Allerlei aus Heidelberg und der Welt

Monat: August 2008

Firefox auf dem Nokia

Firefox-Logo

Firefox-Logo

Das kann ja spannend werden: Wie die Computerwoche berichtet, will Nokia meinen Lieblingsbrowser Mozilla Firefox auf Qt und damit für seine Smartphone-Plattformen (und andere) portieren. Ich bin wirklich gespannt, ob der da den gleichen Erfolg wie auf dem PC hat. Am liebsten benutze ich auf dem Handy aber bisher Opera mini. Ob Nokia in der Lage ist, daran was zu ändern, halte ich für fraglich, da Opera mini die Datenmengen klein und damit die Surfgeschwindigkeit groß hält und auch sehr benutzerfreundlich ist.

Google-Mail als Spamfilter

Googlemail

Googlemail

Ich benutze schon seit einiger Zeit Google-Mail nebenher, nicht zuletzt auch, um eine weitere praktische Adresse für Formulare etc. zu haben. Nachdem ich einige Zeit schon beobachte, wie wenig Spam dort bis in den Posteingang kommt und in welcher Form Mails weitergeleitet werden, probiere ich jetzt Google-Mail als Spamfilter für meine normalen Mailadressen aus und bin bisher ziemlich begeistert! Gerade die geschäftlichen „Standard-“ Adressen wie info at schulz-tauberschmidt.de bekommen Unmengen an Spam (teilweise mehrere Hundert am Tag). Der Spamfilter vom Provider all-inkl.com taugt so gut wie nichts, sodass ich diese Mails erst an Google-Mail und dort per Filterregel an meine persönliche Mailadresse weiterleite, ohne sie im Googlemail-Posteingang auftauchen zu lassen. Seitdem landen im IMAP-Postfach meiner persönlichen Adresse nur noch ein bis zwei am Tag auf. Das ist zwar im Vergleich zu den ein oder zwei ernsthaften Mails pro Tag an diese Adressen immer noch zuviel, aber kein Vergleich zu vorher. Klar, strenggenommen könnte ich auch auf diese Adressen verzichten, aber auf der einen Seite möchte man ja sein Geschäft und damit auch die Kontaktadressen im Internet bekannt machen, auf der anderen Seite aber nicht überall die persönliche Firmen-Emailadresse verraten, die im Grunde vorwiegend als Absender dient.

türkisfarbene Flitzkacke

Manchmal fragt man sich, wie Reifen- und Schlauchhersteller ticken! Seit Samstag habe ich mich damit rumgeärgert, dass der eine Schlauch von Esthers Fahrrad keine Luft annehmen wollte:

Samstagabend: Hinterrad mit normalem Blitzventil braucht Luft. Kein Problem. Ich pumpe, pumpe, pumpe, die Luft ist drin. nicht üppig, aber genug fürs Erste. Vorderrad mit Sclaverandventil braucht auch Luft. Auch kein Problem, denke ich. Ich pumpe, pumpe, pumpe, es wird mehr und mehr Luft, aber beim Loslassen stößt mir die Pumpe fast den Kolben in den Magen, die Luft ist fast wieder raus. Sch…! Ich pumpe, pumpe, wieder, das gleiche Spiel. Ich versuche, die Pumpe anders anzusetzen, pumpe, pumpe, mir fällt fast der Arm ab, und zisch, plopp, der Kolben ist schon wieder in Bauchnähe, die Luft ist fast raus. Ist das Ventil kaputt oder ich? Mir scheint: beide! Ich drehe an dem Sicherungsschräubchen, aber es ist maximal draußen. Ist vielleicht an der Verbindungsstelle Ventil-Schlauch was kaputt? Naja, ich habe keine Lust mehr, das heute herauszufinden, bin hungrig, und es ist Zeit, was zu kochen und zu essen, wenn es heute noch was werden soll.

