Allerlei aus Heidelberg und der Welt

Monat: Januar 2009

Durch die XP-Update-Hölle gehen

Schwager Bernd fragte ja schon neulich, wie wir den alten Desktop-Computer mit Windows XP ans Internet bringen. Sein Laptop kommt zumindest per Kabel an den Router,  aber der Desktoprechner hat keine Netzwerkkarte. Vor Wochen versuchte ich also eine Netzwerkkarte zu installieren, aber erfolglos. Bernds noch laienhafteren Versuche scheiterten ebenfalls. Dann versuchte er’s vor kurzem mit einem WLAN-USB-Stick, aber der verlangte mindestens das Servicepack 2. Normalerweise ja kein Problem, wenn man eine halbwegs schnelle Internetverbindung hat, aber wenn der Rechner eben erst ans Internet soll? Ein regelrechter Teufelskreis. Als regelmäßiger Updater und häufiger Leser verschiedener PC-Zeitschriften dachte ich: OK, kein Problem, ich habe ja alte Heft-CDs aufgehoben, die das SP2 enthalten haben. Damit Bernd auch das längst erschienene SP3 bekommt, habe ich ihm also das SP3 als CD-ISO heruntergeladen, gebrannt und per Snail-Mail geschickt. Eben ruft er an, die SP3-CD hat als Minimum SP1 verlangt, das natürlich auch noch nicht installiert war (Ich schlage in Gedanken die Hände vor dem Kopf zusammen, grrr!). Aber immerhin kam die Meldung gleich. Die SP2-CD-dagegen hat erstmal gerödelt und gerödelt, haufenweise Dateien entpackt, bis die Meldung kam, der Product-Key sei falsch und die Installation damit abgebrochen wurde. Bernds Recherche auf den Supportseiten von MS ergab dann immerhin, dass der Product Key aus irgendwelchen Missbrauchsgründen geändert werden müsse. Das einzige, was nicht geklappt hatte, war dann, dass er bei der Eingabe des Befehls ein Leerzeichen zuviel eingegeben hatte. Ich bin gespannt, ob die weiteren Installationsschritte jetzt klappen. Man geht wirklich durch die Hölle, wenn die Vorbenutzer nicht regelmäßig Updates aufgespielt haben. Und dass sie es nicht getan haben, kann ich angesichts der Downloadzeiten per Modem manchmal durchaus verstehen … Ich habe mitttlerweile im Bekanntenkreis soviele Rechner in den Fingern gehabt, deren Windows nicht aktualisiert war, und oft genug auch der Virenscanner nicht, sodass mich bei den üblichen Virenwellen, die durch die Presse gehen, überhaupt nichts mehr wundert …

