Allerlei aus Heidelberg und der Welt

Monat: November 2008

Neue Digi eingetroffen

Nikon D90 verpackt

Nikon D90 verpackt

Klasse: Nachdem mich amazon mit den Lieferzeiten erst in Stich gelassen hatte, habe ich jetzt bei M & M meine neue Nikon D90 geholt. Bin gespannt, wie sich’s damit fotografieren lässt und hoffe, dass ich am Wochenende ein bisschen damit spielen kann.

 

Die Schule des Lesens

Einen bibliophilen Leckerbissen hat mir Esther zum Geburtstag geschenkt: „Die Schule des Lesens“ heißt das Werk. Herausgegeben wurde es von der „Collection Büchergilde“, einem Ableger der Büchergilde Gutenberg und der Stiftung Lesen, verkauft wird es aber auch unter anderem in den Geschäften der Geschenkladenkette Bellobene.

Bereits der Verlag ist schon ein Hinweis darauf, dass man Qualität erwarten darf, hat doch die Büchergilde schon etliche Preise für die sorgfältige Herstellung und die gelungene Gestaltung ihrer Buchausgaben errungen. Hier handelt es sich allerdings weniger um ein Buch im klassischen Sinne: Den Leser erwartet eine Mappe (die Herausgeber nennen sie „Kladde“) mit Texten von 34 Schriftstellern, Verlegern und anderen Künstlern zu ihren prägenden Leseerfahrungen auf knapp 50 Einzelblättern.

Zu den Autoren gehören Schriftsteller wie Günter Grass, Bodo Kirchhoff oder Martin Suter. Vertreten sind auch beispielsweise die Illustratorin Rotraud Susanne Berner und die Filmemacherin Doris Dörrie ebenso wie Hans-Joachim Gelberg, Begründer des Beltz & Gelberg-Kinder- und Jugendbuchprogramms sowie Manfred Metzner vom Heidelberger Verlag „Das Wunderhorn“.
Sie alle haben teils amüsante, teils spannende, aber immer interessante Geschichten darüber zu erzählen, welche Leseerfahrungen sie geprägt haben. Das fängt bei einfachen Weinetiketten an und erstreckt sich von typischen Werke der Kindheit und Jugend wie Karl Mays „Winnetou“, der Bibel und Astrid Lindgrens „Kalle Blomquist“bis hin zu Hermann Hesses „Eine Stunde hinter Mitternacht“ oder Thomas Manns Klassiker „Die Buddenbrooks“ und „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. Spannend sind auch einige weniger bekannte Titel wie Robert Burntons „The Anatomy of Melancholy“ oder „Die Zimtläden“ von Bruno Schulz.

Amüsant ist in jedem Falle, wie der junge türkischstämmige Autor Selim Özdogan beschreibt, dass ein Satz auf dem Weinetikett eines von ihm gekauften Weins aus dem Supermarkt ihn lehrte, den Sätzen, die er häufig eher nebenbei liest, mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Besondere Freude hat mir gemacht, dass jedes Blatt separat und mit Blick auf die jeweilige Geschichte mit unterschiedlicher Typografie und speziellem Layout gesetzt worden ist, teilweise auch mit Illustrationen versehen.

Doch nicht nur dies: Für Menschen, die sich nicht nur mit dem Inhalt des Gelesenen beschäftigen, sondern auch Freude an Typografie haben, ist eine eigene Übersicht über die jeweils verwendeten Schrifttypen von der American Typewriter (Veit Heinichen) über Futura (Tucholsky) und Meta Plus (Judith Kuckart) bis Vergil (Alberto Dines) reichen oder von Bodoni bis Trajan.

Eher zur eigenen Selbsterkenntnis ist auch ein Fragebogen beigefügt, in dem man sich nach dem persönlichen Lieblingsbuch oder Lieblingsautoren befragen kann, wie man dazu kam, welchem Schriftsteller man schon selbst begegnet ist oder was Literatur bewirken kann.

