Allerlei aus Heidelberg, Neustadt und der Welt

Jahr: 2007 (Seite 1 von 6)

Noxon iRa­dio – es wäre so schön gewesen!

NOXON iRadio

In den letz­ten Wochen hat­te ich die Gele­gen­heit, das Inter­net­ra­dio Noxon iRa­dio von Ter­ra­tec aus­zu­pro­bie­ren. Vol­ler Span­nung pack­te ich das Ding aus und war schon mal spon­tan von sei­ner äuße­ren Erschei­nung begeis­tert. Eine hüb­scher Kas­ten in Sil­ber-Weiß mit ein­ge­bau­tem Laut­spre­cher, fünf Sta­ti­ons­tas­ten und ein paar Navi­ga­ti­ons­tas­ten wie man sie vom Tape­deck kennt und einer Kopf­hö­rer­buch­se auf der Vor­der­sei­te. Hin­ten befin­det sich dann das Gewin­de für die WLAN-Anten­ne, die Line-Out-Buch­sen, eine Ether­net-Schnitt­stel­le, der Haupt­schal­ter und der Ein­gang für das Netzgerät.

Der ein­fachs­te Zweck des iRa­di­os ist es, mit wenig Auf­wand vie­le Inter­net­ra­dio­sen­der schnell ver­füg­bar zu haben, ohne erst  umständ­li­che Adres­sen in den Brow­ser ein­zu­ge­ben. Das ermög­licht jedem, sei­nen New Yor­ker Lieb­lings­sen­der zu hören und exo­ti­sche Sen­der, die es nur auf Mit­tel- oder Kurz­wel­le gibt (wie zum Bei­spiel den Evan­ge­li­um­s­rund­funk) kris­tall­klar zu empfangen.

Mit neue­ren Firm­ware-Ver­sio­nen (also der Soft­ware, die im Gerät gespei­chert ist) ist es auch mög­lich, Pod­casts zu hören. Das sind radio­ähn­li­che Ein­zel­bei­trä­ge, die vie­le Ein­zel­per­so­nen, Radi­os oder Ver­ei­ne und Unter­neh­men im Inter­net ver­öf­fent­li­chen. Wer Musik­da­tei­en auf dem eige­nen Rech­ner hören will, kann dies mit­hil­fe einer mit­ge­lie­fer­ten Ser­ver­soft­ware tun, die auf dem PC instal­liert wird. Ist der PC in Betrieb, wird er anschlie­ßend vom iRa­dio erkannt und im Aus­wahl­me­nü angezeigt.

Wer schon mal dafür gesorgt hat, dass sein Note­book sich in ein WLAN-Netz ein­bucht, kommt auch hier damit zurecht, die Kon­fi­gu­ra­ti­on vor­zu­neh­men, zumal das Gerät gleich nach dem Anschal­ten in den Kon­fi­gu­ra­ti­ons­dia­log geht. Dabei ist dann fest­zu­le­gen, wel­ches der erreich­ba­ren WLAN-Net­ze ange­steu­ert wer­den soll und – falls not­wen­dig – wel­cher Schlüs­sel für ein ver­schlüs­sel­tes Netz benö­tigt wird. Im Anschluss legt man fest, ob man dem Gerät eine sta­ti­sche IP-Adres­se zuweist oder den DHCP-Ser­ver benut­zen will, legt ggf. den Gateway.

Auch die Bedie­nung ist grund­sätz­lich kein Pro­blem: Hat das Gerät Ver­bin­dung mit dem Inter­net, kann man im Aus­wahl­me­nü auf “Inter­net­ra­di­os” gehen, wählt ein Land oder eine Musik­rich­tung aus (das ist etwas irre­füh­rend, denn es sind ja auch wort­las­ti­ge Sen­der dabei) und kann dann in der Lis­te der Sen­der einen aus­su­chen, und in weni­gen Sekun­den ist der Ver­bin­dung her­ge­stellt. Beim ers­ten Mal muss natür­lich vor der Aus­wahl die Inter­net­ra­dio­da­ten­bank her­un­ter­ge­la­den wer­den, anschlie­ßend ste­hen Tau­sen­de Radio­sen­der zur Verfügung.

