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Kategorie: Altbau

Projekt Küche Teil 2

Projekt Küche Teil 2

Projekt Küche Teil 2

Das ist nun das Ergebnis vom vorvergangenen Wochenende: Bernd hat ganze Arbeit geleistet. Nachdem ich am letzten Wochenende auch die kleine Fuge hinter der Arbeitsplatte mit Silikon ausgespritzt habe, dürfen wir nun so ziemlich alles machen, was wir wollen. Das einzige, was ich noch erledigen muss, ist die Ergänzung des Sockels untendran, dann ist das Projekt erledigt. Verarbeitet haben wir die Arbeitsplatte „Numerär“ und die Küchenschränke „Faktum“ mit der billigsten Front Härlig. Aber was Teureres wäre für diese Wohnung sicher auch übertrieben. Und das Ganze mit den Griffen „Annars“. Und was mein manchmal geräuschempfindliches Ohr besonders genießt (jaja, ich weiß, ich werd spießig!): die Türscharnierdämpfer. Damit schließen die Türen absolut geräuschlos!

Projekt Küche Teil 1

Haarklein will und kann ich nicht darüber berichten, wie wir unsere Küche aufmöbeln. Gestört hat uns schon lange der Murks rund um die Spüle: Keine gute Abdichtung am Rand, ein Arbeitsplattenrest in der Ecke und darunter toter, ungenutzter Raum, der Spülenunterschrank, der nichts taugt, … Jetzt haben wir es in Angriff genommen: Links über Wasch- und Spülmaschine bis in die linke Ecke kommt über die Geräte eine Arbeitsplatte, links in die Ecke ein Eckunterschrank mit Rondell und rechts bleibt noch Platz für einen 40er Unterschrank. Nur leider keine 40 cm! Klar war, dass es knapp würde. Da ich beim Ausmessen die Möbel nicht wegnehmen wollte, war ich also zweckoptimistisch, dass die Breite ausreichen würde, wenn ich von den Pseudofliesen rechts und links was wegsägen würde. Nachdem wir neulich die Möbel bei IKEA geholt und aufgebaut hatten, habe ich vorgestern die Sägerei hinter mich gebracht und die Möbel erstmals vor Ort aufgestellt, da der Installateur zu unflexibel war, sich vorzustellen, wie er die Verlegung der Wasserzuleitung für die Geräte bewerkstelligen sollte, und da stellte sich raus, dass die 40 cm vorne noch knapp da waren, der Platz aber nach hinten enger wurde. Schwager Bernd, der uns am Samstag beim Einpassen der Arbeitsplatte etc. hilft, tröstete mich, das passiere auch bei Handwerkern, da man nicht immer exakt ausmessen könne. Und war um Ideen nicht verlegen, wie er und wir uns aus der Affäre ziehen können.

Heute nun war der Installateur da und hat in rund 2 Stunden die Leitung unterhalb des Eckunterschranks verlegt. Man wundert sich, wie lang das dauern kann und wie kompliziert man das machen kann. Derweil läuft die Zeit …

Da wir den alten Spülenunterschrank bereits abgebaut haben und die neue noch nicht reinpasst, improvisieren wir mit der alten, locker auf die neuen Möbel gelegt und notdürftig mit dem Abfluss verbunden. Da wir noch nichts einräumen können, liegt und steht also jede Menge Zeug herum, was wir wir auf neuen Platz wartet, die Spülmaschine und Waschmaschine stehen ungenutzt rum und wir spülen mit der Hand … Und im Arbeitszimmer warten die beiden 1,20 m langen Rondelletagen herum, die auf den endgültigen Einbau warten … Ich hoffe, dass wir am Samstag alles soweit erledigen können, dass alles perfekt steht und wir nur noch den kleinen 40er-Schrank rausnehmbar haben, damit der Gipser am Dienstag das Loch vom Rohrbruch schließen kann.

