Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: Januar 2009

Durch die Win­dows-Update-Höl­le gehen

Die Windows-Update-Hölle

Die Win­dows-Update-Höl­le – Bild­quel­le: https://totschka.files.wordpress.com/2016/03/w7update‑1.png?w=584&h=438 (OK, ich weiß: Das Bild ist von einem Win7-Update, nicht aus XP, aber im Ernst: Ist das nicht Jacke wie Hose?)

Schwa­ger Bernd frag­te ja schon neu­lich, wie wir sei­nen alten Desk­top-Com­pu­ter mit Win­dows XP ans Inter­net brin­gen. Sein Lap­top kommt zumin­dest per Kabel an den Rou­ter,  aber der Desk­top­rech­ner hat kei­ne Netz­werk­kar­te. Vor Wochen ver­such­te ich also eine Netz­werk­kar­te zu instal­lie­ren, aber erfolg­los. Bernds noch lai­en­haf­te­ren Ver­su­che schei­ter­ten eben­falls. Dann ver­such­te er’s vor kur­zem mit einem WLAN-USB-Stick, aber der ver­lang­te min­des­tens das Ser­vice­pack 2. Nor­ma­ler­wei­se ja kein Pro­blem, wenn man eine halb­wegs schnel­le Inter­net­ver­bin­dung hat, aber wenn der Rech­ner eben erst ans Inter­net soll? Ein regel­rech­ter Teu­fels­kreis. Als regel­mä­ßi­ger Updater und häu­fi­ger Leser ver­schie­de­ner PC-Zeit­schrif­ten dach­te ich: OK, kein Pro­blem, ich habe ja alte Heft-CDs auf­ge­ho­ben, die das SP2 ent­hal­ten haben. Damit Bernd auch das längst erschie­ne­ne SP3 bekommt, habe ich ihm also das SP3 als CD-ISO her­un­ter­ge­la­den, gebrannt und per Snail-Mail geschickt. Eben ruft er an, die SP3-CD hat als Mini­mum SP1 ver­langt, das natür­lich auch noch nicht instal­liert war (Ich schla­ge in Gedan­ken die Hän­de vor dem Kopf zusam­men, grrr!).

Aber immer­hin kam die Mel­dung gleich. Die SP2-CD-dage­gen hat erst­mal gerödelt und gerödelt, hau­fen­wei­se Datei­en ent­packt, bis die Mel­dung kam, der Pro­duct-Key sei falsch und die Instal­la­ti­on damit abge­bro­chen wur­de. Bernds Recher­che auf den Sup­port­sei­ten von MS ergab dann immer­hin, dass der Pro­duct Key aus irgend­wel­chen Miss­brauchs­grün­den geän­dert wer­den müs­se. Das ein­zi­ge, was nicht geklappt hat­te, war dann, dass er bei der Ein­ga­be des Befehls ein Leer­zei­chen zuviel ein­ge­ge­ben hat­te. Ich bin gespannt, ob die wei­te­ren Instal­la­ti­ons­schrit­te jetzt klap­pen. Man geht wirk­lich durch die Höl­le, wenn die Vor­be­nut­zer nicht regel­mä­ßig Updates auf­ge­spielt haben. Und dass sie es nicht getan haben, kann ich ange­sichts der Down­load­zei­ten per Modem manch­mal durch­aus ver­ste­hen … Ich habe mitt­ler­wei­le im Bekann­ten­kreis sovie­le Rech­ner in den Fin­gern gehabt, deren Win­dows nicht aktua­li­siert war, und oft genug auch der Viren­scan­ner nicht, dass mich bei den übli­chen Viren­wel­len, die durch die Pres­se gehen, über­haupt nichts mehr wundert …

Somi­kon CRS Pho­tos­can­ner im Test

Scanner von oben gesehen

Der Scan­ner mit den Ein­schü­ben im Hintergrund

Durch ein Ver­se­hen beim Ver­sand habe ich vom Ver­sand­haus pearl.de den Somi­kon CRS Pho­tos­can­ner zum Tes­ten bekom­men, einen Fotos­can­ner für Papier­fo­tos. Ich bin zwar mit mei­nem Epson 2480 Pho­to sehr zufrie­den, war aber neu­gie­rig, wie die­ser Fotos­can­ner funk­tio­niert, also habe ich ihn ausprobiert.

