Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: September 2008

Pro­jekt Küche Teil 2

Projekt Küche Teil 2

Pro­jekt Küche Teil 2

Die Küche ist fer­tig: Das ist nun das Ergeb­nis vom vor­ver­gan­ge­nen Wochen­en­de: Bernd hat gan­ze Arbeit geleis­tet. Nach­dem ich am letz­ten Wochen­en­de auch die klei­ne Fuge hin­ter der Arbeits­plat­te mit Sili­kon aus­ge­spritzt habe, dür­fen wir nun so ziem­lich alles machen, was wir wol­len. Das ein­zi­ge, was ich noch erle­di­gen muss, ist die Ergän­zung des Sockels unten­dran, dann ist das Pro­jekt erle­digt. Ver­ar­bei­tet haben wir die Arbeits­plat­te “Numerär” und die Küchen­schrän­ke “Fak­tum” mit der bil­ligs­ten Front Här­lig, alles von IKEA. Aber was Teu­re­res wäre für die­se Woh­nung sicher auch über­trie­ben. Und das Gan­ze mit den Grif­fen “Annars”. Und was mein manch­mal geräusch­emp­find­li­ches Ohr beson­ders genießt (jaja, ich weiß, ich werd spie­ßig!): die Tür­schar­nier­dämp­fer. Damit schlie­ßen die Türen abso­lut geräuschlos!

Pro­jekt Küche Teil 1

Projekt Küche - der Status Quo

Pro­jekt Küche – der aktu­el­le Stand

Haar­klein will und kann ich nicht dar­über berich­ten, wie wir unse­re Küche auf­mö­beln. Gestört hat uns schon lan­ge der Murks rund um die Spü­le: Kei­ne gute Abdich­tung am Rand, ein Arbeits­plat­ten­rest in der Ecke und dar­un­ter toter, unge­nutz­ter Raum, der Spü­len­un­ter­schrank, der nichts taugt, … Jetzt haben wir es in Angriff genom­men: Links über Wasch- und Spül­ma­schi­ne bis in die lin­ke Ecke kommt über die Gerä­te eine Arbeits­plat­te, links in die Ecke ein Eck­un­ter­schrank mit Ron­dell und rechts bleibt noch Platz für einen 40er Unter­schrank. Nur lei­der kei­ne 40 cm! Klar war, dass es knapp wür­de. Da ich beim Aus­mes­sen die Möbel nicht weg­neh­men woll­te, war ich also zweck­op­ti­mis­tisch, dass die Brei­te aus­rei­chen wür­de, wenn ich von den Pseu­do­f­lie­sen rechts und links was weg­sä­gen wür­de. Nach­dem wir neu­lich die Möbel bei IKEA geholt und auf­ge­baut hat­ten, habe ich vor­ges­tern die Säge­rei hin­ter mich gebracht und die Möbel erst­mals vor Ort auf­ge­stellt, da der Instal­la­teur zu unfle­xi­bel war, sich vor­zu­stel­len, wie er die Ver­le­gung der Was­ser­zu­lei­tung für die Gerä­te bewerk­stel­li­gen soll­te, und da stell­te sich raus, dass die 40 cm vor­ne noch knapp da waren, der Platz aber nach hin­ten enger wur­de. Schwa­ger Bernd, der uns am Sams­tag beim Ein­pas­sen der Arbeits­plat­te etc. hilft, trös­te­te mich, das pas­sie­re auch bei Hand­wer­kern, da man nicht immer exakt aus­mes­sen kön­ne. Und war um Ideen nicht ver­le­gen, wie er und wir uns aus der Affä­re zie­hen können.

