Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: April 2009

End­lich beschlos­sen: Neu­en­hei­mer Feld bekommt eine Straßenbahn

Man kann’s kaum fas­sen: Der Hei­del­ber­ger Gemein­de­rat hat end­lich beschlos­sen, eine Stra­ßen­bahn durch das Neu­en­hei­mer Feld zu bau­en und damit Schluss gemacht, sich von der Uni Hei­del­berg über Jah­re an der Nase her­um­füh­ren zu las­sen. Jah­re­lang hat sich die Uni dage­gen gesträubt: Erst weil angeb­lich die Erschüt­te­run­gen und die Strom­lei­tun­gen die Mess­ge­rä­te man­cher Uni-Insti­tu­te und Kli­ni­ken stö­ren könn­te, und – kaum war dafür eine tech­ni­sche Lösung gefun­den – schließ­lich, weil die Tras­se den Uni-Cam­pus zu sehr zer­schnei­den würde.

Die Uni stell­te sich vor, dass die Stra­ßen­bahn statt­des­sen im nörd­li­chen Bereich auf dem Klau­sen­pfad am Rand des Cam­pus ver­lau­fen soll­te. War­um gera­de dort die Zer­schnei­dungs­wir­kung stär­ker sein soll­te als an ande­ren, offen­bar unstrit­ti­gen Stel­len der Tras­sen­füh­rung, hat nie jemand erklärt. Nach fast zwan­zig Jah­ren Pla­nung geht hier also mal ein biss­chen voran.

Das Neuenheimer Feld in Heidelberg

So zeigt openstreetmap.de der­zeit das Neu­en­hei­mer Feld.

Bei den übli­chen Pla­nungs­zei­ten in Hei­del­berg rech­ne ich zwar damit, dass es jetzt noch min­des­tens zehn Jah­re dau­ern wird, bis eine Bahn durch den Cam­pus fährt, aber immer­hin, ein ers­ter Schritt ist getan.

Wann die Stadt das Geld dafür auf­trei­ben wird, ist eben­falls frag­lich, wenn wirk­lich der Neckar­ufer­tun­nel gebaut wird. Schließ­lich ist ja ange­sichts der Wirt­schafts­kri­se auch mit weni­ger Ein­nah­men bei der Stadt zu rechnen.

Den Clou berich­tet heu­te die Rhein-Neckar-Zei­tung: “In letz­ter Minu­te hat­te die Uni­ver­si­tät noch ver­sucht, zu ret­ten, was nicht mehr zu ret­ten war: Eine Stra­ßen­bahn durch die Stra­ße wäre ja noch in Ord­nung, aller­dings soll­te der Auto­ver­kehr über den nörd­li­chen Klau­sen­pfad geführt werden.

Doch die­ser Kom­pro­miss hat­te kei­ne Chan­ce. Zu groß sind die Beden­ken in Hand­schuhs­heim gegen den Aus­bau des Klau­sen­pfa­des, zu sicher war die Mehr­heit im Gemein­de­rat.” Damit hät­te die Uni eine Pla­nung, die bereits in den 80er Jah­ren vom Gemein­de­rat abge­lehnt wor­den war, wie­der aus der Schub­la­de geholt.

Tja, damals, als ein Freund von mir bei einer Bür­ger­an­hö­rung von einem städ­ti­schen Pla­ner als Dem­ago­ge bezeich­net wur­de, weil er hin­ter­fragt hat­te, wofür eine rei­ne Erschlie­ßungs­stra­ße (der Klau­sen­pfad) eine Unter­füh­rung für den land­wirt­schaft­li­chen Ver­kehr benö­ti­ge. Der Grund lag dar­in, dass die “Erschlie­ßungs­stra­ße” in Wirk­lich­keit über eine fünf­te Neckar­brü­cke an die Auto­bahn ange­schlos­sen wer­den soll­te und mit viel Ver­kehr gerech­net wurde.

Ein Herz ♥ für Blogs

Ein Herz für Blogs

Gute Idee vom Style­Spi­on, mal abseits von Blog­rolls und Feed­rea­der am heu­ti­gen Tage die Lieb­lings­blogs vor­zu­stel­len. Dann fang ich mal an:

Der Shop­blog­ger

So unter­halt­sam und doch so all­tags­be­zo­gen ist für mich kei­ner: Vom Leben mit dem Leer­gut­au­to­ma­ten, dem täg­li­chen Ärger mit Laden­die­ben und exo­ti­schem Leer­gut – kurz­wei­lig und abwechslungsreich.

Erichs Blog­buch

Bun­te Mischung vom Rad­fah­ren und Umwelt­the­men über sehr anre­gen­de Urlaubs­ta­ge­bü­cher bis hin zu Posch­t­kar­ten, die bei ihm eintrudeln.

Old­school

Lust und Frust im Elek­tronik­la­den – auch ’ne Art von Shop­blog­ger, immer amü­sant, wenn auch nicht so abwechs­lungs­reich wie das Original.

Photoshop-Weblog.de

Dirk Metz­ma­cher stellt hier vie­le nütz­li­che Tipps oder wei­te­re Web­sites zum Umgang mit Pho­to­shop oder zu Foto­kunst all­ge­mein vor. Da schau ich immer mal wie­der rein, auch wenn man­ches für mich noch reich­lich anspruchs­voll ist und sich an wah­re Pho­to­shop-Künst­ler wendet.

