Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: Juni 2007

Word Explo­rer – 20 Spra­chen auf einen Schlag

Word Explorer E-Wörterbuch Multilingual von Jourist

Word Explo­rer Mul­ti­lin­gu­al von Jourist

Haben Sie schon von Taga­log gehört? Oder wis­sen Sie, was Flug­zeug auf Pol­nisch heißt? Dann wer­fen Sie mal einen Blick auf die neue Soft­ware “Word Explo­rer 2.0 mul­ti­lin­gu­al” vom Jou­rist Ver­lag. Die­ses neue digi­ta­le Wör­ter­buch­pro­gramm ist gera­de erschie­nen und bie­tet sage und schrei­be 20 Spra­chen auf einer CD-ROM. Nach der Instal­la­ti­on gibt man ein­fach das gesuch­te Wort ein, der Cur­sor springt dabei auto­ma­tisch ins Ein­ga­be­feld. Nach dem Drü­cken der Return­tas­te wird das Wort gleich im ers­ten ange­zeig­ten Wör­ter­buch angezeigt.

Stan­dard­mä­ßig ist hier Deutsch-Dänisch ein­ge­stellt, aber die Rei­hen­fol­ge der Wör­ter­bü­cher lässt sich belie­big mit Kli­cken und Zie­hen ver­än­dern. Neben den meis­ten euro­päi­schen Spra­chen sind auch exo­ti­sche wie die Haupt­spra­che der Phil­ip­pi­nen, Taga­log, oder Malai­isch (Indo­ne­si­en) enthalten.

Die Soft­ware ist sowohl für Win­dows als auch für Mac OS X erhält­lich. Wer die CD kauft, bekommt eine Hybrid-CD, die auch auf dem Mac les­bar ist. Wer das Pro­gramm im Inter­net her­un­ter­lädt, erhält den Down­load jeweils pas­send zum gewähl­ten Betriebs­sys­tem. Unter Win­dows nis­tet sich das Pro­gramm in der Tas­kleis­te ein und ist so über eine Tas­ten­kom­bi­na­ti­on immer aufrufbar.

Sen­sa­tio­nell ist natür­lich der Preis: Für nur knapp 50 Euro den Wort­schatz für 20 Spra­chen zu bekom­men, ist schon unglaub­lich güns­tig. Wer weni­ger braucht, kann die meis­ten Spra­chen auch als Ein­zel­pro­gramm für dann 20 Euro kau­fen und auch mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. Erhält­lich im Fach­han­del oder beim Her­stel­ler unter jourist.com.

Fon? Fon wegen!

Vor eini­ger Zeit habe ich mir mal – damals noch für umme – eine Fone­ra schi­cken las­sen, um den “Spaß” mal aus­zu­pro­bie­ren, einen WLAN-Hot­spot zu haben, auf dem ande­re mit­sur­fen kön­nen. Bei einer DSL2000-Lei­tung grund­sätz­lich ja auch von der Band­brei­te her ja auch kein Pro­blem, zumal man die für Mit­sur­fer ver­füg­ba­re Band­brei­te selbst bestim­men kann. Und sich durch durch­rei­sen­de Gele­gen­heits­sur­fer die Flat­rate gegen­fi­nan­zie­ren zu las­sen, wäre auch nicht schlecht, denkt man sich so. Zumin­dest jeder, der bei FON als Ali­en ein­ge­tra­gen ist (Sta­tus ohne eige­nen FONspot), kann gegen den Kauf von Tages­ti­ckets güns­tig mit­sur­fen. Wer einen eige­nen FONspot hat und ande­re kos­ten­los mit­sur­fen lässt, wird als “Linus” bezeich­net, und wer sich das Mit­sur­fen bezah­len lässt, ist ein “Bill”. So weit so gut.
Seit kur­zem jedoch hat FON eine Ände­rung ein­ge­führt: Bills dür­fen jetzt auf allen FONspots kos­ten­los mit­sur­fen. Da fragt sich der gesun­de Men­schen­ver­stand: Wie vie­le Ali­ens gibt es denn wirk­lich, die noch für das Bezah­len in Fra­ge kom­men, wenn die Bills weg­fal­len? Dar­über hin­aus gibt es jetzt gene­rell 15min kos­ten­los. Zumin­dest zum E‑Mail-Abru­fen reicht das dicke, wenn die Band­brei­te stimmt. Schwer­wie­gen­der scheint aber dar­an zu sein, dass das Sur­fen in der Zeit offen­bar ohne Authen­ti­fi­zie­rung der E‑Mail-Adres­se mög­lich ist. Diver­se Bei­trä­ge in Foren und Arti­kel auf golem.de wei­sen auf die erhöh­ten Sicher­heits­ri­si­ken hin bzw. rufen zu Pro­test­ak­tio­nen auf. Wit­zi­ger­wei­se boy­kot­tiert sich FON bei mir seit Wochen selbst. Statt der übli­chen Log­in­sei­te erscheint nach dem Ver­bin­den mit dem öffent­li­chen WLAN-Signal der lapi­da­re Hin­weis “Ser­vice tem­pora­ry unavail­ab­le”. Seit ich mich Ende Mai beim Sup­port von FON gemel­det habe, habe ich nur Rück­fra­gen bekom­men, die auf Unwis­sen­heit der Mit­ar­bei­ter schlie­ßen las­sen oder auch gar kei­ne per­sön­li­che Ant­wort. In ver­schie­de­nen Foren sind ähn­li­che Fäl­le bekannt, die eben­falls bis­her nicht gelöst sind. Die gan­ze Geschich­te wirkt unaus­ge­go­ren, und wenn ich bis Monats­en­de kei­ne Pro­blem­lö­sung habe, geht das Ding off­line. Dann war’s das eben.

