ne oft zu mehr­deu­tig ist. Für eine ein­fa­che Recht­schreib­prü­fung ist es bei­spiels­wei­se nicht mög­lich zu erken­nen, wel­che Funk­ti­on „weiß“ in „Wir weiß es nicht.“ hat. Ist es die Far­be „weiß“ oder eine Form von „wis­sen“?

Die Soft­ware dage­gen erkennt, dass es sich hier um ein Verb han­delt, und sieht in der Kom­bi­na­ti­on mit „wir“, dass hier „weiß“ nicht zu „wir“ passt, also die fal­sche Form des Verbs oder das fal­sche Pro­no­men gewählt wur­de. Er erkennt natür­lich nicht, wor­in sich der Ver­fas­ser geirrt hat, also ob er schrei­ben woll­te „wir wis­sen es nicht“ oder „ich/er/sie/es weiß es nicht“. Intel­li­gent ist aber bereits die rei­ne Rechtschreibprüfung.

Die ers­ten Pro­gram­me (und die ein­fa­chen funk­tio­nie­ren immer noch so) haben ein­fach die geschrie­be­nen Wör­ter mit einem inter­nen Wör­ter­buch ver­gli­chen und einen Feh­ler moniert, wenn das Wort oder eine Wort­form nicht in der Lis­te war. Das bedeu­tet aber, dass alle For­men z. B. von „wis­sen“ wie „weiß“, „weißt“, „wis­se“ im Wör­ter­buch ent­hal­ten sein müs­sen, eben­so die ver­schie­de­nen Groß- und Klein­schrei­bun­gen für das Verb „wis­sen“ und das Sub­stan­tiv „Wis­sen“.

Hier erkennt man auch, dass eine ein­fa­che Recht­schreib­prü­fung bereits mit der Erken­nung der rich­ti­gen Groß- und Klein­schrei­bung über­for­dert ist, da sowohl „Wis­sen“ und „wis­sen“ kor­rek­te Wör­ter sind, aber unter­schied­lich ver­wen­det wer­den. Nimmt man noch zusam­men­ge­setz­te Wör­ter hin­zu, wie „Geburts­tag“ oder gar „Geburts­tags­tor­te“ oder die Unge­tü­me wie „Donau­dampf­schiff­fahrts- …“, wird klar, dass das Wör­ter­buch so groß wäre, dass das Durch­su­chen selbst bei leis­tungs­fä­hi­gen Com­pu­tern sehr lan­ge dauert.

Auch aus die­ser Über­le­gung her­aus ist man dazu über­ge­gan­gen, Wör­ter­bü­cher mit ein­ge­bau­ten Regeln zu kom­bi­nie­ren. Die Soft­ware erkennt bei­spiels­wei­se bei „weiß“, dass dies eine der gül­ti­gen For­men von „wis­sen“ ist, oder dass „Stamm­baum“ aus den bei­den kor­rek­ten Wör­tern „Stamm“ und „Baum“ zusam­men­ge­setzt ist und zudem die Zusam­men­set­zung rich­tig gebil­det ist, denn es heißt ja nicht „Stamms­baum“ oder „Hund­ku­chen“, son­dern „Stamm­baum“ und „Hun­de­ku­chen“.

Bis­her ging es aber noch um rei­ne Mor­pho­lo­gie- (Wort­stamm-) und Beu­gungs­re­geln. Schwie­ri­ger wird es schon bei gan­zen Sät­zen: Eine Satz­kon­struk­ti­on zu erken­nen, ist schon sehr kom­pli­ziert, und hier bringt eine gute Gram­ma­tik­prü­fung com­pu­ter­lin­gu­is­ti­sche Höchst­leis­tun­gen. Schon allein die Wort­stel­lung ist im Deut­schen sehr varia­bel, da sie je nach Beto­nung: „Ich will nur reden mit dir“ ist eben­so kor­rekt wie „Ich will nur mit dir reden“ oder „Reden will ich nur mit dir“. Bei mehr­glied­ri­gen Sät­zen wie Rela­tiv­sät­zen wird es weit­aus kom­pli­zier­ter. Der „Duden Kor­rek­tor“ aber erkennt in der Regel, ob ein „das“ hin­ter einem Kom­ma mit „ss“ oder ein­fa­chem „s“ geschrie­ben wer­den muss.