Wer also aus Vergnügen liest und gerne erfährt, was andere beim Lesen bewegt hat und sich an der Präsentation des Lesestoffs erfreut, für den ist diese Mappe ein hervorragendes Geschenk und mit 19,95 Euro überdies nicht einmal teuer.

Bestelllink:

Büchergilde Gutenberg

 

Endlich korrekt schreiben!

Duden Korrektor PLUS 5.0

Duden Korrektor PLUS 5.0

„Rechtschreibung? Es schreibt doch sowieso jeder, wie er will“, bekommt man oft genug zu hören. Doch in den letzten Jahren sind viele Menschen sprachbewusster geworden, wie die Verkaufs- und Besucherzahlen von Büchern und Veranstaltungen des Spiegel-Kolumnisten Bastian Sick („Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“) zeigen. Nachdem das Hickhack um die Reform der deutschen Rechtschreibung vorbei ist, weiß man, woran man sich halten kann. Die Wörterbuchverlage haben ihre Nachschlagewerke nach der Reform ausgerichtet, aber was macht man am PC? Ein reines Wörterbuch greift da eigentlich zu kurz. Oft genug weiß man ja auch gar nicht, dass man etwas falsch schreibt. Word als Textverarbeitung hat zwar eine eingebaute Rechtschreibprüfung. Doch die lässt sehr zu wünschen übrig: Es gibt zu viele Fehlalarme, und viele tatsächliche Fehler werden nicht erkannt. In der Alternative OpenOffice sieht es eher noch schlechter aus, hier gibt es nicht einmal eine Grammatikprüfung.

„Duden Korrektor“: Seine Fehlergenauigkeit macht ihn so wertvoll

Die Lösung heißt „Duden Korrektor“, und das nicht, weil ich für Duden arbeite, sondern weil ich ihn wirklich tagtäglich nutze, und zwar mit Erfolg. Jeder längere Text, den ich in Word schreibe (auch dieser hier), wird zumindest auf Rechtschreibung geprüft, und meist auch auf Grammatik. Dabei läuft der „Duden Korrektor“ spätestens seit der Version 3.5 bei mir so schnell, stabil und problemlos, dass ich ihn nicht mehr missen möchte. Was ihn so wertvoll macht, ist seine Fehlergenauigkeit: Schon in der Standardeinstellung (mit eingeschalteter Hintergrundprüfung=Rechtschreibprüfung) erkennt der Korrektor extrem viele Fehler: nicht nur Tippfehler, sondern auch fehlerhafte Abkürzungen (wie MWSt statt MwSt.), doppelte Leerzeichen und vieles mehr. Klickt man nach dem Erstellen des Textes zusätzlich auf „Korrektur starten“, wird über ein Dialogfeld auch zusätzlich die Grammatik und der Stil überprüft. Dabei erkennt der Korrektor auch fehlerhafte Beugungen von Wörtern, oder wenn das Geschlecht von Artikel und Substantiv (z. B. „eine kleines Haus“) nicht übereinstimmt.

