Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Monat: Mai 2007 (Seite 1 von 2)

sie­ben sie­ben sie­ben – Eine Hoch­zeit steht an

Sie­ben sie­ben sie­ben – Was wie ein Zah­len­code aus­sieht, steht in Wirk­lich­keit für ein Hoch­zeits­da­tum: Friedrun Mül­ler und ihr Chris­ti­an fei­ern am 7. Juli die­ses Jah­res Hoch­zeit. Die Ein­la­dung dafür ist gera­de bei uns ein­ge­trof­fen. Franksche ScheuneNüch­tern, aber geschmack­voll in der  Schrift­art Rotis Sans­se­rif auf gutem Papier gedruckt und mit einem roten Band mit Schlei­fe ist die Ein­la­dung gestaltet.

Die Trau­ung und das anschlie­ßen­de Kaf­fee­trin­ken fin­den im Gemein­de­haus “Glo­cke” in Schwä­bisch Hall statt, die Fei­er dann in der Frank­schen Scheu­ne in Oberaspach.

Übri­gens lie­gen die bei­den mal wie­der im Trend. Wäh­rend im letz­ten Jahr in Baden-Würt­tem­berg so weni­ge Paa­re getraut wie schon seit 25 Jah­ren nicht mehr (Quel­le: TV Süd­ba­den). Angeb­lich soll aber der 07.07.07 für einen Boom sor­gen. Es haben also auch ande­re auf die­sen Tag gewartet 😉

Update 11. 7. 2007: Das Design der Ein­la­dung, vor allem das Ele­ment der graue und far­big gesetz­ten Wör­ter, hat sich auf der Hoch­zeit, die jetzt 4 Tage her ist, noch schön wie­der­holt: Auf den Tisch­lis­ten (Tisch­kar­ten für jeden ein­zel­nen gabs nicht) waren alle ver­zeich­net, die am ent­spre­chen­den Tisch sit­zen soll­ten, und folg­lich stand am Fuß der Kar­te “sit­zen sit­zen sit­zen”, auf der 1. Sei­te des Menüs “menü menü menü” und – das schärfs­te – auf dem Fuß “mmh mmh mmh”. Das nenn ich Humor! Und hier gibts mehr über die Hoch­zeit.

Neckar­tal per Fahr­rad – und Autos ohne Ende

Wow – die zwei­te Tour in die­sem Jahr: Mit dem Fahr­rad sind wir heu­te Nach­mit­tag das Neckar­tal ent­lang nach Neckar­stein­ach raus­ge­fah­ren. Mir war schon klar, dass die Stre­cke ange­sichts der vie­len Autos nicht unbe­dingt das Non­plus­ul­tra war, doch land­schaft­lich ist es ein­fach schö­ner, als in oder an der Rhein­ebe­ne ent­lang zu fah­ren. Aber ich habe wirk­lich das Gefühl, das der Auto­ver­kehr seit mei­ner letz­ten Tour ins Neckar­tal, die schon eini­ge Jah­re zurück­liegt, wei­ter zuge­nom­men hat. Rad­we­ge­tech­nisch sta­gniert Hei­del­berg ohne­hin seit etli­chen Jah­ren. Hier und da sind im Neckar­tal mal eini­ge schma­le Rad­we­ge (die vom ADFC bekämpf­ten Bord­stein­rad­we­ge) vor­han­den, an eini­gen Stel­len sogar mit der prak­ti­schen Mög­lich­keit, sich zu begegnen.

Nach­dem ich dort, wo es schon für mich als Nor­mal­rad­ler sehr schmal wur­de, auf die Stra­ße gewech­selt war, trau­te ich mei­nen Augen kaum: Auf dem Rad­weg kam in ent­ge­gen­ge­setz­ter Rich­tung ein wohl­mei­nen­der Fami­li­en­va­ter mit­samt dem schma­len Cha­ri­ot-Kin­der­an­hän­ger (! Es gibt auch noch eine nor­mal brei­te Ver­si­on) den Rad- und Geh­weg ent­lang! Nicht genug, dass zur Stra­ße hin klo­bi­ge Begren­zungs­stei­ne ste­hen, sind auf der Fluss­sei­te zusätz­lich Bäu­me, die den Weg verengen.

Ob besag­ter Fami­li­en­va­ter dar­an dach­te, mit Anhän­ger unter­wegs zu sein oder nicht: Mit sei­nem lin­ken Rad schramm­te er so am Baum vor­bei, dass der Anhän­ger einen kräf­ti­gen Schlag nach rechts bekam, weil das lin­ke Rad von der Baum­wur­zel ange­ho­ben wur­de. Als Kind hät­te ich jetzt wahr­schein­lich durch den Schreck hef­tigst ange­fan­gen zu schreien …

Jetzt wird man­cher sagen: Aber laut StVO ist so ein Rad­weg doch gar nicht benut­zungs­pflich­tig! Ich sag’s mit Goe­thes Faust: “Grau, teu­rer Freund, ist alle Theo­rie, und grün des Lebens güld­ner Baum”. An die­sen Stel­len hat sich selbst der Hei­del­ber­ger ADFC schon die Zäh­ne aus­ge­bis­sen … Das Neckar­tal ist hier so eng, dass, wenn man hier ver­nünf­ti­ge Ver­hält­nis­se zum Rad­fah­ren schaf­fen woll­te, man ent­we­der den Auto­ver­kehr auf eine ein­zi­ge Spur ver­en­gen, die Stra­ße unter­tun­neln, Vor­gär­ten weg­rei­ßen oder die Stra­ße auf den Neckar hin­aus­ra­gend erwei­tern müss­te. Irgend­ei­nen Volks­zorn wür­de man also in jedem Fall hervorrufen.