Viel­fäl­ti­ge Einsatzmöglichkeiten
Den „Duden Kor­rek­tor“ gibt es in einer gan­zen Rei­he von Ver­sio­nen: für Micro­soft Office, für Open­Of­fice und Star­Of­fice und für Satz­pro­gram­me wie Ado­be InDe­sign und Frame­Ma­ker, und seit eini­gen Tagen gar für Black­Ber­ry-Han­dys. Der Preis ist mit 19,95 Euro für MS Office und OpenOffice/StarOffice sehr mode­rat. Für MS Office gibts dar­über hin­aus auch eine PLUS-Ver­si­on mit zusätz­li­chen Funk­tio­nen wie der Sta­pel­ver­ar­bei­tung von Doku­men­ten und der Feh­ler­sta­tis­tik, die dabei hel­fen soll, sei­ne eige­nen Schwä­chen in Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik zu erken­nen, und nicht zuletzt vier digi­ta­len Wör­ter­bü­chern (die Stan­dard­ver­si­on hat nur eines), damit man sich vor dem und beim Schrei­ben schlau­er machen kann.

Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen für Micro­soft Office (Stan­dard und PLUS)

  • Micro­soft Win­dows 2000 (ab SP2)/ XP/Vista (32-Bit-Ver­si­on)
  • Micro­soft Office 2000/XP/2003/2007 oder Works 9.0
  • min­des­tens 550 MB frei­er Fest­plat­ten­spei­cher­platz (Stan­dard)
  • min­des­tens 750 MB frei­er Fest­plat­ten­spei­cher­platz (PLUS / PLUS-Update)
  • CD- oder DVD-ROM-Laufwerk

Work­shop: mit Auda­ci­ty Cas­set­ten digitalisieren

Aufnahme in Audacity

Auf­nah­me im Audacity-Fenster

Seit Jah­ren schon lie­gen mei­ne Musik-Cas­set­ten in der Ecke her­um, platz­spa­rend in einen Kar­ton gepackt. Nach einem kürz­li­chen (übri­gens fan­tas­ti­schen!) Bal­lett­be­such von Del­ta Blues im Mann­hei­mer Natio­nal­thea­ter hat­te ich mei­ne gan­zen Schät­ze an Blues-Musik auf den Cas­set­ten wie­der­ent­deckt und Lust, sie wie­der öfter zu hören. Was lag da näher, als sie zu digi­ta­li­sie­ren? Das ist zwar viel Arbeit, aber es lohnt sich oft, wenn man sie ab und zu auf CD oder auf dem MP3-Play­er hören möch­te und einem die auf­ge­nom­me­nen Titel (oder gar gan­ze Alben) als Down­load zu teu­er sind. Grund­sätz­lich gilt das natür­lich auch für Schall­plat­ten, aber da unser Plat­ten­spie­ler noch an die Anla­ge ange­schlos­sen ist, ist das weni­ger ein Problem.

Frü­her habe ich für sol­che Arbei­ten gele­gent­lich eine Test­ver­si­on von „Cool Edit“ benutzt, aller­dings wur­de „Cool Edit“ von Ado­be über­nom­men und damit für den Hob­by­an­wen­der noch teu­rer. Seit eini­ger Zeit benut­ze ich jetzt die kos­ten­lo­se Open-Source-Soft­ware „Auda­ci­ty“ (www.audacity.de). Sie ermög­licht die mehr­spu­ri­ge Bear­bei­tung von Audio­ma­te­ri­al und hat zahl­rei­che Funk­tio­nen für die Nach­be­ar­bei­tung. Aktu­ell ist die Ver­si­on 1.2.6 für Win­dows (gibt’s natür­lich auch für Linux und Mac), und eine Beta-Ver­si­on der Ver­si­on 1.3.5 kann man auch schon her­un­ter­la­den. Sie hat eini­ges mehr an Funk­tio­nen, so auch bei der wich­ti­gen Rauschunterdrückung.