Hier ein Bild unserer provisorischen Spülsituation:

Projekt Küche

Projekt Küche

Rohrbruch reloaded

T-Stück

T-Stück

Montagmorgen in der Küche beim Frühstück. Esther: Was ist denn das für ein Geräusch? Ich: Was meinst du? Esther: Na, das Zischen oder Rauschen. Ich (mehr, um mich und sie zu beruhigen als aus Überzeugung): Das wird der Regen sein, es gießt in Strömen. Esther: Nein, glaube ich nicht. Das Geräusch kommt aus Richtung Spüle. Zu sehen ist kein Wasser, ich lausche an der Wand, hinter der das Wasserrohr verläuft, das Zischen wird lauter, und die Tapete am Boden ist etwas nass. Sch…! Ich renne in den Keller, stelle den Haupthahn ab, da für die Wohnung ja keinen eigenen Absperrhahn für diesen Rohrzweig hat. Ich kümmere mich also darum, dass der Installateur kommt, und schon bald ist er da, wir rücken Spül- und Waschmaschine sowie Spüle ab, er klopft die Wand auf, und sieht es auch schon spritzen: Nicht viel, aber genug. Er versucht, das Leck mit einer Reparaturschelle zu beheben, aber das Loch ist so nah an einem T-Stück, dass es nicht hält. Er macht sich also nochmal auf den Weg, um das richtige Teil zu holen, mit dem er das Loch schließen kann. Gegen 11 verlässt er die Wohnung endgültig, und schon am Abend stellen wir fest, dass das Test-Küchenkrepp wieder feucht ist. Konsequenz: Der Installateur muss ein Stück Rohr raussägen und das Rohr mit T-Stück ersetzen.

Am Dienstag kann der Installateur nicht kommen, heute morgen noch vor acht steht er vor der Tür und hat seine Hilti dabei. Noch während der Arbeiten kommt der Nachbar und fragt, wann er denn duschen könne. Hier das Corpus delicti: Ein kleines, schwarzes Loch, gerade mal so groß wie ein Stecknadelkopf.

 

Gegen neun ist alles erledigt, die Möbel und Geräte wieder an Ort und Stelle. Ich hoffe, das hält jetzt.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn wir gerade im Urlaub gewesen wären. Nach dem Rohrbruch im letzten Jahr und einem kleinen Leck im vergangenen Februar erinnern mich die häufigen Einsätze des Installateurs an „Casablanca“: Ich glaube, wir stehen am Anfang einer langen Freundschaft. 😉

Neues Leck

Es ist schon lustig: Einen Tag vor unserer Abfahrt in den Urlaub tropfte es mal wieder bei uns, diesmal von der Heißwasserleitung an der Spüle. Eine der Quetschverschraubungen war unten mit einer weißlich-grünen Schicht überzogen und tropfte. Als Nicht-Handwerker gehe ich an sowas nicht ran. Hier das Ergebnis, das der Klempner mit einer halben Stunde Arbeit abgeliefert hat.

Nichts tropft mehr, alles dicht:

So weit so gut. Die Leitung kommt durch die Wand dahinter, also aus dem Bad. Am Sonntag kamen wir aus dem Urlaub, und was sahen Esthers Luchsaugen? Jetzt tropft es dort, glücklicherweise in die Badewanne, so dass nichts passieren konnte:


Nun hoffe ich, dass morgen der Installateur kommt. Anscheinend sucht sich das Wasser nach der Behebung einer Schwachstelle gleich die nächste.

Update: Es wird Montag, bis er kommt. Passt zeitlich einfach nicht anders.

Alles neu macht der Mai!

