Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: Juli 2007 (Seite 1 von 2)

Brom­Bee­ren­zeit – Eiszeit

Som­mer­zeit ist Bee­ren­zeit ist Eis­zeit. Am Wochen­en­de habe ich wie­der super­le­cke­re Brom­bee­ren bei unse­rem Bau­ern gefun­den, die ges­tern in einem eben­so lecke­ren Brom­beer­eis mün­de­ten. Das ist wirk­lich kein Hexen­werk, und wer sich mal die Zuta­ten­lis­te auf kom­mer­zi­el­lem Eis ange­se­hen hat, weiß auch das selbst gemach­te Eis zu schät­zen. In mein Eis kom­men nur 4 Zuta­ten: Brom­bee­ren, Zucker, Milch und Sahne.

Das Rezept ist ganz ein­fach: die Brom­bee­ren (250 g) mit Zucker (80 g) und einem Vier­tel­li­ter Frisch­milch in einen Stand­mi­xer geben und fein­mi­xen. Einen Becher Sah­ne (200g) etwas schla­gen (nicht steif) und bei­des mit­ein­an­der ver­rüh­ren und in die Eis­ma­schi­ne geben. Nach einer hal­ben Stun­de in ein Gefrier­ge­fäß geben und noch ein bis zwei Stun­den in das Gefrier­fach stel­len. Je nach Power der Eis­ma­schi­ne kann man sich Let­ze­res auch sparen.

 

Zur Eis­ma­schi­ne:
Die Anschaf­fung der Eis­ma­schi­ne (Phil­ips HR2303/10 Eis­creme-Auto­mat DELIZIA) hat sich wirk­lich gelohnt, obwohl ich nicht hun­dert­pro­zen­tig mit ihr zufrie­den bin: Sie besteht ja, wie vie­le Haus­halt­seis­ma­schi­nen, aus einer Schüs­sel, die gleich­zei­tig Kühlak­ku ist (dop­pel­wan­dig und mit Kühlak­kuflüs­sig­keit gefüllt), einem Gehäu­se, in das die­se Schüs­sel zum Betrieb ein­ge­setzt wird sowie einem halb­of­fe­nen Deckel mit Motor und Quirl, der die gefrie­ren­de Men­ge immer rührt, damit sie gleich­mä­ßig durch­friert und kei­ne zu lan­gen Eis­kris­tal­le ent­ste­hen. Nur ist bei man­chen Model­len das Akku offen­bar zu schwach, um die gan­ze Men­ge (meist ca. 0,8 Liter) zu einer schon fes­ten, aber noch gut teil­ba­ren Mas­se zu gefrieren.

Ich stel­le die Maschi­ne schon extra für die hal­be Stun­de bei lau­fen­dem Betrieb ins Gefrier­fach, aber das macht nur bei rich­tig hei­ßem Wet­ter einen grö­ße­ren Unter­schied. Aber ohne Eis­ma­schi­ne hät­te ich nie im Leben so oft Eis gemacht, und mitt­ler­wei­le habe ich schon vie­le Eis­sor­ten aus­pro­biert, je nach dem, was der  Markt gera­de her­ge­ge­ben hat. Natur­ge­mäß im Som­mer oft obs­ti­ges, zum Bei­spiel Erd­beer, Johan­nis­beer, Man­go, Melo­ne, Ana­nas. Im Win­ter sind dann eher Sor­ten wie Scho­ko­la­de, Pis­ta­zie, Mar­zi­pan etc. dran. Ich wer­de hier in loser Fol­ge immer wie­der aktu­el­le Rezep­te vorstellen.

Tour de Fran­ce – Doping-Leis­tungs­schau der Pharmas?

Als ich vor Wochen in das War­te­zim­mer mei­nes Arz­tes kam, ent­deck­te ich dort ein gerahm­tes Pos­ter mit Auto­gramm von Jan Ull­rich. Ich war schon drauf und dran, ihn zu fra­gen, ob Ärz­te das jetzt als Wer­be­ge­schenk von den Phar­ma­re­fe­ren­ten bekommen.

Was man zur­zeit von der Tour de Fran­ce hört, ist auch nicht viel bes­ser. Was haben die Rad­sport-Teams in den letz­ten Wochen vor der Tour nicht an Bes­se­rung gelobt, und einer oute­te sich nach dem ande­ren als ehe­ma­li­ger Doper.