Zunächst muss man ja einen geeig­ne­ten Aus­gang am Cas­set­ten­re­cor­der (bei mir ein Ghet­to­blas­ter von Phil­ips, der Esther gehört) und Ein­gang am Com­pu­ter fin­den. Hier bie­tet sich bei mei­nem Cas­set­ten­re­cor­der nur ein Kopf­hö­rer­aus­gang an, da er nur einen Line-Ein­gang, aber kei­nen Aus­gang besitzt. Auf Com­pu­ter­sei­te ist es oft der Line-Ein­gang, bei man­chem Note­book ist dage­gen manch­mal nur ein Mikro­fon­ein­gang vor­han­den, den man auch neh­men kann.

Als Nächs­tes soll­te man alle Sys­tem­klän­ge der lau­fen­den Pro­gram­me aus­schal­ten, da sie sonst in die Auf­nah­me mit hin­ein­kom­men, wenn ein­mal bei­spiels­wei­se eine Mail ein­geht. Und wer wäh­rend der Auf­nah­me nicht am Rech­ner ist, deak­ti­viert bes­ser auch noch Ener­gie­op­tio­nen in der Sys­tem­steue­rung, die dafür sor­gen, dass der Rech­ner, wenn man nicht dar­an arbei­tet, in den Stand-by gehen.

Aufnahmedetail in Audacity
Und dann kann es eigent­lich auch schon los­ge­hen mit dem Aus­steu­ern. Nach dem Start von „Auda­ci­ty” und der Wie­der­ga­be von der Cas­set­te schaut man sich an, wie weit der Pegel aus­schlägt. Es soll­te mög­lichst nah am rech­ten Ende, also bei 0 dB sein, aber auch nicht stän­dig dort ansto­ßen. Auf der dar­ge­stell­ten Ton­spur sieht man eine Über­steue­rung auch dar­an, dass die Kur­ven vom dar­ge­stell­ten Bereich in der Höhe abge­schnit­ten wer­den. Am bes­ten ver­gleicht man den Pegel an ver­schie­de­nen Stel­len der ers­ten Stü­cke, um zu ver­hin­dern, dass spä­te­re Stü­cke, die etwas lau­ter sind, doch noch über­steu­ert sind. Bei Mix­tapes ist es siche­rer, in alle Stü­cke mal rein­zu­hö­ren und auf die Aus­steue­rung zu achten.

Wenn der Auf­nah­me­pe­gel klar ist, legt man los mit dem Auf­neh­men. Am bes­ten lässt man eine gan­ze Cas­set­ten­sei­te durch­lau­fen. Wer kei­nen Wert dar­auf legt, mit­zu­hö­ren, stellt sich am bes­ten einen Küchen­we­cker, um recht­zei­tig am Rech­ner zurück zu sein, wenn die Cas­set­te am Ende ist. Sonst muss man nach­her unnö­tig viel wegschneiden.

Bevor die Cas­set­ten­sei­te auf­ge­teilt wer­den kann, ist Kos­me­tik ange­sagt, es sei denn, alles Rau­schen und Knack­sen (von einer auf Cas­set­te auf­ge­nom­me­nen Schall­plat­te) soll erhal­ten bleiben.

Rauschentfernung in Audacity

Rau­schent­fer­nung in Audacity

Zur Rau­schent­fer­nung bie­tet beson­ders die Ver­si­on 1.3.5 drei Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten. Einem Arti­kel aus der Zeit­schrift „Easy­L­inux“ (Aus­ga­be 2/2008) habe ich den Tipp ent­nom­men, dass sich eine Absen­kung von 5–7 Dezi­bel, eine Fre­quenz­glät­tung von 100–150 Hz und eine Ansprech-/Ab­kling­zeit von 0,05–0,15 Sekun­den anbie­tet. „Ein ver­lust­frei­er Ein­satz die­ses Fil­ters ist aller­dings auch mit die­sen Ein­stel­lun­gen nicht mög­lich“, schreibt die Easy­L­inux. Ich bin mit dem Resul­tat aber ganz zufrieden.

Knack­ser von Schall­plat­ten bekommt man mit dem Klick-Fil­ter (oder Klick- und Pop-Fil­ter in Ver­si­on 1.2.6) ganz gut weg.

Audacity Klickfilter

Auda­ci­ty Klickfilter

Wer sei­ne alten Mix­tapes digi­ta­li­siert, soll­te an die­ser Stel­le auch den Laut­stär­ke­pe­gel der Stü­cke anpas­sen. Dafür bie­tet Auda­ci­ty unter „Effekt“ den Normalisierungsfilter.