Der Sound ist für die klei­ne Kis­te rich­tig gut. Wem das noch nicht reicht, der kann über eine Line-Out-Buch­se auch Aktiv­laut­spre­cher oder die eige­ne Ste­reo­an­la­ge anschließen.

Wer ger­ne immer wie­der die glei­chen Sen­der hört, kann die fünf (auf der Fern­be­die­nung neun) Sta­ti­ons­tas­ten am Gerät damit bele­gen. Dazu reicht ein Knopf­druck auf der Fern­be­die­nung, die zum Lie­fer­um­fang gehört.noxon_rueckseite

Soweit zu den posi­ti­ven Fak­ten. Denn einen ent­schei­den­den Nach­teil hat das Gerät: Es neigt v.a. im WLAN-Betrieb zu Kom­plett­ab­stür­zen bzw. Reboots (Neu­starts) und ist inso­fern eine ein­zi­ge Kata­stro­phe. Manch­mal stürzt das Gerät bereits weni­gen Minu­ten ab, das Dis­play erlischt, und nach weni­gen Sekun­den star­tet das Gerät wie­der. Ist es auf auto­ma­ti­sche IP ein­ge­stellt, bleibt es in der Regel bei der Anzei­ge “Netz­werk­adres­se wird zuge­wie­sen” hän­gen, bei fes­ter IP geht es in der Regel auf das Aus­wahl­me­nü zurück. Manch­mal läuft das Gerät auch mal zwei Stun­den sta­bil, meist aber kom­men die Abstüt­ze früher.

Der Ser­vice von Ter­ra­tec ist aller­dings kei­ne gro­ße Hil­fe: Beim ers­ten Mal wur­de das als Feh­ler (nicht als Fehl­be­die­nung erkannt) und dar­um gebe­ten, das Gerät ein­zu­schi­cken, damit es aus­ge­tauscht wird. Nach­dem ich kos­ten­pflich­tig das kom­plet­te Gerät ein­schick­te, kam nur das Radio (ohne Unter­la­gen, Soft­ware-CDs, Ver­pa­ckung, Netz­teil oder Anten­ne) lau­sig ver­packt zurück, und das Zube­hör wur­de mir erst nach einem Anruf nach­ge­schickt. Erst dann war ein Funk­ti­ons­test mög­lich, und – wie ich fast erwar­te­te – das Gerät war ver­mut­lich das sel­be wie vorher.

Als ich wie­der die Hot­line anrief, mein­te der Mit­ar­bei­ter, es kön­ne eigent­lich nicht sein, dass das sel­be Gerät zurück­ge­schickt wer­de. Dies­mal bat ich um eine kos­ten­lo­se Rück­sen­dung, die mir auch gewährt wur­de, und knapp zwei Wochen spä­ter traf ein nagel­neu­es Gerät ein: Aus­pa­cken, anschlie­ßen, kon­fi­gu­rie­ren, star­ten – das glei­che Ergeb­nis: Das Gerät stürzt immer wie­der ab. Ers­te Recher­chen im Inter­net zei­gen, das Pro­blem kommt ab und zu vor, ist aber ab und an mit einem Aus­tausch­ge­rät beho­ben (s. Hifi-Forum).

Schließ­lich ver­such­te ich es über die Pres­se­ab­tei­lung, Oft stößt man hier auf zuvor­kom­men­de Mit­ar­bei­ter, die wis­sen, dass der Ruf ihrer Pro­duk­te auf dem Spiel steht. Der Mit­ar­bei­ter sorg­te unkom­pli­ziert für ein wei­te­res Aus­tausch­ge­rät, das aber wie­der die übli­chen Abstür­ze aufwies.

Mit der Ver­mu­tung, dass die Abstür­ze viel­leicht durch eine unty­pi­sche Netz­werk­kon­fi­gu­ra­ti­on bei mir (DSL über eine Fritz­Box ohne WLAN, dahin­ter ein Sie­mens-WLAN-Rou­ter) bedingt sein könn­ten, häng­te ich das iRa­dio per Strip­pe an die Fritz­Box, an der das Radio end­lich 5 Stun­den sta­bil lief. Bei einem wei­te­ren Test am spä­te­ren Ein­satz­ort mit einem Speed­port-WLAN-Rou­ter (auch eine Art Fritz­Box, nur eben von der Tele­kom) stürz­te das iRa­dio über WLAN aller­dings genau­so häu­fig ab, nur mit Kabel lief es etwas sta­bi­ler. Nach drei erfolg­lo­sen Aus­tausch­ma­nö­vern wer­de ich den Kauf also rück­gän­gig machen. Wirk­lich schade!

