Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: August 2009

Arde­che 2009 – Tag 1: Bois de Paiolive

Bois de Paiolive, nahe den Trois SeigneursDer ers­te Tag führ­te uns auf eine klei­ne Wan­de­rung durch den Bois de Pai­o­li­ve, ein Wald­stück ober­halb der Chas­se­zac-Schlucht (Arde­che), die sich eini­ge Kilo­me­ter fluss­ab­wärts von Les Vans befin­det, wäh­rend wir fluss­auf­wärts woh­nen. Nörd­lich der D202, die durch ihn hin­durch­führt, gibt es drei inter­es­san­te Wege, von denen wir einen gegan­gen sind: Er führt durch den Wald an traum­haf­ten Kalk­stein­ge­bil­den vor­bei, die mit Fan­ta­sie auch an Fabel­we­sen oder Tie­re erin­nern. Doch davon sind auf einem ande­ren Weg süd­lich der D252 mehr zu sehen als hier. die Ermitage Saint-EugèneLich­tet sich der Wald, kommt man zur traum­haft über dem Tal gele­ge­nen Ermi­ta­ge (Ein­sie­de­lei) St. Euge­ne, die immer noch von Mön­chen bewohnt wird und die man bis vor eini­gen Jah­ren auch noch besu­chen durf­te. Mitt­ler­wei­le sind die gro­ßen schmie­de­ei­ser­nen Tore für die Öffent­lich­keit geschlossen.

Weni­ge Meter wei­ter bie­ten sich dem Wan­de­rer (der übri­gens hier gut bera­ten ist, rich­ti­ge Wan­der­schu­he zu tra­gen) wun­der­schö­ne Bli­cke auf den Beginn der Schlucht und das davor lie­gen­de eher fla­che­re Talstück.

Blick ins Chassezac-TalDer wei­te­re Weg führt dann berg­auf, berg­ab, nicht weit von der Schlucht ent­fernt, zweigt dann nach links Rich­tung Cor­ni­che ab oder alter­na­tiv nach rechts Rich­tung Park­platz zurück. Auf die­sem Stück ist der Wald deut­lich dich­ter. Wer vom Lau­fen her fit ist, soll­te bei tro­cke­nen Wegen sicher auch den Cor­ni­che-Weg lau­fen, um den Blick auf die Schlucht zu genie­ßen. Es lohnt sich sicher.

Arde­che 2009 – Ankunft in Les Vans

Nach einer Über­nach­tung in Bourg-en-Bres­se, von dem wir nichts gese­hen haben, sind wir heu­te in unse­rem Urlaubs­ort Les Vans in der Arde­che ange­kom­men und haben unse­re Feri­en­woh­nung bezo­gen in einem hüb­schen ehe­ma­li­gen Land­gut namens “Lou Pelou”, eini­ge Kilo­me­ter außer­halb des Ortes in Rich­tung Ville­fort. Betrie­ben wird es von einem deut­schen Ehe­paar, Bea und Horst Knöpf­le, die Deutsch­land den Rücken gekehrt und sich hier vor mehr als 20 Jah­ren nie­der­ge­las­sen haben. Sie haben das Land­gut auf Vor­der­mann gebracht und ver­mie­ten hier 3 Appar­te­ments und Ein­zel­zim­mer an Tou­ris­ten. Horst Knöpf­le ist dar­über hin­aus als Hand­wer­ker in der Regi­on aktiv.

Gemie­tet haben wir eine 1‑Zim­mer-Woh­nung mit Blick auf das Tal des Chas­se­zac, einem Neben­fluss der Ardè­che. Gekom­men sind wir auf Emp­feh­lung, und im Nach­hin­ein sind wir froh, dass wir kein Quar­tier direkt am Fluss Ardè­che hat­ten. Im Ver­gleich zum Mas­sen­tou­ris­mus dort ist es hier viel ruhi­ger, nicht so voll wie an der Ardè­che selbst. Und Kanu fah­ren kann man hier genauso.

Im Land­gut, des­sen ältes­te Tei­le aus dem 17. Jahr­hun­dert stam­men, gibt es 3 Feri­en­woh­nun­gen: eine für zwei, die ande­ren für bis zu vier Per­so­nen. Die eine klei­ne und eine der grö­ße­ren lie­gen mit Blick auf eine schö­ne Son­nen­ter­ras­se und auf das Chas­se­zac-Tal, die drit­te hat ihre Ter­ras­se in einem hüb­schen Innen­hof. Den Blick aufs Tal gibts dafür nur von den Zim­mern aus. Dar­über hin­aus gibt es noch ein Ein­zel- und ein Dop­pel­zim­mer, die man mit oder ohne Früh­stück mie­ten kann.

Unse­re Woh­nung (mit Blick auf die Son­nen­ter­ras­se und das Tal) hat eine sehr schö­ne, süd­fran­zö­si­sche Atmo­sphä­re, alte und neue Möbel erge­ben eine ange­neh­me Mischung aus Tra­di­ti­on und Zweck­mä­ßig­keit. Direkt vor der Woh­nung gibt es im Schat­ten unter dem Laub der Per­go­la einen Bal­kon bzw. Ter­ras­se mit eige­nem Gar­ten­tisch zum Früh­stü­cken und Essen. Wenn man mag, kann man genau­so gut eini­ge Stu­fen hin­un­ter auf die Son­nen­ter­ras­se gehen und dort den Pan­ora­ma­blick genießen.

 

“Haz­mat Modi­ne” und “Moriar­ty” beim Zel­ti­val Karlsruhe

Hazmat Modine

Haz­mat Modi­ne bei der WOMEX 2008 in Sevil­la – Quel­le: http://www.hazmatmodine.com/slideshow1/slide01.html

Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te das Maga­zin “Nacht­kul­tur” im SWR Fern­se­hen über “Haz­mat Modi­ne” berich­tet, als sie in Lud­wigs­ha­fen waren, jetzt war es jetzt end­lich an der Zeit, sie mal live zu erleben.
“Haz­mat Modi­ne” ist eine Super Blues- nein, Jazz‑, nein, Klezmer‑, hm, eigent­lich Quer­beet­band, die ver­schie­dens­te Musik­sti­le der ame­ri­ka­ni­schen Wur­zeln mit­ein­an­der auf so span­nen­de und unver­wech­sel­ba­re Art ver­knüpft, dass ein herz­er­fri­schen­der Mix ent­steht, der einem kaum aus dem Ohr geht.

Mit acht Leu­ten ste­hen sie auf der Büh­ne: E‑Gitarre mit ent­spre­chen­dem Bass und Schlag­zeug, ein Afro­ame­ri­ka­ner mit Tuba, eine Posau­nis­tin, ein Saxo­fo­nist und zwei Sän­ger, dar­un­ter der Lead­sän­ger, die bei­na­he alle ande­ren mit ihren Mund­har­mo­ni­kas oder “Blues Harps” in Grund und Boden spielen.

Zwei­ter Act des Abends beim Karls­ru­her Zel­ti­val war die Pari­ser Com­bo “Moriar­ty”. Dazu schrei­be ich spä­ter was.

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