Ist nun die Cas­set­te auf­ge­nom­men und berei­nigt, geht’s ans Auf­tei­len in ein­zel­ne Stü­cke. Denn bis­her ist die Cas­set­ten­sei­te als unun­ter­bro­che­ner Audio­tra­ck gespei­chert. Um die Titel von­ein­an­der zu tren­nen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Im „Bearbeiten“-Menü gibt es zum einen die Mög­lich­keit „Bei Stil­le tren­nen“. Dann wird die Ton­spur an allen Pau­sen geteilt. Da das bei­spiels­wei­se bei Live-CDs wegen des Bei­falls nicht immer geht oder nicht die rich­ti­ge Stel­le trifft, kann man im Menü­punkt „Pro­jekt“ (in Ver­si­on 1.3.5. in „Spu­ren“) Text­mar­ken an den Trenn­stel­len zu set­zen. Dabei wird eine Text­spur ein­ge­fügt, die die­se Text­mar­ken enthält.

Audacity Textmarke setzen
Dabei emp­fiehlt es sich, immer wie­der die Track­dar­stel­lung zu ver­klei­nern, um ein Titelen­de zu fin­den (meist dort, wo der Aus­schlag ganz gering ist), und dann bei lau­fen­der Wie­der­ga­be die Dar­stel­lung zu ver­grö­ßern, um genau die rich­ti­ge Stel­le zu fin­den, an der man die Text­mar­ke setzt. Oft ist es hier auch sinn­voll, die Pau­sen zu ent­fer­nen, die z. B. vom Lauf der LP oder des CD-Play­ers stammt. Sie besteht im bes­ten Fall ohne­hin nur aus Rau­schen, und beim Bren­nen las­sen sich nach Bedarf wie­der neue Pau­sen setzen.

Im schlech­te­ren Fall hört man selbst in den Pau­sen noch einen Teil des fol­gen­den Stücks. War­um? Ich weiß es nicht, aber Ton- und Tech­nik­ex­per­ten wis­sen dar­auf sicher eine Ant­wort. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass die Magne­ti­sie­rung des Ban­des auch dane­ben­lie­gen­de Berei­che mit­be­ein­flusst, und nur bei Stil­le macht sich das dann bemerkbar.

Sind alle Text­mar­ken gesetzt, kann es mit dem Export wei­ter­ge­hen. Im Menü „Datei“ gibt’s die Opti­on „Meh­re­re Datei­en expor­tie­ren“. Dort hat man die Mög­lich­keit, das Export­for­mat, den Ord­ner, in dem die Export­da­tei­en abge­legt wer­den sowie den ers­ten Datei­na­men zu wählen.

Export aus Audacity

Export aus Audacity

Dabei soll­te bei Bedarf die Opti­on akti­viert wer­den, dass auch Daten vor der ers­ten Text­mar­ke expor­tiert wer­den, sonst fehlt das ers­te Musikstück.

Nach rund einer Minu­te sind alle Tracks gespei­chert, und man kann Auda­ci­ty schlie­ßen. Was zu tun bleibt, ist, die Datei­en mit den Titel­be­zeich­nun­gen zu ver­se­hen, um sie wiederzuerkennen.

Wer die Titel gleich als MP3-Datei­en expor­tiert hat, soll­te dar­über hin­aus auch die ID-Tags bear­bei­ten, dann kann auch der MP3-Play­er sie opti­mal nut­zen. Die Auda­ci­ty-Ver­si­on 1.3.5 hat zwar eine Opti­on im Menü „Datei“, die Meta­in­for­ma­tio­nen zu bear­bei­ten, aber bei mir hat sie noch nicht rich­tig funk­tio­niert, zumin­dest beim unge­schnit­te­nen Track.

Links zum Thema: 

Down­load Auda­ci­ty: audacity.de

Deutsch­spra­chi­ges Forum: audacity-forum.de

Stein­berg: www.steinberg.de

Online nach­schla­gen – aber wo?