[Update] 23. 1. 2008

Nach­dem das Gerät nun bei Hel­mut und Else leid­lich zuver­läs­sig läuft, ist die Rück­ga­be des Noxon iRa­dio wohl geges­sen. Das Gerät stürzt zwar immer noch manch­mal ab, aber es scheint für sie noch ober­halb der Tole­ranz­gren­ze zu lie­gen. Aber mir wür­de ich ein sol­ches Gerät sicher nicht anschaf­fen, dazu waren es ein­fach zuvie­le Abstür­ze ohne brauch­ba­re Pro­blem­lö­sung. Die Hot­line war zwar wil­lig, aber offen­bar machtlos.

[Update] 29. 5. 2009

So, nach­dem das Gerät nun län­ge­re Zeit bei mei­nen Schwie­ger­el­tern gelau­fen ist und immer wie­der Neu­starts pro­du­ziert hat, haben wir es noch­mal mit­ge­nom­men, damit ich mich noch­mal an Ter­ra­tec wen­de. Die haben nach wie vor zuge­stimmt, dass das nicht vor­kom­men darf, haben mich das Gerät (unfrei) ein­schi­cken las­sen und es nach mehr als einer Woche angeb­lich repa­riert (statt aus­ges­tauscht) zurück­ge­schickt. Was sich dabei geän­dert hat: Seit­dem gibt es kei­ne Reboots mehr, dafür unter­bricht der Inter­net­ra­dio­stream (z.B. SWR1, 192 Kb/s) bereits nach weni­ger als einer Minu­te mit ent­spre­chend lee­rer Pufferanzeige.

Manch­mal setzt sich der Stream wie­der fort, wenn der Puf­fer wie­der voll ist, manch­mal reißt er nach län­ge­rer Leer­zeit ganz ab, und das Gerät wech­selt ins Haupt­me­nü. Nach die­sen Erfah­run­gen haben wir uns ent­schlos­sen, vom Kauf­ver­trag zurück­zu­tre­ten. Der Händ­ler hat es nach anfäng­li­chem Sträu­ben und eini­gen Ver­hand­lun­gen wie­der zurück­ge­nom­men. Statt­des­sen kau­fen wir jetzt eine Logi­tech Squee­ze­box Boom. Ein Exem­plar davon macht bereits seit ein paar Wochen pro­blem­los in unse­rer Küche zuver­läs­sig Musik. Die Squee­ze­box ist zwar etwas teu­rer, aber den Auf­preis ist sie wert.

[Update] 21. 6. 2021

Ich weiß gar nicht mehr, wie wir letz­ten Endes mit den Inter­net­ra­di­os ver­fah­ren sind. Tat­sa­che ist, dass das Noxon bei den Schwie­ger­el­tern letzt­lich doch über Jah­re rela­tiv klag­los gelau­fen ist und nur ab und zu durch geän­der­te Inter­net­ra­dio-Links manch­mal nicht mehr auf die Wunsch­sen­der zugrei­fen konn­te und so zu mehr­wö­chi­gen Aus­fäl­len führ­te, weil sie war­ten muss­ten, bis ich dies wie­der bei einem Besuch ändern konn­te. Seit der Schwie­ger­va­ter in den letz­ten Jah­ren ein DAB-Radio bekam, stand das Noxon her­um, bis wir es vor viel­leicht einem Jahr zu uns nah­men, wo es mitt­ler­wei­le eben­so zuver­läs­sig sei­nen Dienst ver­sieht, wäh­rend der Laut­spre­cher der oben erwähn­ten Logi­tech Squee­ze­box Boom zwar eben­so noch funk­tio­niert, aber je nach Laut­stär­ke oder Art der Musik etwas schep­pert, also leich­te Schä­den aufweist.