Als Rad­ler an der Basis bleibt einem also fast nur die Mög­lich­keit, das Fahr­rad mit in den Zug zu neh­men und raus­zu­fah­ren oder es – sin­ni­ger­wei­se – aufs Auto­dach zu schnal­len und sich in die Auto­ko­lon­nen zu drü­cken, frei nach dem Mot­to: Stau mal wieder!

Ste­ve Bloom

Steve Bloom WIlde Tiere
Eine fan­tas­ti­sche Neu­ent­de­ckung des letz­ten Jah­res war für mich der bri­ti­sche Foto­graf Ste­ve Bloom. Der in Süd­afri­ka gebo­re­ne und in Eng­land leben­de Foto­graf ist spe­zia­li­siert auf Natur­fo­tos, vor allem von Tie­ren, die den Betrach­ter abso­lut anrüh­ren und erstau­nen las­sen ange­sichts ihrer Emo­tio­na­li­tät. Bloom drückt in sei­nen Bil­dern größ­ten Respekt gegen­über der Natur aus.
Auf sei­ner Web­site www.stevebloom.com sind her­vor­ra­gen­de Dia­shows mit zahl­rei­chen Bil­dern zu sehen. Schon sie allein machen Appe­tit, sich einen sei­ner Bild­bän­de, die auch in Deutsch­land erschie­nen sind, zu gönnen.
Hier eine Aus­wahl sei­ner Bilder:

Alles neu macht der Mai!

Frisch gestrichen: Alles neu macht der Mai (nach dem Rohrbruch)

Der Mai ist gekom­men, die Wän­de wer­den weiß. Nach­dem nun auch der Maler letz­te Woche da war, ist die Wand bei­na­he jung­fräu­lich, fast ein biss­chen zu ste­ril, aber das ändert sich schon von selbst. Mitt­ler­wei­le hän­gen die Schränk­chen wie­der an der Wand, und neue IKEA-Leuch­ten, die ich mir für eine bes­se­re Spie­gel­be­leuch­tung gewünscht hat­te, habe ich ges­tern auch noch angebracht.

Dass dabei der Spie­gel run­ter­ge­kracht ist, gehört wohl zu den “Kol­la­te­ral­schä­den” eines Rohr­bruchs. Zum Glück mach­te das nicht viel aus, da es kein “gutes Stück” war, und alte Spie­gel haben wir noch im Kel­ler. Bei die­sen Wän­den bohrt man bes­ser kei­ne Löcher oder nur das abso­lut Not­wen­di­ge: Jedes Objekt, das zwei Bohr­lö­cher benö­tigt, hängt unter Garan­tie schief, denn der Boh­rer rutscht ent­we­der bereits beim Anboh­ren weg oder im Wan­din­ne­ren, wenn ein Stein­chen dazwi­schen­kommt, oder Putz und Mau­er lösen sich in Wohl­ge­fal­len auf.

Jeden­falls ist es fast unmög­lich, dass die Bohr­lö­cher auf glei­cher Höhe sind, auch wenn man sie vor­her kor­rekt ange­zeich­net hat. Lei­der aber ist auch das unbe­re­chen­bar, sonst könn­te man sich ja drauf ein­rich­ten. Nach­dem nun auch die letz­ten Bohr­lö­cher wie­der zuge­gipst und über­stri­chen sind, kann ich mir’s wie­der gemüt­lich machen hier …

Alles dicht? Alles dicht!

Rohr und Wand sind wieder dicht

End­lich: Nach 6 Wochen ist der Rohr­bruch in der Toi­let­te end­lich vor­bei! Alles ist dicht. Das Rohr­stück ist ein oder zwei Wochen nach Ostern ersetzt wor­den. Eini­ge Tage spä­ter kam der Tro­cken­bau­er (oder wie man das nennt, der Instal­la­teur benutz­te das Wort) und setz­te erst­mal Plat­ten in die Wand­lö­cher und ver­schloss die rest­li­chen Rit­zen mit Putz.

Letz­ten Endes kam heu­te und ges­tern der Maler, riss alle Tape­ten ab, spach­tel­te die Wand und hat sie in wun­der­schö­nem Weiß gestri­chen. Naja, etwas lang­wei­li­ger als unser bis­he­ri­ges Blau ist es ja, aber immer­hin: Es ist jetzt alles ordent­lich. Jetzt müs­sen “nur noch” neue Fuß­leis­ten an die Wand, der Spie­gel und die Beleuch­tung wie­der dran, dann ist end­lich Ruhe.

« Ältere Beiträge

© 2021 tauberschmidt.de

Theme von Anders NorénHoch ↑