Die Übernachtung in der Nähe von Annecy endete mit etwas Regen, aber das Zelt ließ sich dank wechselndem Wetter dann doch gut halbwegs trocken abbauen. Was uns dann auf den französischen Autobahnen überraschte, war die relative Leere. Sicher – ganz soviel Betrieb wie bei uns konnte mit der Autobahngebühr kaum zu erwarten sein, aber sie war so leer wie das eine neue Autobahnstück letztes Jahr zwischen Zagreb und Split – manchmal kein Auto weit und breit. Zwischen Grenoble und südlich von Gap bleibt einem dann nur die Nationalstraße – natürlich langsamer, aber landschaftlich schön über den 1245 Meter hohen Col de Bayard.
Ockerfelsen in RoussillonBei Oraison sind wir abgefahren und am Luberon entlang über Apt nach Roussillon. Was dort schon bei der Anfahrt begeistert, ist das rote Gestein. Bekannt ist der Ort für den Ockerabbau. Der kleine Campingplatz „Arc en Ciel“ in Richtung Goult ist idyllisch außerhalb gelegen, schön ruhig unter Kiefern.

Ockergestein mit Esther im VordergrundWas manchmal nervt, ist die Tatsache, dass man, wenn man sich um halb zwölf abends noch auf dem Platz bewegt, fast eine Ausnahme ist. Als müssten morgens alle zur Arbeit. Naja, hier bleiben wir sicher 2 Nächte und wollen die wunderschöne Gegend „unsicher“ machen. Außer Roussillon soll auch Rustrel sehr schön sein. Was mir schon jetzt als typisch südlich gefällt, sind die hellbraun gebrannten Dachziegel auf den Häusern in ihren erdigen Farben. Man darf also gespannt sein, was der morgige Tag bringt.