Grund­sätz­lich muss ich zwi­schen­zeit­lich sagen: Bei­de Inter­net­ra­di­os haben ihre Stär­ken und Schwä­chen, kön­nen aber über län­ge­re Stre­cken rela­tiv  zuver­läs­sig sein. Für Men­schen, die jedoch die Ein­stel­lung der Gerä­te man­gels Inter­net­kennt­nis­sen nicht über­ar­bei­ten kön­nen, ist nach der momen­ta­nen Ent­wick­lung ein DAB-Radio die deut­lich bes­se­re Wahl. Man kann zwar nicht groß kon­fi­gu­rie­ren, muss es aber auch nicht. Im Grun­de muss man nur ein­stöp­seln und starten.

Die Sup­pe lügt!

Buchcover Hans-Ulrich Grimm, Die Suppe lügt

Hans-Ulrich Grimm: Die Sup­pe lügt

Falls noch jemand mit Ver­gnü­gen Tüten­sup­pen isst oder glaubt, dass geräu­cher­te Würs­te aus dem Super­markt jemals vom Rauch edler Höl­zer umstri­chen wur­den, soll­te er das Buch “Die Sup­pe lügt. Die schö­ne neue Welt des Essens” von Hans-Ulrich Grimm lesen. Es ist zwar weiß Gott nicht neu (Die gebun­de­ne Aus­ga­be ist bereits 1997 erschie­nen, das Taschen­buch 1999), aber immer noch auf­schluss­reich. Wer bis­her kei­ne Zusam­men­hän­ge zwi­schen Phar­ma- und Lebens­mit­tel­in­dus­trie sieht, wird beim Lesen eines Bes­se­ren belehrt.

Dass die Erd­beer­ern­ten der Welt nicht für die vie­len Erd­beer­jo­ghurts aus­rei­chen, schon gar nicht, wenn auch noch Erd­bee­ren in natu­ra ver­kauft wer­den, weiß der auf­ge­klär­te Ver­brau­cher ja auch schon aus der Pres­se, aber wer außer­halb der ent­spre­chen­den Indus­trie­zwei­ge hat schon mal von Nass­rauch gehört? Vie­le geräu­cher­te Würs­te wer­den ein­fach mit Nass­rauch besprüht (Buche gefäl­lig oder echt ame­ri­ka­ni­sches Hick­ory-Holz?) und fer­tig. Man schaue sich auch die­ses Video über die Her­stel­lung von Bacon an, auf das der Shop­blog­ger auf­merk­sam gemacht hat.

Und dass in den manch­mal ach so fast-foo­di­gen USA eine Fisch­sup­pe, die nur Fisch­aro­ma ent­hält, aber Fisch nur aus dem Aqua­ri­um kennt, im Gegen­satz zu Deutsch­land (oder Euro­pa?) nur als “Sup­pe mit Fisch­ge­schmack” bezeich­net wer­den darf, lässt eben­falls tief auf unse­re Wirt­schaft schließen.

Ja, ist schon gut, wir essen auch noch Fer­tig­ge­rich­te aus der Tief­kühl­the­ke, aber wir schau­en mitt­ler­wei­le schon genau­er drauf und ver­mei­den nach Mög­lich­keit auch natür­li­che Aro­men (wenn sie von Bak­te­ri­en her­ge­stellt (=aus­ge­schie­den) wer­den, sind sie doch natür­lich, oder?).

Dass sich Buch und The­ma auch sehr für Bil­dungs­zwe­cke eig­nen, hat Kers­tin mit ihren Schü­lern im Rah­men ihres Pro­jekts “Die Sup­pe lügt” beim Tag der offe­nen Tür 2003 der BBS Rotenburg/Wümme gezeigt.

Kür­bis­sup­pe

Kürbissuppe

Ein Sai­son­re­zept zum Herbst darf natür­lich nicht feh­len: Eine Kür­bis-Gemü­se­sup­pe. Unser Rezept lehnt sich an Rezep­te von Ange­la und Samu­el sowie von Uschi an:

Zuta­ten:
1–2 Hokkaido-Kürbisse
2 mitt­le­re Kartoffeln
1–2 Karotten
1/2 Knol­le Sellerie
gerie­be­ne Zitronenschale
Olivenöl
Sahne
Frühlingszwiebeln
1 Essl. Gemüsebrühe
fri­sche Kräuter
Kürbiskerne
Ingwerwurzel
Gewür­ze: Kirsch­pfef­fer, Papri­ka, Rosmarin