Komplexe computerlinguistische Verfahren im Hintergrund
Natürlich hat eine solche Software Grenzen, die darin liegen, dass ein Computer nur nach Regeln arbeiten kann. Die Software versucht, die grammatische Struktur von Sätzen zu erkennen und so die Funktion eines Wortes zu erkennen. Nicht immer ist es möglich, die Funktion eines Wortes eindeutig zu erkennen, da Sprache für eine Maschine oft zu mehrdeutig ist. Für eine einfache Rechtschreibprüfung ist es beispielsweise nicht möglich zu erkennen, welche Funktion „weiß“ in „Wir weiß es nicht.“ hat. Ist es die Farbe „weiß“ oder eine Form von „wissen“? Der „Duden Korrektor“ dagegen erkennt, dass es sich hier um ein Verb handelt, und sieht in der Kombination mit „wir“, dass hier „weiß“ nicht zu „wir“ passt, also die falsche Form des Verbs oder das falsche Pronomen gewählt wurde. Er erkennt natürlich nicht, worin sich der Verfasser geirrt hat, also ob er schreiben wollte „wir wissen es nicht“ oder „ich/er/sie/es weiß es nicht“. Intelligent ist aber bereits die reine Rechtschreibprüfung. Die ersten Programme (und die einfachen funktionieren immer noch so) haben einfach die geschriebenen Wörter mit einem internen Wörterbuch verglichen und einen Fehler moniert, wenn das Wort oder eine Wortform nicht in der Liste war. Das bedeutet aber, dass alle Formen z. B. von „wissen“ wie „weiß“, „weißt“, „wisse“ im Wörterbuch enthalten sein müssen, ebenso die verschiedenen Groß- und Kleinschreibungen für das Verb „wissen“ und das Substantiv „Wissen“. Hier erkennt man auch, dass eine einfache Rechtschreibprüfung bereits mit der Erkennung der richtigen Groß- und Kleinschreibung überfordert ist, da sowohl „Wissen“ und „wissen“ korrekte Wörter sind, aber unterschiedlich verwendet werden. Nimmt man noch zusammengesetzte Wörter hinzu, wie „Geburtstag“ oder gar „Geburtstagstorte“ oder die Ungetüme wie „Donaudampfschifffahrts- …“, wird klar, dass das Wörterbuch so groß wäre, dass das Durchsuchen selbst bei leistungsfähigen Computern sehr lange dauert. Auch aus dieser Überlegung heraus ist man dazu übergegangen, Wörterbücher mit eingebauten Regeln zu kombinieren. Die Software erkennt beispielsweise bei „weiß“, dass dies eine der gültigen Formen von „wissen“ ist, oder dass „Stammbaum“ aus den beiden korrekten Wörtern „Stamm“ und „Baum“ zusammengesetzt ist und zudem die Zusammensetzung richtig gebildet ist, denn es heißt ja nicht „Stammsbaum“ oder „Hundkuchen“, sondern „Stammbaum“ und „Hundekuchen“. Bisher ging es aber noch um reine Morphologie- (Wortstamm-) und Beugungsregeln. Schwieriger wird es schon bei ganzen Sätzen: Eine Satzkonstruktion zu erkennen, ist schon sehr kompliziert, und hier bringt eine gute Grammatikprüfung computerlinguistische Höchstleistungen. Schon allein die Wortstellung ist im Deutschen sehr variabel, da sie je nach Betonung: „Ich will nur reden mit dir“ ist ebenso korrekt wie „Ich will nur mit dir reden“ oder „Reden will ich nur mit dir“. Bei mehrgliedrigen Sätzen wie Relativsätzen wird es weitaus komplizierter. Der „Duden Korrektor“ aber erkennt in der Regel, ob ein „das“ hinter einem Komma mit „ss“ oder einfachem „s“ geschrieben werden muss.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Den „Duden Korrektor“ gibt es in einer ganzen Reihe von Versionen: für Microsoft Office, für OpenOffice und StarOffice und für Satzprogramme wie Adobe InDesign und FrameMaker, und seit einigen Tagen gar für BlackBerry-Handys. Der Preis ist mit 19,95 Euro für MS Office und OpenOffice/StarOffice sehr moderat. Für MS Office gibts darüber hinaus auch eine PLUS-Version mit zusätzlichen Funktionen wie der Stapelverarbeitung von Dokumenten und der Fehlerstatistik, die dabei helfen soll, seine eigenen Schwächen in Rechtschreibung und Grammatik zu erkennen, und nicht zuletzt vier digitalen Wörterbüchern (die Standardversion hat nur eines), damit man sich vor dem und beim Schreiben schlauer machen kann.

Systemvoraussetzungen für den „Duden Korrektor”
für Microsoft Office (Standard und PLUS)

  • Microsoft Windows 2000 (ab SP2)/ XP/Vista (32-Bit-Version)
  • Microsoft Office 2000/XP/2003/2007 oder Works 9.0
  • mindestens 550 MB freier Festplattenspeicherplatz (Standard)
  • mindestens 750 MB freier Festplattenspeicherplatz (PLUS / PLUS-Update)
  • CD- oder DVD-ROM-Laufwerk

© 2020 tauberschmidt.de

Theme von Anders NorénHoch ↑