Heu­te nun war der Instal­la­teur da und hat in rund 2 Stun­den die Lei­tung unter­halb des Eck­un­ter­schranks ver­legt. Man wun­dert sich, wie lang das dau­ern kann und wie kom­pli­ziert man das machen kann. Der­weil läuft die Zeit …

Da wir den alten Spü­len­un­ter­schrank bereits abge­baut haben und die neue noch nicht rein­passt, impro­vi­sie­ren wir mit der alten, locker auf die neu­en Möbel gelegt und not­dürf­tig mit dem Abfluss ver­bun­den. Da wir noch nichts ein­räu­men kön­nen, liegt und steht also jede Men­ge Zeug her­um, was wie wir auf neu­en Platz war­tet, die Spül­ma­schi­ne und Wasch­ma­schi­ne ste­hen unge­nutzt rum und wir spü­len mit der Hand … Und im Arbeits­zim­mer lie­gen die bei­den 1,20 m lan­gen Ron­del­le­ta­gen her­um, die auf den end­gül­ti­gen Ein­bau war­ten … Ich hof­fe, dass wir am Sams­tag alles soweit erle­di­gen kön­nen, dass alles per­fekt steht und wir nur noch den klei­nen 40er-Schrank raus­nehm­bar haben, damit der Gip­ser am Diens­tag das Loch vom Rohr­bruch schlie­ßen kann.

Rohr­bruch reloaded

T-Stück des Rohrbruchs

Hier das Cor­pus delic­ti: Ein klei­nes, schwar­zes Loch, gera­de mal so groß wie ein Stecknadelkopf.

Wie­der ein Rohrbruch!

Mon­tag­mor­gen in der Küche beim Früh­stück. Esther: Was ist denn das für ein Geräusch? Ich: Was meinst du? Esther: Na, das Zischen oder Rau­schen. Ich (mehr, um mich und sie zu beru­hi­gen als aus Über­zeu­gung): Das wird der Regen sein, es gießt in Strö­men. Esther: Nein, glau­be ich nicht. Das Geräusch kommt aus Rich­tung Spü­le. Das muss ein Rohr­bruch sein, doch zu sehen ist kein Was­ser, ich lau­sche an der Wand, hin­ter der das Was­ser­rohr ver­läuft, das Zischen wird lau­ter, und die Tape­te am Boden ist etwas nass. Sch…! Ich ren­ne in den Kel­ler, stel­le den Haupt­hahn ab, da für die Woh­nung ja kei­nen eige­nen Absperr­hahn für die­sen Rohr­zweig hat. Ich küm­me­re mich also dar­um, dass der Instal­la­teur kommt, und schon bald ist er da, wir rücken Spül- und Wasch­ma­schi­ne sowie Spü­le ab, er klopft die Wand auf, und sieht es auch schon sprit­zen: Nicht viel, aber genug. Er ver­sucht, das Leck mit einer Repa­ra­tur­schel­le zu behe­ben, aber der Rohr­bruch ist so nah an einem T‑Stück, dass es nicht hält. Er macht sich also noch­mal auf den Weg, um das rich­ti­ge Teil zu holen, mit dem er das Loch schlie­ßen kann. Gegen 11 ver­lässt er die Woh­nung end­gül­tig, und schon am Abend stel­len wir fest, dass das Test-Küchen­krepp wie­der feucht ist. Kon­se­quenz: Der Instal­la­teur muss ein Stück Rohr raus­sä­gen und das Rohr mit­samt T‑Stück ersetzen.

Am Diens­tag kann der Instal­la­teur nicht kom­men, heu­te mor­gen noch vor acht steht er vor der Tür und hat sei­ne Hil­ti dabei. Noch wäh­rend der Arbei­ten kommt der Nach­bar und fragt, wann er denn duschen könne.

Gegen 9 Uhr ist alles erle­digt, die Möbel und Gerä­te wie­der an Ort und Stel­le. Ich hof­fe, das hält jetzt.

Nicht aus­zu­den­ken, was pas­siert wäre, wenn wir gera­de im Urlaub gewe­sen wären. Nach dem Rohr­bruch im letz­ten Jahr und einem klei­nen Leck im ver­gan­ge­nen Febru­ar erin­nern mich die häu­fi­gen Ein­sät­ze des Instal­la­teurs an “Casa­blan­ca”: Ich glau­be, wir ste­hen am Anfang einer lan­gen Freundschaft. 😉

© 2021 tauberschmidt.de

Theme von Anders NorénHoch ↑