Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: Oktober 2008

Schö­nes Herbst­wo­chen­en­de auf dem Kal­ten­bronn im Schwarzwald

Das ver­gan­ge­ne Wochen­en­de haben Esther und ich in bzw. auf dem Kal­ten­bronn im Schwarz­wald ver­bracht. Ange­reist sind wir am Frei­tag­nach­mit­tag bei son­ni­gem Wetter,

Aussicht vom Kaltenbronn

Aus­sicht vom Kaltenbronn

und auch am Sams­tag war das Wet­ter per­fekt: Strah­lend blau­er Him­mel und nix als Natur drum­her­um: Kal­ten­bronn besteht nur aus weni­gen Häu­sern, dar­un­ter unser Hotel, das Hotel Sar­ba­cher und ein Info­zen­trum. Dane­ben ein Abhang mit Ski­lift, eine Schlit­ten­wie­se und ein Rotwildgehege.

Wildseemoor

Wild­see­moor

Am Sams­tag sind wir gleich nach dem Früh­stück los­ge­wan­dert: In rund 2 km Ent­fer­nung gibts das Wild­see­moor, ein Hoch­moor mit Bann­wald und auch sonst viel Wald drum­her­um. Nach einem stär­ken­den Cap­puc­ci­no und Kuchen am Nach­mit­tag haben wir das Dampf­bad und die Gerä­te im Fit­ness­be­reich aus­pro­biert. Den Abschluss des Tages bil­de­te das lecke­re 4‑Gän­ge-Menü gut­bür­ger­li­cher Art mit Wild im Hotelrestaurant.

360-Grad-Pan­ora­ma vom Hohlohturm:

Panorama Kaltenbronn

Pan­ora­ma Kaltenbronn

Der Sonn­tag bot kei­nen ganz so blau­en Him­mel mehr, aber immer noch gut, sodass wir zum Hoh­loh­turm in der Nähe gelau­fen sind und ein kom­plet­tes Rundum­pan­ora­ma mit Sicht bis zu den Voge­sen und zur Schwä­bi­schen Alb genie­ßen konn­ten. Über den Hoh­loh­see im Moor gings auf die Süd­sei­te ober­halb Kal­ten­bronns und zurück zum Hotel, wo dies­mal die Sau­na auf uns wartete.

Am Mon­tag gab es nur noch Regen, Regen, Regen, per­fekt also für die Abrei­se. Den Rück­weg nah­men wir über Baden-Baden – nach so viel Natur am Wochen­en­de war jetzt ein biss­chen Shop­ping mit Rast im stil­vol­len Café König angesagt.

Reich-Rani­ckis Fern­seh­preis: Nur eine Inszenierung?

Alle Welt spricht gera­de vom “Eklat” bei der Ver­lei­hung des Deut­schen Fern­seh­prei­ses an Mar­cel Reich-Rani­cki (MRR) am Sams­tag in Köln. Am Sams­tag war die Ver­lei­hung, ges­tern anschei­nend die Aus­strah­lung. Was ist pas­siert? MRR, “Lite­ra­tur­papst” mit hohem Unter­hal­tungs­wert, mein­te, den Preis für sein Lebens­werk nicht anneh­men zu kön­nen, weil er die Ver­an­stal­tung als niveau­los empfand.

Da hat er die­se Art der Sen­dung wohl vor­her wirk­lich nicht gese­hen. Sol­che Preis­ver­lei­hun­gen, bei denen vie­le Per­so­nen Prei­se bekom­men, sind doch eigent­lich an sich schon niveau­los: Was pas­siert dort denn schon? Meist führt irgend­ein Mode­ra­tor (manch­mal auch zwei) mehr oder weni­ger char­mant durch den Abend, redet nett und unver­fäng­lich über dies und das und kün­digt die Lau­da­to­ren mit einer klei­nen Lob­re­de auf den Lau­da­tor an. Der wie­der­um erzählt nett und meist unver­fäng­lich etwas Posi­ti­ves über den­je­ni­gen, dem er den Preis über­rei­chen soll. Letz­te­rer ist dann ganz über­rascht und dankt dem Publi­kum, der Jury, sei­ner Groß­mutter oder weiß der Teu­fel wem und quetscht viel­leicht auch noch ein Trän­chen der Rüh­rung raus.

Um einer sol­chen Ver­an­stal­tung aus der Bedeu­tungs­lo­sig­keit her­aus­zu­hel­fen, soll­te schon mal ent­we­der ein Lau­da­tor einen umstrit­te­nen Schau­spie­ler wie Tom Crui­se für sei­nen Mut loben, oder ein Preis­trä­ger den Preis ableh­nen. Nach­dem Turi2.de jetzt berich­tet, dass Reich-Rani­cki sei­nen Preis wohl doch mit nach­hau­se genom­men hat, fragt man sich, ob das nicht auch insze­niert sein kann. Ist doch schön, wenn wie­der alle über eine Preis­ver­lei­hung bzw. eine Sen­dung reden statt dar­über, ob nun eher die öffent­lich-recht­li­chen oder die pri­va­ten Sen­der ein Exis­tenz­recht im Inter­net haben.

Und wenn dann noch die Qua­li­tät des Fern­se­hens the­ma­ti­siert wird (Riech-Rani­cki hat ja auch als ein­zi­ge qua­li­täts­vol­le Alter­na­ti­ve zum ZDF nur 3sat und arte genannt, also auch Öffent­lich-Recht­li­che), dann kann man doch eigent­lich als Ver­an­stal­ter (ok, da ist auch RTL mit im Boot, aber sonst nur Öffent­lich-Recht­li­che) zufrie­den sein. Oder?

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