Brockhaus Enzyklopädie
Bis ins letz­te Jahr­zehnt hieß Nach­schla­gen in der Regel: zum Regal gehen, das Lexi­kon raus­ho­len und blät­tern. Neh­men wir mal an, wir hät­ten was über die Rela­ti­vi­täts­theo­rie gesucht. Wer nur ein klei­nes Lexi­kon sein eigen nann­te, schlug die Sei­ten mit R auf und fand das Wort samt Erklä­rung, die stol­ze­ren Besit­zer etwa einer Brock­haus-Enzy­klo­pä­die oder der­glei­chen such­ten sich dann Band POT-RENS aus und fan­den den Arti­kel. Das war aber nicht alles. Zum Einen stan­den im Arti­kel auch Ver­wei­se auf ande­re Arti­kel, zum Ande­ren konn­te es ja sein, dass in ande­ren Arti­keln auch etwas über die Ein­stein­sche Theo­rie stand, aber woher wissen?

Brockhaus Enzyklopädie digital

In den 90er Jah­ren kamen also die ers­ten Lexi­ka auf CD-ROM wie bei­spiels­wei­se der Brock­haus mul­ti­me­di­al oder die Micro­soft Encar­ta . Sie bie­ten mitt­ler­wei­le nicht nur eine gro­ße Fül­le an Arti­keln, die in der Regel min­des­tens dem Umfang eines mitt­le­ren Lexi­kons von ca. 10 dicken gebun­de­nen Bän­den ent­spre­chen und eine rie­si­ge Men­ge an Mul­ti­me­dia-Ani­ma­tio­nen, Vide­os, Hör­bei­spie­len etc.

Das, was im gedruck­ten Lexi­kon die Ver­wei­se sind, lässt sich digi­tal mit Links zum jeweils ande­ren Arti­kel rea­li­sie­ren, das heißt, mit einem Klick ist man beim ande­ren Arti­kel, und nicht nur das: Die Tref­fer­lis­te zeigt dank der Voll­text­su­che alle Fund­stel­len des gesuch­ten Worts, und wenn man mal das Wort falsch schreibt, wer­den auch Alter­na­tiv­be­grif­fe “Mein­ten Sie …” ange­zeigt. Die digi­ta­le Brock­haus-Enzy­klo­pä­die (die auf einem ein­zi­gen USB-Stick Platz fin­det) hat sogar neu­es­te Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie ein­ge­setzt, sodass sie selbst natür­lich­sprach­li­che Fra­gen ermög­licht, wie etwa “Wel­chen Zusam­men­hang gibt es zwi­schen Überernäh­rung und Herz­in­farkt?” oder “Wel­ches Tier hat zwei Höcker?”.

WikipediaSeit eini­gen Jah­ren hat nun das Onlin­e­le­xi­kon “Wiki­pe­dia ” Furo­re gemacht. Nach dem Wiki-Prin­zip (von Hawai­ia­nisch wikiwiki=schnell) hat eine enga­gier­te Gemein­de Frei­wil­li­ger Wis­sen zusam­men­ge­tra­gen: teil­wei­se eige­ne Kennt­nis­se, teil­wei­se kopiert aus alten,mittlerweile urhe­ber­rechts­frei­en Lexi­ka, teil­wei­se wer­den auch öffent­lich ver­füg­ba­re Daten­ban­ken maschi­nell ein­ge­le­sen und zu Arti­keln gemacht. So war anfangs bei­spiels­wei­se mein Hei­mat­ort Rosche in der Lüne­bur­ger Hei­de mit exakt dem sel­ben Wort­laut ent­hal­ten wie sei­ne Nach­bar­ge­mein­den, nur mit unter­schied­li­chen Fak­ten wie Ein­woh­ner­zahl, Sitz der Ver­wal­tung, Bür­ger­meis­ter etc. “Schnell” heißt das Prin­zip, weil Ände­run­gen extrem schnell Ein­gang ins Lexi­kon fin­den. Um simp­le Text­än­de­run­gen vor­zu­neh­men, benö­tigt man kei­ne Programmierkenntnisse.

