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Kategorie: Rohrbruch

Rohrbruch reloaded

Montagmorgen in der Küche beim Frühstück. Esther: Was ist denn das für ein Geräusch? Ich: Was meinst du? Esther: Na, das Zischen oder Rauschen. Ich (mehr, um mich und sie zu beruhigen als aus Überzeugung): Das wird der Regen sein, es gießt in Strömen. Esther: Nein, glaube ich nicht. Das Geräusch kommt aus Richtung Spüle. Zu sehen ist kein Wasser, ich lausche an der Wand, hinter der das Wasserrohr verläuft, das Zischen wird lauter, und die Tapete am Boden ist etwas nass. Sch…! Ich renne in den Keller, stelle den Haupthahn ab, da für die Wohnung ja keinen eigenen Absperrhahn für diesen Rohrzweig hat. Ich kümmere mich also darum, dass der Installateur kommt, und schon bald ist er da, wir rücken Spül- und Waschmaschine sowie Spüle ab, er klopft die Wand auf, und sieht es auch schon spritzen: Nicht viel, aber genug. Er versucht, das Leck mit einer Reparaturschelle zu beheben, aber das Loch ist so nah an einem T-Stück, dass es nicht hält. Er macht sich also nochmal auf den Weg, um das richtige Teil zu holen, mit dem er das Loch schließen kann. Gegen 11 verlässt er die Wohnung endgültig, und schon am Abend stellen wir fest, dass das Test-Küchenkrepp wieder feucht ist. Konsequenz: Der Installateur muss ein Stück Rohr raussägen und das Rohr mit T-Stück ersetzen.

Am Dienstag kann der Installateur nicht kommen, heute morgen noch vor acht steht er vor der Tür und hat seine Hilti dabei. Noch während der Arbeiten kommt der Nachbar und fragt, wann er denn duschen könne. Hier das Corpus delicti: Ein kleines, schwarzes Loch, gerade mal so groß wie ein Stecknadelkopf.

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Gegen neun ist alles erledigt, die Möbel und Geräte wieder an Ort und Stelle. Ich hoffe, das hält jetzt.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn wir gerade im Urlaub gewesen wären. Nach dem Rohrbruch im letzten Jahr und einem kleinen Leck im vergangenen Februar erinnern mich die häufigen Einsätze des Installateurs an „Casablanca“: Ich glaube, wir stehen am Anfang einer langen Freundschaft. 😉

Neues Leck

Es ist schon lustig: Einen Tag vor unserer Abfahrt in den Urlaub tropfte es mal wieder bei uns, diesmal von der Heißwasserleitung an der Spüle. Eine der Quetschverschraubungen war unten mit einer weißlich-grünen Schicht überzogen und tropfte. Als Nicht-Handwerker gehe ich an sowas nicht ran. Hier das Ergebnis, das der Klempner mit einer halben Stunde Arbeit abgeliefert hat.

Nichts tropft mehr, alles dicht:

So weit so gut. Die Leitung kommt durch die Wand dahinter, also aus dem Bad. Am Sonntag kamen wir aus dem Urlaub, und was sahen Esthers Luchsaugen? Jetzt tropft es dort, glücklicherweise in die Badewanne, so dass nichts passieren konnte:


Nun hoffe ich, dass morgen der Installateur kommt. Anscheinend sucht sich das Wasser nach der Behebung einer Schwachstelle gleich die nächste.

Update: Es wird Montag, bis er kommt. Passt zeitlich einfach nicht anders.

Alles neu macht der Mai!