Zube­rei­tung:
Kür­bis aus­höh­len und klein schneiden
Zwie­beln wür­feln und anschmo­ren, anschlie­ßend mit Was­ser und Gemü­se­brü­he ablöschen
Kar­tof­feln und wei­te­res Gemü­se klein schnei­den und mit den Kür­bis­stü­cken in der Gemü­se­brü­he kochen.
Zum Schluss alles mit einem Pürier­stab pas­sie­ren und nach Belie­ben Sah­ne hin­zu­fü­gen. Ein Stück Ing­wer­wur­zel rei­ben, den Saft  aus­pres­sen und unterrühren.
Vor dem Ser­vie­ren mit fri­schen Kräu­tern und/oder Kür­bis­ker­nen bestreu­en. Gut machen sich auch ein paar Trop­fen (oder mehr) Kürbiskernöl.
Ange­la und Samu­el wür­zen das Gan­ze u.a. mit Ros­ma­rin, Kirsch­pfef­fer und Paprika.
Wir essen die Sup­pe mit Pfef­fer­bei­ßer-Würs­ten vom Bio­markt Füll­horn.
Guten Appetit!

Matt Stuart

Matt Surart

Matt Stuart

Auf die­sen span­nen­den Foto­gra­fen bin ich gera­de durch das Dr. Web Web­log auf­merk­sam gewor­den: Der Eng­län­der Matt Stuart foto­gra­fiert bevor­zugt Situa­tio­nen mit täu­schen­den Per­spek­ti­ven. Wer bei den meis­ten Fotos nicht min­des­tens ins Schmun­zeln kommt, muss schon ein Trau­er­kloß sein.
Eine Aus­wahl sei­ner Bil­der zeigt er auf sei­ner Web­site www.mattstuart.com. Viel Ver­gnü­gen beim Anschauen!

Klapp­korb verloren

Klappkorb

Mon­ta­ge­an­lei­tung des Klappkorbs

In die Kate­go­rie “Müll gekauft” gehört der Klapp­korb, den ich mir vor viel­leicht einem Jahr gekauft und an mein VSF-Rad mon­tiert habe. Da ich zwar sel­ten einen Fahr­rad­korb brau­che, aber dank­bar bin, wenn ich mal geeig­ne­te Ein­käu­fe in einem Korb trans­por­tie­ren kann, habe ich mir die­ses Teil im Rad­la­den besorgt. Schon die Mon­ta­ge erwies sich als schwie­rig: Die mit­ge­lie­fer­ten Schel­len pass­ten nicht auf mei­nen Tubus-Gepäck­trä­ger, der recht dicke Roh­re hat. Zur alter­na­ti­ven Befes­ti­gung lie­fert der Her­stel­ler, der sei­nen Namen auf der Mon­ta­ge­an­lei­tung viel­leicht bewusst ver­schweigt, 3 Kabel­bin­der mit. Äußerst opti­mis­tisch offen­bar, was die Halt­bar­keit angeht. Nach kur­zer Zeit bereits war einer von ihnen kaputt, den ich schnell durch einen eige­nen ersetz­te. Es dau­er­te nicht lang, dann riss der ande­re Bin­der, und offen­bar war der unters­te auch schon ent­zwei, jeden­falls hät­te die Sache wohl kei­nen Auf­schub gedul­det: Als ich vor kur­zem von einer kur­zen Fahrt zurück­kehr­te, war er weg! Und ich bin über­zeugt, dass ihn nie­mand geklaut hat, son­dern dass er schlicht abge­fal­len ist. Für die Pro­fes­sio­na­li­tät des Her­stel­lers spricht auch nicht gera­de die Gestal­tung der Mon­ta­ge­an­lei­tung: eine mise­ra­ble Foto­ko­pie. Ein Zitat: “Her­ge­stellt aus mas­si­vem Stahl­draht ist der Rad-Klapp-Korb bei­na­he unver­wüst­lich” Ja, der Korb wohl, aber nicht die Kabel­bin­der. Abge­se­hen davon, dass die Klapp­schar­nie­re recht bald schon so ver­ros­tet waren, dass das Öff­nen und Schlie­ßen des Klapp­me­cha­nis­mus wirk­lich kei­nen Spaß mehr machte …
Wer also den Korb gefun­den haben soll­te: Wer­de glück­lich damit, ich will ihn nicht mehr und kau­fe mir auch kei­nen Ersatz!

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