Zurück aus Umbrien

Beson­ders viel bin ich in die­sem Umbri­en-Urlaub nicht zum Schrei­ben gekom­men. Mal sehen, ob es die nächs­ten Male mit Mobi­le oder E‑Mail-Blog­ging etwas schnel­ler geht. Die Über­tra­gungs­ra­ten per Note­book über GPRS sind eben doch zum Abgewöhnen …

Ins­ge­samt war der Urlaub doch ganz schön. Nach­dem in der zwei­ten Woche das Wet­ter im Gro­ßen und Gan­zen bes­ser war, konn­ten wir die Zeit doch genie­ßen. Ins­ge­samt kann ich Umbri­en jedem emp­feh­len, der die aus­ge­tre­te­nen Pfa­de der Tos­ka­na satt hat und mal wirk­lich hüb­sche Städ­te ohne Rum­mel sehen will (Assi­si mal aus­ge­nom­men, doch auch das ist Anfang Juni noch sehr ruhig).
Wir waren außer­halb der Haupt­sai­son da, was ohne­hin schon ent­spann­ter ist, aber man merk­te doch vie­len Orten an, dass sie nicht ganz so auf Tou­ris­mus ein­ge­stellt waren. Wun­der­schön und wirk­lich nicht über­lau­fen sind bei­spiels­wei­se Pani­ca­le, Mon­te­leo­ne d’Or­vie­to und Mon­te­gab­bio­ne, alles Orte in einem Radi­us von 10 km von Pie­ga­ro aus. Pie­ga­ro selbst als unser nächs­ter erreich­ba­rer Ort war auch ganz schnu­cke­lig, hier eine klei­ne Kar­te bei Goog­le Maps mit Mar­kie­rung für das Land­gut “L’E­re­mo”, des­sen Namen wir man­gels aus­rei­chen­der Sprach­kennt­nis­se erst nach unse­rer Ankunft in sei­ner wah­ren Bedeu­tung erfasst haben: die Ein­sie­de­lei. Das Ter­rain ist so weit­läu­fig, dass ein Teil der Gebäu­de, in denen sich Feri­en­woh­nun­gen befin­den, über 3 km ent­fernt auf einem Hügel lie­gen, dar­un­ter auch die ehe­ma­li­ge Kapel­le, die (offen­bar von 1200 an) als Ein­sied­ler­ka­pel­le gedient hat. Pie­ga­ro liegt in Luft­li­nie nur ca. 1 km weit, aber für uns waren es 5 km, davon 3 km Schot­ter- und Stein­pis­te bis zur Grund­stücks­aus­fahrt, und dann 2 km Land­stra­ße. In Pie­ga­ro erhält man immer­hin das Allernotwendigste. 
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End­lich Son­ne in Umbrien!

End­lich hat­ten wir heu­te mal den gan­zen Tag Son­ne (naja, ges­tern war auch nicht so schlecht, nur auf der Rück­fahrt reg­ne­te es kurz), und mor­gen soll es noch mal ähn­lich sein! Da war end­lich auch mal das rich­ti­ge Wet­ter, um den Pool aus­zu­pro­bie­ren, und das nach einer Woche! Eine herr­li­che Erfri­schung! Bevor wir anfan­gen zu kochen (Natür­lich Pas­ta!), malt Esther noch, und ich habe nach der Zei­tungs­lek­tü­re noch schnell das Note­book zum Blog­gen angeworfen.

Sonnenbeschienenes Hausbrückchen in Panicale

Haus­brück­chen in Panicale

In den letz­ten Tagen waren wir nicht mehr ganz so viel unter­wegs: Ges­tern sind wir nach Cas­tiglio­ne del Lago (gemeint ist der Lago di Tra­si­me­no) gefah­ren und haben auf Emp­feh­lung des ande­ren Ehe­paars, das bis ges­tern hier wohn­te, auf dem Weg auch das bild­hüb­sche Städt­chen Pani­ca­le ange­schaut, das eigent­lich beein­dru­cken­der war als Cas­tiglio­ne selbst: Wie vie­le klei­ne Städ­te hier liegt Pani­ca­le oben auf einem Hügel, mit Kir­che in der Mit­te und mit­tel­al­ter­li­cher Struk­tur, hier sogar so klar erhal­ten, dass man nicht nur auf dem Stadt­plan am Ein­gang zur Alt­stadt, son­dern auch live fest­stel­len kann, dass es in Form von Rin­gen auf­ge­baut ist. Übri­gens eine Par­al­le­le zu Gru­is­san-Vil­la­ge, unse­rem Urlaubs­ort im letz­ten Jahr in der Nähe von Nar­bon­ne. Ganz anders dage­gen die vie­len Brück­chen, die man hier in der Gegend zwi­schen ein­zel­nen Häu­sern oder zwi­schen Häu­sern und Gärt­chen entdeckt:

Cas­tiglio­ne, das man von Pani­ca­le aus schon sehen kann, kann zwar mit einer Fes­tung auf­war­ten, die Stadt selbst ist dage­gen eher lang­wei­lig, und/aber (auch wegen des Sees) recht stark tou­ris­tisch erschlos­sen. Eine net­te Ent­de­ckung dort: Die­se wun­der­schö­nen Blü­ten an einer Mauer:

Pflanze in Castiglione

Pflan­ze in Castiglione

Das Kapi­tel “aller­lei Getier” aus dem letz­ten Bei­trag ist übri­gens auch noch nicht abge­schlos­sen, denn nach unse­rer Hor­nis­se, die uns anfangs einen Schreck ein­jag­te, fiel uns nun auch noch kurz vorm Ein­schla­fen ein Skor­pi­on an der Decke auf, und heu­te mor­gen, als ich Esthers San­da­len von drau­ßen holen woll­te, näher­te sich ihnen (ver­mut­lich) eine Blind­schlei­che (oder ein ande­res schlan­gen­för­mi­ges Tier), die es sich dort gemüt­lich machen woll­te. Irgend­wie ein biss­chen zu viel Natur­nä­he für uns dege­ne­rier­te Städter 😉 ?

It always rains in sun­ny Umbria

Seit Sams­tag sind wir jetzt auf einem weit­läu­fi­gen (!) Land­gut namens L’E­re­mo in Umbri­en (Umbria), und bis­her hat sich das Wet­ter noch sehr lau­nisch gezeigt. Sams­tag kamen wir mit­ten im Regen­schau­er vor einem ver­schlos­se­nen Tor an, muss­ten erst­mal den Ver­wal­ter anru­fen, damit er uns das Tor auf­mach­te, dann ging es durch eine wun­der­schö­ne Allee zur 500 m weit ent­fern­ten Rezep­ti­on. Dort For­ma­li­tä­ten abge­wi­ckelt (Anmel­dung, Kau­ti­on usw.), wor­auf er uns dann – mit sei­nem Off­road­fahr­zeug (hier war es mal aus­nahms­wei­se im rich­ti­gen Ein­satz!) vor­aus – zu dem Haus eskor­tier­te, in dem wir jetzt woh­nen. Hier ein Blick aus unse­rer Wohnung:

Aussicht vom Haus aus

 

Ins­ge­samt 3 km Schot­ter­bu­ckel­pis­te tren­nen uns von der Ein­fahrt zum Land­gut. Ein Weg, für den wir mit dem Auto fast 10 Minu­ten brau­chen, mit dem Moun­tain­bike wäre das nicht viel weni­ger, nur haben wir keins dabei. Mal eben Bröt­chen oder Brot holen ist hier also nicht, das wür­de zu einem halb­stün­di­gen Aus­flug. Das nächs­te Dorf ist zwar in Hör- und Sicht­wei­te unter uns und viel­leicht ein Kilo­me­ter Luft­li­nie, aber dazwi­schen die besag­te kur­vi­ge Stre­cke oder Stock und Stein. Flie­gen müss­te man können!
Das Haus ist ein stil­vol­les Bau­ern­haus (viel­leicht dien­te es auch mal als Stall) aus Feld­stei­nen, rus­ti­kal und ein­fach ein­ge­rich­tet. Es sind noch drei wei­te­re Woh­nun­gen im Haus, nur eine davon ist noch bewohnt.
Seit unse­rer Ankunft also hat es an fast jedem Tag gereg­net: Ent­we­der war es mor­gen etwas son­nig oder auch bewölkt, aber nach­mit­tags oder abends hat es bis­her immer noch gewit­tert. Nach­dem wir ges­tern von einem Aus­flug ins bild­schö­ne Städt­chen Todi zurück­ge­kehrt und die Gewit­ter schon ver­zo­gen waren, konn­ten wir end­lich mal gril­len, auch wenn die Luft und die Sitz­bän­ke drau­ßen recht feucht waren. Nun ja, der Wet­ter­be­richt hat jetzt für Sams­tag durch­ge­hend gutes Wet­ter ange­kün­digt. Mal sehen, was draus wird.
Vor­ges­tern in Orvie­to hat­te ich übri­gens mal wie­der eine gute Mög­lich­keit, mei­ne Samm­lung alter Laden­be­schrif­tun­gen und Haus­re­kla­men wie­der zu erweitern:


Ansons­ten sieht man hier aller­lei Getier, dar­un­ter neben eini­gen Hasen auch Glüh­würm­chen, Hor­nis­sen (eine davon hat sich gera­de in die Woh­nung ver­irrt) und manch ande­re Insekten.

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