Frisch gestrichen

So, nachdem nun auch der Maler letzte Woche da war, ist die Wand beinahe jungfräulich weiß, fast ein bisschen zu steril, aber das ändert sich schon von selbst. Mittlerweile hängen die Schränkchen wieder an der Wand, und neue IKEA-Leuchten, die ich mir für eine bessere Spiegelbeleuchtung gewünscht hatte, habe ich gestern auch noch angebracht. Dass dabei der Spiegel runtergekracht ist, gehört wohl zu den „Kollateralschäden“ solcher Aktionen. Zum Glück machte das nicht viel aus, da es kein „gutes Stück“ war, und alte Spiegel haben wir noch im Keller. Bei diesen Wänden bohrt man besser keine Löcher oder nur das absolut Notwendige: Jedes Objekt, das zwei Bohrlöcher benötigt, hängt unter Garantie schief, denn der Bohrer rutscht entweder bereits beim Anbohren weg oder im Wandinneren, wenn ein Steinchen dazwischenkommt, oder Putz und Mauer lösen sich in Wohlgefallen auf. Jedenfalls ist es fast unmöglich, dass die Bohrlöcher auf gleicher Höhe sind, auch wenn man sie vorher korrekt angezeichnet hat. Leider aber ist auch das unberechenbar, sonst könnte man sich ja drauf einrichten. Nachdem nun auch die letzten Bohrlöcher wieder zugegipst und überstrichen sind, kann ich mir’s wieder gemütlich machen hier …

Alles dicht? Alles dicht!

Rohr und Wand geflickt

Endlich: Nach 6 Wochen ist der Spuk im Klo endlich vorbei! Das Rohrstück ist ein oder zwei Wochen nach Ostern ersetzt worden. Einige Tage später kam der Trockenbauer (oder wie man das nennt, der Installateur benutzte das Wort) und setzte erstmal Platten in die Wandlöcher und verschloss die restlichen Ritzen mit Putz.

Letzten Endes kam heute und gestern der Maler, riss alle Tapeten ab, spachtelte die Wand und hat sie in wunderschönem Weiß gestrichen. Naja, etwas langweiliger als unser bisheriges Blau ist es ja, aber immerhin: Es ist jetzt alles ordentlich. Jetzt müssen „nur noch“ neue Fußleisten an die Wand, der Spiegel und die Beleuchtung wieder dran, dann ist endlich Ruhe.

Wasser marsch!

Eigentlich mag ich ja Altbauwohnungen wie unsere. An Tagen wie heute verfluche ich sie allerdings. Beim Gang zur Toilette fällt mir erst eine Pfütze auf, dann die nassen Tapeten und die nasse Decke, und ich denke schon, der arbeitslose Germanist über uns hat vielleicht eine Überschwemmung verursacht. Ich klingle, zum Glück ist er da, nein, bei ihm ist alles ok. Das ist bestimmt ein Rohrbruch, das hatten wir früher schon mal, bevor Sie hier eingezogen sind. Zurückgekehrt vernehme ich auch noch ein leises, aber deutlich hörbares Rauschen ? Also ein klassischer Rohrbruch. So’n Sch… Der Wohnungsverwalter? Ist natürlich nicht erreichbar, also gleich den Klempner angerufen, der hat natürlich einen anderen Termin, kann also erst eine Stunde später kommen. Immerhin: In der Panik denkt man nicht mal ans Nächstliegende: den Wasserhaupthahn. Aber wo ist der? Auf der Suche stelle ich fest, dass es auch im Keller bereits tropft. Aus Versehen Gashahn geschlossen, es rauscht oben weiter, also weiter zum nächsten Hahn. Der ist es. Gott sei Dank, das Rauschen wird leiser…Wasser marsch!
Eine Stunde später der Klempner: Wissen Sie was das bedeutet? Da müssen wir die Wand aufklopfen, das Leck finden und erstmal mit einer Schelle dichtmachen. Dann kann man überlegen, wie weit das Rohr saniert wird. Keine eineinhalb Stunden später ist die Wand offen, das Rohr dicht. Der Wohnungsverwalter ist mittlerweile greifbar und staunt: Was? Das Rohr ist undicht? Jetzt dürfen sich Verwalter, Besitzer und Klempner erstmal einigen, was denn wirklich notwendig ist, und wenn wir Glück haben, ist irgendwann nach Ostern die Wand wieder dicht.

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