Was beim Aus­pa­cken gleich posi­tiv auf­fällt: Das Gerät ist mit knapp über einem Kilo extrem leicht. Zum Ver­gleich: Der Epson schlägt mit 2,8 Kilo zu Buche. Der Somi­kon-Scan­ner hat sei­ne Bau­wei­se bedingt auch einen rela­tiv gerin­gen Flä­chen­ver­brauch, da er eher in die Höhe strebt. Mit ca. 21 x 28 cm ist er deut­lich klei­ner als der Epson (27 x 41 cm), ver­zich­tet aber auch auf das Scan­nen von A4-For­ma­ten. Als rei­ner Fotos­can­ner muss er das natür­lich auch nicht leis­ten. Eben­falls posi­tiv: Das Gerät benö­tigt kei­ne eige­ne Strom­ver­sor­gung, son­dern bezieht den Strom über den USB-Anschluss, man spart sich also einen Platz auf den ohne­hin meist zu kur­zen und engen Steckerleisten.

Einschub

Einer der Einschübe

Zum Lie­fer­um­fang des Scan­ners gehört neben dem Scan­ner selbst drei Kunst­stoff­ein­sät­ze, in die die zu scan­nen­den Fotos ein­scho­ben wer­den. Die Instal­la­ti­on des Scan­ners und der Soft­ware ist ein­fach und pro­blem­los. Die Fotos müs­sen bei die­sem Gerät in einen der drei Kunst­stoff­ein­sät­ze ein­ge­scho­ben wer­den, und damit fan­gen die Pro­ble­me an: Die Ein­sät­ze sind für die drei Stan­dard­for­ma­te 9 x 13, 10 x 15 und 13 x 18 gedacht und eben genau nur dafür. Lei­der hat bei der Kon­struk­ti­on nie­mand mit der Wirk­lich­keit gerechnet.

Denn unter den Abzü­gen, die sich in mei­nen Alben befin­den, sind nur weni­ge, die wirk­lich die­sen For­ma­ten ent­spre­chen. Häu­fig sind es bei­spiels­wei­se 13,2 oder 14 cm und statt 9 manch­mal 8,8 oder 9,4 cm. “O.K.”, denkt man sich “wenn der klei­ne Ein­satz zu klein ist, pro­bie­ren wir’s mit dem gro­ßen”. Aber dort fal­len die Bil­der nach vor­ne her­aus, da eine Abde­ckung fehlt. Und so fällt auch Papis Klein­for­mat 7,5 x 10,5 buch­stäb­lich aus dem Rahmen.

Der Somikon-Einschub bei kleinen Bildern

Der Ein­schub: Bei klei­nen Bil­dern auch nicht immer passend

Selbst der Ver­such, das Foto auf zwei Sei­ten in den Ril­len fest­zu­klem­men, hilft nicht unbe­dingt wei­ter, da die alten Fotos leicht gewölbt sind und so beim Scan­vor­gang zu Unschär­fen füh­ren. Flach­bett­scan­ner lösen die­ses Pro­blem durch das Gewicht ihres Deckels. Dar­über hin­aus ist auch das Her­aus­zie­hen der Bil­der aus den Ein­sät­zen mit etwas Fum­me­lei verbunden.

Zum Scan­nen und Bear­bei­ten der Fotos lie­fert Somi­kon die Soft­ware „Pho­to­Im­pres­si­on 6“ von Arc­Soft mit. Alles wirk­lich Not­wen­di­ge für die Bear­bei­tung der Bil­der bie­tet die Soft­ware. Wer mit pro­fes­sio­nel­ler Soft­ware wie Ado­be Pho­to­shop umge­hen möch­te, hat einen gro­ßen Nach­teil: Der Scan­ner hat kei­ne Twain-Schnitt­stel­le, sodass er über die „Importieren“-Funktion von Pho­to­shop nicht ansprech­bar ist. Man ist also auf „Pho­to­Im­pres­si­on“ ange­wie­sen. Davon abge­se­hen blei­ben Mac- oder Linux-Benut­zer außen vor.