Sonntagabend: Es wird Zeit, weiterzusehen, ob ich da nicht doch Luft hineinbekomme. Hinterrad raus, den stramm sitzenden Schwalbe-Mantel runter, Schlauch raus, Unterwassertest: Natürlich ist der Schlach pottdicht, auch am Ventil kommt nichts, solange ich es nicht aufmache, dann die Überraschung: Ein bisschen Grünes oder Türkisfarbenes dringt durch das Ventil raus. Was ist das??? Was hat das in diesem Fahrradschlauch zu suchen? Blockiert das Zeug womöglich das Ventil? Ich schaue in die Fahrradkram-Kiste, ob sich nicht ein Reserveschlauch anfindet. Tatsächlich, er passt und hat auch ein Sclaverand-Ventil. Eigentlich mag ich die Dinger, weil sie hohe Luftdrücke aushalten und keiner so einfach das Ventil klauen kann. Kurzer Test: ok, er scheint dicht zu sein. Also: Schlauch und Mantel aufziehen und aufpumpen. Ich pumpe, pumpe, pumpe, es wird mehr und mehr Luft, und da, schon wieder kommt mir der Kolben entgegen. Ich probiere die anderen zwei Pumpen, die wie die erste bisher keine Probleme mit diesen Ventilen hatte. Bei beiden das gleiche Ergebnis wie vorher: Mehr als geschätzte 2 Bar gehen nicht rein.  Einmal falsch halten, und schon kommt fast alles raus. Ich könnte einen Anfall bekommen, mir reichts wieder für heute. Morgen fahre ich Esther mit dem Auto zur Arbeit.

Montagabend: Ein neuer Versuch: Ich nehme mir den Reserveschlauch, schraube mit der Zange den Ventileinsatz raus, untersuche ihn unter der Leuchtlupe auf Auffälligkeiten, überprüfe ihn auf Leichtgängigkeit und setze ihn wieder rein, da er in Ordnung scheint. Pro forma sehe ich mir den Einsatz vom ersten Schlauch an, auch keine Auffälligkeit. Ich mache einen letzten Pumpversuch, bastle die Pumpe am Pumpenkopf kurz auseinander und wieder zusammen, ob sich das was findet, natürlich nichts. Ein neuer Versuch, und es klappt!!! Die Luft hält, der Kolben verhält sich so, wie er soll, und in einer Minute ist der Reifen hart. Endlich! Ich schaue mir nochmal den ersten Schlauch an, und wundere mich nochmal über den türkisfarbenen Schlunz aus dem Ventil. Da ich den Schlauch nicht gleich wegwerfen will, drücke ich die restliche Luft raus: Der Schlauch schmatzt! Und wie er schmatzt! Es wirkt, als wäre Matsch drin! Ich drücke und drücke alles in Richtung Ventil, und da kommt es in einem Schwall: Rund einen Schöpflöffel voll grüner bis türkisfarbener Masse in breiartiger Konsistenz dringt durch das Ventilloch (in dem der Einsatz entfernt ist) nach außen! Erste Assoziation: „grüne Flitzk…“, wie bei Werner aus dem Semmel Verlach (Und ich saaach noch …!). Ist das eine Schlauchtuberkulose oder was? Mir ist rätselhaft, was das Zeug im Schlauch zu suchen hat! Ich bin sicher, nie mit irgendwelchen Pannenflicksprays gearbeitet zu haben, also dürfte da von mir nur Luft reingekommen sein! Merkwürdig, einfach nur merkwürdig!

Einfach praktisch, so’n Smartphone!

Nokia E65

Nokia R65

Es ist wirklich praktisch, und nachdem anfängliche Probleme mit der Firmware am Anfang ausgestanden scheinen, benutze ich mein Nokia E65 wirklich gerne. In loser Folge werde ich sicher immer mal wieder hier darüber berichten, oder darüber, was ich wieder an Nützlichem dafür entdeckt habe.

Historie: Eigentlich fing alles um 2001 an, als ich meinem Spieltrieb nachgab und mir für meine Pendelfahrten nach Frankfurt eine Art Handheld kaufte: Damals noch ein Psion Revo Plus mit sagenhaften 16 MB Speicherplatz, Touchscreen und einer QWERTZ-Tastatur, die zwar klein, aber trotzdem gut benutzbar war. Enthalten waren viele Anwendungen inkl. Webbrowser, Officesuite, Adressdatenbank, und sogar eine kleine Datenbank, in der man selbst Felder etc bestimmen konnte. Als Betriebssystem lief darauf Epoc32, ein Vorläufer von Symbian, das heute auf so vielen Nokia-Handys zu finden ist. Auf dem „Maschinchen“ konnte ich u.a. Briefe, Berichte und E-Mails schreiben und sie über das Handy dann in die weite Welt schicken. Weitere Anwendungen konnte man über eine Dockingstation mit serieller Schnittstelle zusätzlich installieren.

Psion Revo

Psion Revo

Zugeklappt war das Teil nicht viel größer als ein Brillenetui und sah smart aus. Schwachpunkt bei mir war wohl der Klapperatismus, mit dem man die Tastatur aufklappte, denn der brach irgendwann, und auch das eingebaute NiCd-Akku hat irgendwann nichts mehr getaugt. Nachteilig war auch, dass das Teil noch nicht über Hintergrundbeleuchtung verfügte, man also auf gute Lichtverhältnisse angewiesen war.