War­um soll­te man mit dem gan­zen Geheul um das Doping nicht Schluss machen? Die west­li­chen Län­der, die bis­her die erfolg­rei­chen Teil­neh­mer der Tour de Fran­ce und ande­rer Rad­rund­fahr­ten stel­len, haben eine leis­tungs­fä­hi­ge Phar­ma­in­dus­trie und Medi­zin, und die soll­ten sie dem stau­nen­den Publi­kum auch zei­gen. Das geht auf sol­chen Rad­rund­fahr­ten doch viel bes­ser und emo­tio­na­ler als auf tro­cke­nen Kon­gres­sen! Was machen Spon­so­ren wie T‑Mobile, Gerol­stei­ner (Mine­ral­was­ser) oder Rab­obank (Finan­zen) auf einer sol­chen Ver­an­stal­tung? Könn­ten dort nicht Aven­tis, Novar­tis, und wie sie alle hei­ßen, viel wir­kungs­vol­ler auftreten?

Die Tat­sa­che, dass jetzt wäh­rend der Tour rei­hen­wei­se Teil­neh­mer wegen Dopings auf­fal­len, zeigt doch, dass der Hoch­leis­tungs­rad­sport nicht lern­wil­lig oder lern­fä­hig ist. Da könn­te man also doch gleich in die Offen­si­ve gehen und sagen: Ich dope, und das ist gut so. Könn­te man, oder doch nicht?

In der Tat könn­te man, wenn es da nicht doch eine gewis­se Ver­ant­wor­tung gegen­über den Sport­lern gäbe. Sowohl den Dopen­den als auch den Sau­be­ren gegen­über, die wirk­lich aus Sports­geist fah­ren. Den Dopen­den gegen­über, weil sie auch nur Men­schen sind, ziem­lich Dum­me zwar, sonst wür­den sie es nicht tun, aber immer­hin. Den Nicht-Dopen­den gegen­über, weil auch sie Anspruch auf einen – auf allen Ebe­nen – sau­be­ren Sport haben und gar nicht in eine Maschi­ne­rie der künst­li­chen Leis­tungs­stei­ge­rung kom­men sol­len, der sie sich aus Leis­tungs- und Erwar­tungs­druck kaum ent­zie­hen können.

Tauschticket.de – Weg mit den Staubfängern!

Buchticket

Wer kennt das nicht: Das Buch­re­gal wird vol­ler und vol­ler, und fürs Weiter­schen­ken weiß man nicht an wen. Eine Lösung für anti­qua­ri­sche Bücher ist buchticket.de – oder noch bes­ser tauschticket.de, für alle, die auch Fil­me, Musik oder Com­pu­ter­spie­le los­wer­den wol­len. Das Prin­zip ist ganz ein­fach: Man stellt die Bücher auf der Web­site ein und schickt sie dem­je­ni­gen, der sie haben will, auf eige­ne Portokosten.

Für jedes Buch (Film, Musik etc.), das sei­nen Emp­fän­ger gefun­den hat, bekommt man auto­ma­tisch über das Sys­tem ein Tausch­ti­cket. Mit die­sen Tausch­ti­ckets kann man sich dann selbst wie­der etwas aus­su­chen. Wenn sich weg­ge­schick­te und bekom­me­ne Bücher die Waa­ge hal­ten, wird zwar viel­leicht das Buch­re­gal nicht lee­rer, aber zumin­dest sind die Staub­fän­ger weg, die man eh nicht mehr liest. Und man kann ja auch Tausch­ti­ckets hor­ten statt sie einzulösen.

Das Ein­stel­len der Bücher ist ganz ein­fach: zuerst die ISBN ein­ge­ben, also die Bestell­num­mer, die meist vor­ne im Buch oder auf dem Ein­band steht. Wenn die ISBN im Sys­tem schon bekannt ist, wer­den die Daten schon vor­aus­ge­füllt, sonst kann man sie per­sön­lich ein­ge­ben. Ein paar Fel­der ermög­li­chen das Ein­ge­ben von per­sön­li­chen Bemer­kun­gen zum Zustand des Tausch­ob­jekts, eine Cover­ab­bil­dung (zu fin­den auch bei amazon.de) kann man hoch­la­den, und schon kann das Tau­schen los­ge­hen. Sobald ein Inter­es­sent anklickt, dass er das Buch haben will, bekommt man eine Mail mit der Anschrift des Inter­es­sen­ten. Die Mail bestä­tigt man und schickt das Buch auf die Rei­se. Ist das Buch ange­kom­men, soll­te man bestä­ti­gen, dass es ange­kom­men ist.

