Allerlei aus Heidelberg und der Welt

Monat: März 2009

Fahrradstraße adé?

Seit 11. Februar sind in der Heidelberger Plöck erste Tatsachen geschaffen: Die Stadt hat in der Nähe des Kaufhofs wegen Bauarbeiten an einem Haus die Regelung teilweise aufgehoben, nach der seit den 90er Jahren Rafahrer in beiden Richtungen fahren durften, während für Autos eine reine Einbahnstraße bestand. Die Plöck ist zugegebenermaßen ziemlich eng und eigentlich für eine in Gegenrichtung geöffnete Einbahnstraße ohnehin nicht optimal. Aber bei der Heidelberger Geografie ist es nicht einfach, gute Ost-West-Verbindungen für den Verkehr zwischen der Altstadt (besonders die Uni-Institute) und den westlich gelegenen Stadtteilen zu schaffen. Die Stadt will als Ausweichstrecke zwar in der Friedrich-Ebert-Anlage eine Fahrradspur einrichten (die dort bei dem starken Autoverkehr ohnehin notwendig ist), aber als einzige Verbindung taugt sie eben wegen des starken und deutlich schnelleren Verkehrs nichts. Ein großer Teil der Ost-West-Radler, der in die nördlichen Stadtteile will, müsste gut 200 Meter Umweg in Kauf nehmen und gewänne dabei nicht einmal an Sicherheit hinzu, da in der Plöck Tempo 15 angesagt ist, in der Freidrich-Ebert-Anlage dagegen teilweise 50 km/h.

Das alles wäre ja für eine Übergangszeit noch zu verschmerzen, aber die Verkehrs- und Umweltverbände wie ADFC und VCD befürchten, dass Oberbürgermeister Würzner im Sinn hat, die Fahradstraße auf kurz oder lang ohnehin abzuschaffen und die Radler auf die Friedrich-Ebert-Anlage zu verbannen. Das wäre ein Rollback zurück in die 80er Jahre. Nicht unbedingt erstaunlich für einen OB, der v.a. von der CDU und weiteren konservativen Kreisen Heidelbergs unterstützt wird und eher dem Autoverkehr zugeneigt ist. Erste Proteste der Verbände haben immerhin kleine Nachbesserungen bei der bereits eingerichteten Fahrradspur gebracht, aber die Stadt hält an ihrer Position fest.

Voll aprillig, das Wetter!

Hagel auf dem Balkon

Voll aprillig (UPDATE15.9.2013: Hier gab’s mal ’nen Link auf szenesprachenwiki.de, aber das scheint jetzt abgeschaltet), dieses Wetter heute: zweimal schon Hagel, dazwischen abwechselnd Regen und Sonne. Und wann schneits heute hier noch?

Umstieg auf Mac – Teil 2

Knapp 2 Wochen ist es her, und der Gravis-Laden in Mannheim hat den bestellten iMac immer  noch nicht bekommen. Was noch schlimmer ist: Er weiß nicht mal, wann neue reinkommen. Also habe ich die Bestellung storniert und das letzte verfügbare Stück meines Wunsch-iMac über den Gravis-Onlineshop direkt in Berlin geordert. Warum ich trotzdem noch bei Gravis bestellt hab? Wenn sich hier am Preis schon nichts tut, will ich wenigstens das Parallels etwas billiger – über das Gravis MacPack immerhin 29,99 statt 69,99. Wenn UPS jetzt auch noch schnell ist, sollte das gute Stück am Dienstag oder spätestens Mittwoch eintreffen. Die Spannung wächst und wächst …

Derweil habe ich mir die Video-Tutorials im c’t-Mac-Special aus dem letzten Jahr reingezogen, um mir den Einstieg zu erleichtern. Die Screencasts sind ganz gut, um die Konzepte hinter Mac OS X kennenzulernen.

Umstieg auf Mac – Teil 1

Der alte Fujitsu-Siemens

Der alte Fujitsu-Siemens

Schon seit einiger Zeit nervt mich mein Pentium 4 (3,06 GHz), weil er für das, was ich üblicherweise an ihm arbeite, einfach zu langsam geworden ist. Darüber hinaus wird er abends so quälend langsam, dass man kaum noch dran arbeiten kann: Ständig dauern Fensterwechsel eine gefühlte Ewigkeit. Wahrscheinlich Speicherlecks ohne Ende, ein Prozessor, der für die Belastungen neuerer Programme wohl nicht mehr ausreicht, und Arbeitsspeicher, der mit weniger als 1 GB auch recht knapp bemessen ist. Nachdem einige Bekannte nicht nur davon schwärmen, wie zuverlässig Mac OS X und die Apple-Hardware funktionieren, habe ich mich also entschlossen, auf einen Mac umzusteigen. Vor einer Woche ist die ganze Modellpalette erneuert worden, ein guter Zeitpunkt also, um längstmöglich etwas von den Neuerungen zu haben. Da ich das Aufschrauben und Verbessern außerdem ohnehin satt habe, sondern einfach nur flüssig arbeiten möchte, macht es nichts, dass es für Mac nicht soviel Hardware zu kaufen gibt.

Samstag Nachmittag war ich also bei Gravis in Mannheim, um mich für die richtige Kiste zu entscheiden.

Entschieden habe ich mich für einen 24-Zoll-iMac mit einem Core-Duo-Prozessor mit 2,93 GHz, der inkl. MwSt. jetzt für 1699 Euro zu haben ist:

imac_2009

© Apple

Gegenüber den zuletzt angebotenen Modellen ermöglicht er eine Speichererweiterung bis 8 GB, die er aber zurzeit sicher nicht braucht. Das wäre das Einzige, wofür ich die Kiste vielleicht mal aufschrauben würde/müsste/könnte. Für alles, was zurzeit ansteht, dürfte er gut ausreichen. Auch für ein zusätzliches Windows, an dem ich leider nicht ganz vorbeikomme.

Schade, dass das Gerät (noch) nicht vorrätig war. In einer Woche bis 10 Tagen soll es soweit sein. Hinzu kommt Parallels, die Virtualisierungslösung, mit der man beide Systeme direkt nebeneinander benutzen kann. Sie scheint einfach am besten ins System integriert zu sein, auch wenn VMWare wohl durchaus andere Vorteile hat.

Jetzt muss ich mich nur noch für das richtige Windows entscheiden, das darauf laufen soll: XP ist gut, aber alt. Vista ist zwar mittlerweile akzeptabel, aber sehr speicherhungrig, was sich bei der Virtualisierung negativ bemerkbar machen dürfte, und ist im kommenden Jahr auch schon überholt, wenn Windows 7 kommt. Letzteres hat den Ruf, deutlich sparsamer zu sein, wird aber auch beim Erscheinen ziemlich buggy zu sein, wie immer. Mal sehen. Mein altes XP werde ich jedenfalls mit dem PC zusammen verschenken.

Ich bin tierisch gespannt, wie es weitergeht. Fortsetzung folgt.

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