Nun gut: 2004, kurz vor dem EM, war also mal wieder eine Handyvertragsverlängerung notwendig, und ich guckte mir das Nokia 3660 aus, da es mir in puncto Kontaktdatenbank und sonstigem Funktionsumfang (inkl. Bluetooth) gut gefiel und überdies kaum etwas kostete (10 oder 20 Euro mit Vertragsverlängerung). Darauf lief bereits Symbian, und die Auswahl an
Anwendungen, mit dem man das Teil aufmotzen konnte, war atemberaubend groß. Besonders praktisch: Auch für Symbian hatte der Dudenverlag (nicht nur der, aber ich verdiene meine Brötchen mit ihm) die
wichtigsten Bände seiner Wörterbuchreihe verfügbar gemacht, und da ich die Produkte, für die ich Pressearbeit mache, natürlich auch kennen muss, war für mich also ein Symbian-Handy vom
Preis-Leistungs-Verhältnis am besten.

Nachdem jetzt in diesem Jahr die Kontaktdatenbank ausgerechnet auf der Cebit versagte und das Display allmählich unansehnlich wurde, war es also Zeit, sich nach Neuerem umzuschauen, ohne zuviel Geld auszugeben (einen Vertrag hatte und wollte ich nicht mehr): Christian Immler von envi.con (die Betreiber von pdassi.de (Palm und BlackBerry), pocketland.de (Windows mobile) und smartsam.de (Symbian)) gab mir den Tipp, mir mal das E65 anzusehen, und dafür habe ich mich dann auch nach Vergleich mit anderen Modellen entschieden. Das E65 bringt schon viel mit: WLAN und Bluetooth, aber auch ein Kabel für die Verbindung zum PC. Gerade zum Installieren ist eine Kabelverbindung doch ganz gut. Vieles, was man so braucht, ist schon drauf: Ein Mailprogramm, das auch IMAP kann, Quick-Office, um Word-Anhänge lesen zu können (OK, schreiben wäre manchmal noch besser), ein PDF-Reader, eine Kamera, die ich aber kaum brauche), Webbrowser mit Feedreader, Zip-Programm, also alles, was der digitale Mensch so braucht. Alles?
Naja, nicht ganz, zumal viele der Programme suboptimal sind: Die Verwaltung der Feeds ist miserabel (kein OPML-Import), der Datenumsatz ist bei dem normalen  Browser im Vergleich z.B. zu Opera Mini riesig, das Mailprogramm könnte komfortabler sein, und und und… Kurz: Das eine oder andere holt man sich am besten schon dazu. Zum Glück gibts viele Programme als Freeware oder für wenig Geld. Zurzeit neben der
Standardsoftware im (z.T. testweisen) Einsatz:

Duden (Rechtschreibung, Fremdwörterbuch, Universalwörterbuch und Duden-Oxford Großwörterbuch Englisch)
Brockhaus mobil
Opera mini
BTKeybd (für die cygnet-Bluetooth-Tastatur)
ProfiMail
Google Mail
Google Maps
fring
Newsgator Go! (RSS-Reader)
Internet Radio
Podcasting
CalSyncS60
DB Railnavigator

Über einige dieser Programme werde ich vielleicht noch schreiben, aber nochmal zurück zu E65: Dieser Slider ist klein (das 3660 ist dagegen ein grober Klotz) und praktisch. Die normale Handytastatur ist angenehm zu benutzen und das Display hat eine gute Auflösung, bei der man auf ein größeres Display gut verzichten kann. Der Telefonspeicher ist mit 50 MB recht groß, aber es schadet nicht, sich eine MicroSD anzuschaffen. Etwas wacklig erscheint mir der Pop-Port für die Kabelverbindung zum Rechner. Es passiert, dass schon bei geringer Bewegung des Handys die Verbindung unterbricht, und das Einstecken am Handy wirkt etwas mühselig. Die Kamera ist für die übliche Handhaltung etwas tief angebracht, sodass man meist erstmal seine Finger drauf hat, aber die Kamera brauche ich nicht so oft. Ebenfalls nachteilig: Der hintere Abdeckung löst sich so einfach, dass ich fürchte, sie irgendwann zu verlieren. Die Verarbeitung hätte also gut und gerne solider sein dürfen. Aber in der Summe bin ich im Moment ganz zufrieden damit.

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