Das Gan­ze ist für jeden Benut­zer frei ver­füg­bar und kos­ten­los, und jeder Mensch kann dar­an mit­ar­bei­ten, nicht nur Exper­ten ihres Faches. Das ist einer­seits eine Stär­ke, da belie­big vie­le Men­schen ihr Wis­sen bei­tra­gen kön­nen, ande­rer­seits auch eine der Schwä­chen von Wiki­pe­dia: Denn jeder kann mit ver­meint­li­chem Wis­sen oder Des­in­for­ma­ti­on die­ses Online-Nach­schla­ge­werk mani­pu­lie­ren. Davon haben Unter­neh­men, poli­ti­sche Par­tei­en und Ande­re schon des Öfte­ren Gebrauch gemacht und dafür gesorgt, dass unlieb­sa­me Infor­ma­tio­nen über sie nicht mehr im Arti­kel stehen.

Siche­rer ist man da nach wie vor bei den Inhal­ten klas­si­scher Lexi­kon­ver­la­ge. Sie haben eige­ne Redak­tio­nen, in denen Wis­sen­schaft­ler aller Dis­zi­pli­nen jeden Arti­kel unter die Lupe neh­men und recher­chie­ren, ob es mitt­ler­wei­le neue­re und vor allem gesi­cher­te Erkennt­nis­se zum The­ma gibt. Klar, dass da nicht jeder Inhalt Platz fin­det, da teil­wei­se der Platz, aber vor allem auch die Arbeits­kraft begrenzt ist und nicht jeder Mensch jedes Stück­chen Wis­sen benötigt.

Noch eine ande­re Schwä­che hat Wiki­pe­dia. Die Such­funk­ti­on ist der­je­ni­gen in den füh­ren­den Mul­ti­me­dia-Lexi­ka hoff­nungs­los unter­le­gen. Es gibt zwar eine rele­vant­be­wer­te­te Suche, d.h. die Such­tref­fer sind mit Pro­zent­an­ga­ben ver­se­hen, wie stark der Arti­kel zum Such­tref­fer passt, aber wer bei­spiels­wei­se “Dor­sh” statt “Dorsch” schreibt, bekommt bei­spiels­wei­se kaum Hil­fe­stel­lung, ob eine ähn­li­che Schreib­wei­se statt­des­sen ent­hal­ten ist.

In der Zwi­schen­zeit haben Ver­la­ge längst auf die Wiki­pe­dia reagiert: Ber­tels­mann hat vor Jah­ren schon das wer­be­fi­nan­zier­te Por­tal wissen.de ins Netz gestellt und koope­riert seit Neu­es­tem mit dem “Spie­gel”. Unter wissen.spiegel.de kann man jetzt nicht nur in Arti­keln aus dem “Spie­gel”, son­dern auch in wissen.de und in der Wiki­pe­dia nach­schla­gen. Dabei wer­den hier in der Such­ergeb­nis­lis­te ein­fach die Arti­kel­an­fän­ge wie­der­ge­ge­ben, falls vor­han­den mit Abbil­dung. Auch hier gibt es kei­ner­lei Such­hil­fe.  Und wie die Abbil­dung rechts zeigt, scheint zumin­dest für das Nach­rich­ten­ma­ga­zin im Zusam­men­hang mit Ein­stein die “Pro­blem­zo­ne Po” der rele­van­tes­te Arti­kel zu sein.

Seit 2006 hat auch Mey­ers Lexi­kon­ver­lag auf der Basis der Soft­ware Medi­a­Wi­ki, die auch Wiki­pe­dia benutzt, “Mey­ers gro­ßes  Taschen­le­xi­kon in 24 Bän­den” unter lexikon.meyers.de wer­be­fi­nan­ziert ins Netz gestellt, seit 2007 auch mit der Mög­lich­keit, an Arti­keln mit­zu­schrei­ben. Das pas­siert aller­dings im Unter­schied zu Wiki­pe­dia so, dass die bear­bei­te­ten Arti­kel von der Lexi­kon­re­dak­ti­on über­prüft, ggf. kor­ri­giert und erst dann wie­der ins Netz gestellt wer­den. Wer also gleich­zei­tig sicher sein will, dass das Lexi­kon nicht mani­pu­liert ist und trotz­dem kos­ten­los nach­schla­gen möch­te, soll­te sich dort umschau­en, Ein wei­te­rer Plus­punkt hier: Es gibt eine “Mein­ten Sie”-Funktion, die beim Auf­fin­den des rich­ti­gen Arti­kels hilft.