Somikon CRS Photoscanner im Test

Somikon Photo ScannerDurch ein Versehen beim Versand habe ich vom Versandhaus Pearl den Somikon CRS Photoscanner zum Testen bekommen, einen Fotoscanner für Papierfotos. Ich bin zwar mit meinem Epson 2480 Photo sehr zufrieden, war aber neugierig, wie dieser Fotoscanner funktioniert, also habe ich ihn ausprobiert.
Was beim Auspacken gleich positiv auffällt: Das Gerät ist mit knapp über einem Kilo extrem leicht. Zum Vergleich: Der Epson schlägt mit 2,8 Kilo zu Buche. Der Somikon-Scanner hat seine Bauweise bedingt auch einen relativ geringen Flächenverbrauch, da er eher in die Höhe strebt. Mit ca. 21 x 28 cm ist er deutlich kleiner als der Epson (27 x 41 cm), verzichtet aber auch auf das Scannen von A4-Formaten. Als reiner Fotoscanner muss er das natürlich auch nicht leisten. Ebenfalls positiv: Das Gerät benötigt keine eigene Stromversorgung, sondern bezieht den Strom über den USB-Anschluss, man spart sich also einen Platz auf den ohnehin meist zu kurzen und engen Steckerleisten.
somikon_einschubZum Lieferumfang des Scanners gehört neben dem Scanner selbst drei Kunststoffeinsätze, in die die zu scannenden Fotos einschoben werden. Die Installation des Scanners und der Software ist einfach und problemlos. Die Fotos müssen bei diesem Gerät in einen der drei Kunststoffeinsätze eingeschoben werden, und damit fangen die Probleme an: Die Einsätze sind für die drei Standardformate 9 x 13, 10 x 15 und 13 x 18 gedacht und eben genau nur dafür. Leider hat bei der Konstruktion niemand mit der Wirklichkeit gerechnet. Denn unter den Abzügen, die sich in meinen Alben befinden, sind nur wenige, die wirklich diesen Formaten entsprechen. Häufig sind es beispielsweise 13,2 oder 14 cm und statt 9 manchmal 8,8 oder 9,4 cm. „O.K.“, denkt man sich „wenn der kleine Einsatz zu klein ist, probieren wir’s mit dem großen“. Aber dort fallen die Bilder nach vorne heraus, da eine Abdeckung fehlt. Und so fällt auch Papis Kleinformat 7,5 x 10,5 buchstäblich aus dem Rahmen. Bei zu kleinen Bildern ist auch das Einschieben in die Rillen keine Lösung.Selbst der Versuch, das Foto auf zwei Seiten in den Rillen festzuklemmen, hilft nicht unbedingt weiter, da die alten Fotos leicht gewölbt sind und so beim Scanvorgang zu Unschärfen führen. Flachbettscanner lösen dieses Problem durch das Gewicht ihres Deckels. Darüber hinaus ist auch das Herausziehen der Bilder aus den Einsätzen mit etwas Fummelei verbunden.
Zum Scannen und Bearbeiten der Fotos liefert Somikon die Software „PhotoImpression 6“ von ArcSoft mit. Alles wirklich Notwendige für die Bearbeitung der Bilder bietet die Software. Wer mit professioneller Software wie Adobe Photoshop umgehen möchte, hat einen großen Nachteil: Der Scanner hat keine Twain-Schnittstelle, sodass er über die „Importieren“-Funktion von Photoshop nicht ansprechbar ist. Man ist also auf „PhotoImpression“ angewiesen. Davon abgesehen bleiben Mac- oder Linux-Benutzer außen vor.
Nachdem ich also ein Foto gefunden habe, das in den Rahmen passt, probiere ich die Software aus: Über „Foto öffnen“ und „Vom Foto-Scanner erhalten“ öffnet sich ein Einstellungsdialog zum Festlegen der Auflösung, Farbtiefe, Speicherort und der Schneidemaße des Bildes, die unüblicherweise in Zoll angegeben sind und keine benutzerdefinierten Maße erlaubt. Darüber hinaus ist das Bild zu dunkel, die Standardeinstellungen müssen also angepasst werden. Über diesen Umstand könnte man noch hinwegsehen, da so mancher Scanner nachjustiert werden muss und sich man bei manchen Bildern ohnehin oft eine Nachbearbeitung anschließt. Der Scan selbst geht tatsächlich sehr schnell vonstatten, dafür wird der Rahmen des Kunststoffeinsatzes gleich mitgescannt und nicht automatisch entfernt.
Der Preis von 129 Euro ist recht hoch, wenn man bedenkt, dass man allerlei Nachteile in Kauf nimmt, und dass Flachbettscanner der Marktführer wie Canon oder Epson mit ausgereifter Software und teilweise integrierter Durchlichteinheit für Dias schon für unter 100 Euro erhältlich sind, würde ich das Gerät nicht kaufen.
Technische Daten (laut Hersteller):
– Hochauflösender 5 Mega CMOS-Sensor, 1800 dpi (3600 interpoliert)
– Ultrakurze Scan-Zeit: unter einer 1 Sekunde
– Farbtiefe: bis 48 Bit
– Schneller USB 2.0-Anschluss (kompatibel zu USB 1.1)
– Systemvoraussetzung PC/Notebook: Windows XP/Vista
Übersicht Vorteile/Nachteile:
+ sehr leicht (1150 g)
+ keine eigene Stromversorgung nötig
+ geringer Flächenverbrauch
+ schneller Scanvorgang
Einsätze ohne Glasabdeckung (Foto-Formate müssen exakt eingehalten werden)
Scan ohne Änderung der Standardeinstellung viel zu dunkel
Einsätze werden mitgescannt
keine Twain-Schnittstelle
nur für Windows
Anbieter: Pearl Agency
Produktinfos: http://www.pearl.de/a-PX2131-1040.shtml?query=photo%20scanner (nicht mehr lieferbar)

Wie Bacon hergestellt wird

Der Shopblogger berichtet heute über ein Video auf Youtube, das die Fabrikherstellung von Bacon zeigt. Wenn ich nicht eh schon gewusst hätte, dass heute zum Räuchern nur noch Nassrauch, also quasi Aroma (was darfs denn sein: Buchenrauch oder echt amerikanischer Hickory?), dafür benutzt wird, wäre ich jetzt wohl geschockt. Das Video passt gut zum Artikel, den ich über das Buch „Die Suppe lügt“ geschrieben habe:
[youtube e0DbcUUO-hI]

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