So, ich lese zwar noch eini­ge mehr, aber das soll für heu­te reichen.

Umstieg auf MacOS – Teil 3

Ja, er ist da! Ges­tern vor einer Woche kam er per UPS an, der neue iMac mit MacOS. Sieht das nicht schon viel bes­ser aus?

Der alte PC: Rechner, Bildschirm, Lautsprecher

Der alte PC: Rech­ner, Laut­spre­cher, Bild­schirm, Tastatur

Neuer iMac mit MacOSX: nur noch All-in-One-Rechner und dazu die Tastatur und Maus

Neu­er iMac mit MacOSX: nur noch All-in-One-Rech­ner und dazu die Tas­ta­tur und Maus

Der Mac war inner­halb kür­zes­ter Zeit zur Benut­zung bereit.

Zu aller­erst habe ich mal auf eine Boot­camp-Par­ti­ti­on das Win­dows Vis­ta instal­liert. Abge­se­hen davon, dass es sich wirk­lich emp­fiehlt, die spe­zi­el­le Boot­camp-Anlei­tung aus­zu­dru­cken und sie neben sich lie­gen zu haben, hat die Instal­la­ti­on pro­blem­los geklappt. Natür­lich dau­ert die Instal­la­ti­on ziem­lich lang, wie man das von Win­dows gewohnt ist.

Direkt unter Boot­camp gestar­tet habe ich das Win­dows aller­dings nur ein­mal, bis ich dann unter Mac Par­al­lels 4.0 instal­liert habe. Par­al­lels ist in der Lage, die Boot­camp-Instal­la­ti­on zu benut­zen, sodass man das Win­dows nicht zwei­mal auf dem Rech­ner hat. Auch unter Par­al­lels läuft das Vis­ta in ganz ange­neh­mer Geschwin­dig­keit, wenn auch nicht gera­de rasant. Aber das hat­te ich ange­sichts des Res­sour­cen­hun­gers auch nicht erwartet.

Umstel­lung auf MacOS: Gewöh­nungs­be­dürf­ti­ge Tastenkombinationen

Die Umstel­lung auf den Mac ist von der Benut­zer­ober­flä­che her wirk­lich ein­fach. Natür­lich sind bei Pro­gram­men wie Fire­fox und Thun­der­bird, die man von Win­dows her kennt, vie­le Ein­stel­lun­gen an ande­rer Stel­le vor­zu­neh­men, dafür aber häu­fi­ger als unter Win­dows an der sel­ben Stel­le (unter­halb des Anwen­dungs­na­mens in der Menü­leis­te) anzu­tref­fen. Schwie­ri­ger ist es schon mit den Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen, an die man sich gewöhnt hat.

Dass vie­le Funk­tio­nen statt z.B. unter Strg/Ctrl+A unter Apfel+A zu fin­den sind, hat man schnell raus, aber wo die Kom­bi­na­tio­nen von Shift, Strg und z.B. Pos1 und Ende lan­den, das steht in den gän­gi­gen Lis­ten, die ich in der Mac-eige­nen Hil­fe fin­de, nicht drin. Aber irgend­wann hat­te ich das auch raus, und sicher wer­den sie bald in Fleisch und Blut über­ge­gan­gen sein. Mal sehen,  viel­leicht fin­de ich irgend­wo noch eine gute Zusam­men­stel­lung oder ich muss das selbst mal zusammenstellen.

Hake­lig: Netz­werk­zu­grif­fe mit Win­dows unter Par­al­lels und MacOS

Was mir bis­her etwas hake­lig erscheint, ist der gemein­sa­me Zugriff auf Netz­lauf­wer­ke: Ich habe eine Men­ge Datei­en auf einer NAS-Fest­plat­te, die ich sowohl von Win­dows als auch von Mac aus errei­chen kann. Lei­der pas­siert es immer wie­der, dass unter Mac irgend­wel­che Volumefeh­ler den Zugriff ver­ei­teln. Solan­ge man nur unter Mac OS X unter­wegs ist, gibts da kein Pro­blem. Auch der Zugriff auf die Frei­ga­ben vom Win­dows-Note­book klap­pen problemlos.

Zwi­schen­fa­zit

Grund­sätz­lich bin ich begeis­tert von Mac OS X und vom iMac. Was das Sys­tem bie­tet, und wie es bis­her funk­tio­niert, fin­de ich abso­lut klas­se. Es ist bei wei­tem schö­ner als Win­dows und bie­tet min­des­tens das Glei­che, auch wenn man­che Klei­nig­kei­ten feh­len, die in Win­dows das Leben ange­nehm machen (wie z.B. die Mög­lich­keit, Ord­ner vor den Datei­en anzu­zei­gen oder die Zuwei­sung von Lauf­werks­buch­sta­ben auf ver­bun­de­ne Ser­ver). Der Bild­schirm ist her­vor­ra­gend, der gan­ze Com­pu­ter extrem lei­se. Wie sag­te schon Rick am Ende von Casa­blan­ca: Ich glau­be, das ist der Anfang einer lan­gen Freundschaft.

Hier gibts die vori­gen Tei­le mei­nes Umstiegsberichts
Umstieg auf Mac – Teil 1
Umstieg auf Mac – Teil 2

 

 

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