Frisch gestrichen

So, nachdem nun auch der Maler letzte Woche da war, ist die Wand beinahe jungfräulich weiß, fast ein bisschen zu steril, aber das ändert sich schon von selbst. Mittlerweile hängen die Schränkchen wieder an der Wand, und neue IKEA-Leuchten, die ich mir für eine bessere Spiegelbeleuchtung gewünscht hatte, habe ich gestern auch noch angebracht. Dass dabei der Spiegel runtergekracht ist, gehört wohl zu den „Kollateralschäden“ solcher Aktionen. Zum Glück machte das nicht viel aus, da es kein „gutes Stück“ war, und alte Spiegel haben wir noch im Keller. Bei diesen Wänden bohrt man besser keine Löcher oder nur das absolut Notwendige: Jedes Objekt, das zwei Bohrlöcher benötigt, hängt unter Garantie schief, denn der Bohrer rutscht entweder bereits beim Anbohren weg oder im Wandinneren, wenn ein Steinchen dazwischenkommt, oder Putz und Mauer lösen sich in Wohlgefallen auf. Jedenfalls ist es fast unmöglich, dass die Bohrlöcher auf gleicher Höhe sind, auch wenn man sie vorher korrekt angezeichnet hat. Leider aber ist auch das unberechenbar, sonst könnte man sich ja drauf einrichten. Nachdem nun auch die letzten Bohrlöcher wieder zugegipst und überstrichen sind, kann ich mir’s wieder gemütlich machen hier …

Alles dicht? Alles dicht!

Rohr und Wand geflickt

Endlich: Nach 6 Wochen ist der Spuk im Klo endlich vorbei! Das Rohrstück ist ein oder zwei Wochen nach Ostern ersetzt worden. Einige Tage später kam der Trockenbauer (oder wie man das nennt, der Installateur benutzte das Wort) und setzte erstmal Platten in die Wandlöcher und verschloss die restlichen Ritzen mit Putz.

Letzten Endes kam heute und gestern der Maler, riss alle Tapeten ab, spachtelte die Wand und hat sie in wunderschönem Weiß gestrichen. Naja, etwas langweiliger als unser bisheriges Blau ist es ja, aber immerhin: Es ist jetzt alles ordentlich. Jetzt müssen „nur noch“ neue Fußleisten an die Wand, der Spiegel und die Beleuchtung wieder dran, dann ist endlich Ruhe.

Wasser marsch!

Eigentlich mag ich ja Altbauwohnungen wie unsere. An Tagen wie heute verfluche ich sie allerdings. Beim Gang zur Toilette fällt mir erst eine Pfütze auf, dann die nassen Tapeten und die nasse Decke, und ich denke schon, der arbeitslose Germanist über uns hat vielleicht eine Überschwemmung verursacht. Ich klingle, zum Glück ist er da, nein, bei ihm ist alles ok. Das ist bestimmt ein Rohrbruch, das hatten wir früher schon mal, bevor Sie hier eingezogen sind. Zurückgekehrt vernehme ich auch noch ein leises, aber deutlich hörbares Rauschen ? Also ein klassischer Rohrbruch. So’n Sch… Der Wohnungsverwalter? Ist natürlich nicht erreichbar, also gleich den Klempner angerufen, der hat natürlich einen anderen Termin, kann also erst eine Stunde später kommen. Immerhin: In der Panik denkt man nicht mal ans Nächstliegende: den Wasserhaupthahn. Aber wo ist der? Auf der Suche stelle ich fest, dass es auch im Keller bereits tropft. Aus Versehen Gashahn geschlossen, es rauscht oben weiter, also weiter zum nächsten Hahn. Der ist es. Gott sei Dank, das Rauschen wird leiser…Wasser marsch!
Eine Stunde später der Klempner: Wissen Sie was das bedeutet? Da müssen wir die Wand aufklopfen, das Leck finden und erstmal mit einer Schelle dichtmachen. Dann kann man überlegen, wie weit das Rohr saniert wird. Keine eineinhalb Stunden später ist die Wand offen, das Rohr dicht. Der Wohnungsverwalter ist mittlerweile greifbar und staunt: Was? Das Rohr ist undicht? Jetzt dürfen sich Verwalter, Besitzer und Klempner erstmal einigen, was denn wirklich notwendig ist, und wenn wir Glück haben, ist irgendwann nach Ostern die Wand wieder dicht.

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