Nach­dem ich also ein Foto gefun­den habe, das in den Rah­men passt, pro­bie­re ich die Soft­ware aus: Über „Foto öff­nen“ und „Vom Foto-Scan­ner erhal­ten“ öff­net sich ein Ein­stel­lungs­dia­log zum Fest­le­gen der Auf­lö­sung, Farb­tie­fe, Spei­cher­ort und der Schnei­de­ma­ße des Bil­des, die unüb­li­cher­wei­se in Zoll ange­ge­ben sind und kei­ne benut­zer­de­fi­nier­ten Maße erlaubt. Dar­über hin­aus ist das Bild zu dun­kel, die Stan­dard­ein­stel­lun­gen müs­sen also ange­passt wer­den. Über die­sen Umstand könn­te man noch hin­weg­se­hen, da so man­cher Scan­ner nach­jus­tiert wer­den muss und sich man bei man­chen Bil­dern ohne­hin oft eine Nach­be­ar­bei­tung anschließt. Der Scan selbst geht tat­säch­lich sehr schnell von­stat­ten, dafür wird der Rah­men des Kunst­stoff­ein­sat­zes gleich mit­ge­scannt und nicht auto­ma­tisch entfernt.

Der Preis von 129 Euro ist recht hoch, wenn man bedenkt, dass man aller­lei Nach­tei­le in Kauf nimmt, und dass Flach­bett­scan­ner der Markt­füh­rer wie Canon oder Epson mit aus­ge­reif­ter Soft­ware und teil­wei­se inte­grier­ter Durch­licht­ein­heit für Dias schon für unter 100 Euro erhält­lich sind, wür­de ich das Gerät nicht kaufen.

Tech­ni­sche Daten (laut Hersteller):

- Hoch­auf­lö­sen­der 5 Mega CMOS-Sen­sor, 1800 dpi (3600 interpoliert)
– Ultra­kur­ze Scan-Zeit: unter einer 1 Sekunde
– Farb­tie­fe: bis 48 Bit
– Schnel­ler USB 2.0‑Anschluss (kom­pa­ti­bel zu USB 1.1)
– Sys­tem­vor­aus­set­zung PC/Notebook: Win­dows XP/Vista

Über­sicht Vorteile/Nachteile:
+ sehr leicht (1150 g)
+ kei­ne eige­ne Strom­ver­sor­gung nötig
+ gerin­ger Flächenverbrauch
+ schnel­ler Scanvorgang
Ein­sät­ze ohne Glas­ab­de­ckung (Foto-For­ma­te müs­sen exakt ein­ge­hal­ten werden)
Scan ohne Ände­rung der Stan­dard­ein­stel­lung viel zu dunkel
Ein­sät­ze wer­den mitgescannt
kei­ne Twain-Schnittstelle
nur für Windows

Anbie­ter: Pearl Agen­cy
Pro­dukt­in­fos: http://www.pearl.de/a‑PX2131-1040.shtml?query=photo%20scanner (nicht mehr lieferbar)

Wie Bacon her­ge­stellt wird

Der Shop­blog­ger berich­tet heu­te über ein Video auf You­tube, das die Fabrik­her­stel­lung von Bacon zeigt.
Wenn ich nicht eh schon gewusst hät­te, dass heu­te zum Räu­chern nur noch Nass­rauch, also qua­si Aro­ma (was darfs denn sein: Buchen­rauch oder echt ame­ri­ka­ni­scher Hick­ory?), dafür benutzt wird, wäre ich jetzt wohl geschockt. Das Video passt gut zum Arti­kel, den ich über das Buch “Die Sup­pe lügt” geschrie­ben habe:

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