Und in den letz­ten vier Wochen war in vie­len Medi­en schon die Rede davon: Brock­haus stellt ab Mit­te April die kom­plet­te Brock­haus-Enzy­klo­pä­die kos­ten­los und wer­be­fi­nan­ziert ins Inter­net. Der Ver­lag zieht damit die Kon­se­quen­zen dar­aus, dass immer mehr Men­schen im Inter­net nach­schla­gen und weni­ger die schö­nen, aber dicken Lexi­kon-Bän­de kau­fen. Wahr­schein­lich wird es kei­ne neue Auf­la­ge der gro­ßen Brock­haus-Enzy­klo­pä­die mehr geben. Immer­hin lässt sich mit klei­ne­ren gedruck­ten Lexi­ka nach wie vor Geld verdienen.

In Spe­zi­al­be­rei­chen ist die Wiki-Tech­no­lo­gie durch­aus span­nend: Es gibt eine Rei­he von Wikis, in denen man Spe­zi­al­wis­sen nach­schla­gen und bei­tra­gen kann. Ich selbst habe zeit­wei­lig ger­ne mal ins Kaf­fee-Wiki geschaut, und auch in spe­zi­el­len Foren wie dem IP-Pho­ne-Forum gibt bzw. gab es Wikis, in denen Benut­zer Infor­ma­tio­nen z.B. über Inter­net­te­le­fo­ne und Tele­fon­an­la­gen wie die Fritz!Box fin­den. Wer also Infos benö­tigt, die weder über den Kun­den­ser­vice eines Unter­neh­men zu erfah­ren sind  noch im Lexi­kon ste­hen, kann hier viel erfahren.

Word Explo­rer – 20 Spra­chen auf einen Schlag

Word Explorer E-Wörterbuch Multilingual von Jourist

Word Explo­rer Mul­ti­lin­gu­al von Jourist

Haben Sie schon von Taga­log gehört? Oder wis­sen Sie, was Flug­zeug auf Pol­nisch heißt? Dann wer­fen Sie mal einen Blick auf die neue Soft­ware “Word Explo­rer 2.0 mul­ti­lin­gu­al” vom Jou­rist Ver­lag. Die­ses neue digi­ta­le Wör­ter­buch­pro­gramm ist gera­de erschie­nen und bie­tet sage und schrei­be 20 Spra­chen auf einer CD-ROM. Nach der Instal­la­ti­on gibt man ein­fach das gesuch­te Wort ein, der Cur­sor springt dabei auto­ma­tisch ins Ein­ga­be­feld. Nach dem Drü­cken der Return­tas­te wird das Wort gleich im ers­ten ange­zeig­ten Wör­ter­buch angezeigt.

Stan­dard­mä­ßig ist hier Deutsch-Dänisch ein­ge­stellt, aber die Rei­hen­fol­ge der Wör­ter­bü­cher lässt sich belie­big mit Kli­cken und Zie­hen ver­än­dern. Neben den meis­ten euro­päi­schen Spra­chen sind auch exo­ti­sche wie die Haupt­spra­che der Phil­ip­pi­nen, Taga­log, oder Malai­isch (Indo­ne­si­en) enthalten.

Die Soft­ware ist sowohl für Win­dows als auch für Mac OS X erhält­lich. Wer die CD kauft, bekommt eine Hybrid-CD, die auch auf dem Mac les­bar ist. Wer das Pro­gramm im Inter­net her­un­ter­lädt, erhält den Down­load jeweils pas­send zum gewähl­ten Betriebs­sys­tem. Unter Win­dows nis­tet sich das Pro­gramm in der Tas­kleis­te ein und ist so über eine Tas­ten­kom­bi­na­ti­on immer aufrufbar.

Sen­sa­tio­nell ist natür­lich der Preis: Für nur knapp 50 Euro den Wort­schatz für 20 Spra­chen zu bekom­men, ist schon unglaub­lich güns­tig. Wer weni­ger braucht, kann die meis­ten Spra­chen auch als Ein­zel­pro­gramm für dann 20 Euro kau­fen und auch mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. Erhält­lich im Fach­han­del oder beim Her­stel­ler unter jourist.com.

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