Buchticket.de gibt es zwar schon seit eini­gen Jah­ren, aber es ist nach wie vor rela­tiv unbe­kannt, zumal vie­le Leu­te viel­leicht noch ver­su­chen, ihre alten Bücher bei Ebay oder Ama­zon Mar­ket­place zu ver­kau­fen, die natür­lich eine wesent­lich bes­se­re Gesamt­ver­mark­tung bie­ten. Aber das Ange­bot hat es ver­dient, bekann­ter zu wer­den, zumal seit eini­ger Zeit mit tauschticket.de eben nicht mehr nur Bücher im Ange­bot sind.

Seit ich dabei bin, haben von 24 Büchern schon 15 ihre Abneh­mer gefun­den, aber es gibt noch genug, für die sich noch kein Inter­es­sent gefun­den hat. Wer mal stö­bern will: Hier mein “Bücher­re­gal”. Mitt­ler­wei­le sind natür­lich auch Bücher von Esther dabei.

UPDATE (17.10.2020): Mein Account bei Tauschticket.de habe ich zwi­schen­zeit­lich auf­ge­ge­ben. Zuwe­nig Nach­fra­ge. Eine wei­te­re Opti­on ist medimops.de. Dort kann man auch die Bal­ken­codes mit einer App und dem Smart­pho­ne gleich ein­scan­nen und so alle Daten und Infos mit einspielen.

Gru­is­san-Les Aygua­des 2006

Blick auf den Strand von Les Ayguades bei Gruissan

Blick auf den Strand von Les Aygua­des bei Gruissan

Den Som­mer­ur­laub 2006 haben wir in Gru­is­san ver­bracht, also in Süd­frank­reich, nicht weit von Nar­bon­ne ent­fernt, direkt am Meer. Cam­ping mit Zelt und Auto schied aus, weil wir unse­re Rücken scho­nen woll­ten; das Quar­tier in der Ardè­che, in das wir woll­ten, war zu unse­rer Wunsch­zeit nicht mehr frei, also haben wir uns für die Feri­en­woh­nung von Olafs Eltern ent­schie­den: Sie liegt inmit­ten einer Feri­en­an­la­ge namens Les Aygua­des auf einer Land­zun­ge etwas außer­halb von Gru­is­san. Die Woh­nung grenzt direkt an den Strand, ein Schritt durch die Gar­ten­pfor­te, und man ist mit­ten im weit­läu­fi­gen Sand. Er ist so weit­läu­fig, dass die Tages­be­su­cher des Strands noch weit weg sind, und man gut und ger­ne 200–300 Meter bis zum Was­ser läuft. Das Was­ser ist schön flach, also gut für Kin­der geeignet.

Hier eine Aus­wahl der Bilder:

sie­ben sie­ben sie­ben – Die Hoch­zeit, eine Woche später

Ja, war das wie­der eine schö­ne Hoch­zeit! Wie schon ange­kün­digt, haben am 07.07.07 Friedrun und Chris­ti­an gehei­ra­tet: Die Trau­ung und das anschlie­ßen­de Kaf­fee­trin­ken war in Schwä­bisch Hall im Gemein­de­haus “Glo­cke”, ein Gemein­de­haus, das die “Süd­deut­sche Gemein­schaft” eine Art Inne­re Mis­si­ons­ge­sell­schaft der Lie­ben­zel­ler Mis­si­on, erst im ver­gan­ge­nen Win­ter fer­tig­ge­stellt hat.
Ori­gi­nell in der Gestal­tung: Das – ganz ein­fach gehal­te­ne – Kreuz befin­det sich nicht, wie man erwar­ten wür­de, im vor­de­ren, erhöh­ten Teil des Got­tes­dienst­raums, son­dern drau­ßen im Frei­en dahin­ter.  Auf der lin­ken Sei­te ist eine Glas­wand, hin­ter der ein ein­fa­ches Holz­kreuz im Boden steckt, dahin­ter eine Feld­stein­wand. Bil­der habe ich vom Gemein­de­haus und dem Kaf­fee­trin­ken dort lei­der nicht. Dafür aber vom Rest der Fei­er in der Frank­schen Scheu­ne in Ober­as­pach, eini­ge Kilo­me­ter öst­lich von Schwä­bisch Hall. Viel Spaß beim Anschauen!

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