Ardeche 2009 – Tag 5: Bois de Paiolive 2

Wir waren ja schon vor einigen Tagen im Bois de Paiolive und haben heute dort eine zweite kleine Wanderung gemacht, um noch einige der märchenhaften Kalksteinformationen zu sehen. Wir sind also wieder die D901 rausgefahren bis dort, wo die D252 nach links abzweigt.

Die Wanderung startet rechts der D252 direkt am Parkplatz. Schon nach 50 Metern kommt man direkt in die Felslandschaft, in der man sich voll auf die Webweiser verlassen muss und ab und an das nehmen muss, was einem als Weg erscheint. Und bald entdeckt man die halbe Tierwelt aus Stein, und all das vom Steinmetz namens „Natur“.

Erst entdecken wir eine Schildkröte, dann einen Affen, und sogar einen Elefanten gibts. Dazwischen einen kleinen Lehrpfad über Fledermäuse, die hier in den Höhlen, die das Wasser über Tausende von Jahren ausgewaschen hat, gute Lebensbedingungen finden. Und tatsächlich, an einer Stelle sind sie sogar zu sehen, wie sie schlafen. Aber nein, wir fallen auf Attrappen rein.

Es macht richtig Spaß, zwischen den Felsen herumzuklettern, dabei ist der Weg leicht zu laufen. Besonders festes Schuhwerk wie Wanderschuhe sind dabei nicht unbedingt notwendig. Griffige Halbschuhe oder Sportschuhe reichen durchaus.

Insgesamt ist man wohl gut eine Stunde unterwegs, natürlich je nachdem, wie lang man sich an den verschiedenen Stellen aufhält.

Ardeche 2009 – Tag 1: Bois de Paiolive

Der erste Tag führte uns auf eine kleine Wanderung durch den Bois de Païolive, ein Waldstück oberhalb der Chassezac-Schlucht, die sich einige Kilometer flussabwärts von Les Vans befindet, während wir flussaufwärts wohnen. Nördlich der D202, die durch ihn hindurchführt, gibt es drei interessante Wege, von denen wir einen gegangen sind: Er führt durch den Wald an traumhaften Kalksteingebilden vorbei, die mit Fantasie auch an Fabelwesen oder Tiere erinnern. Doch davon sind auf einem anderen Weg südlich der D252 mehr zu sehen als hier. Lichtet sich der Wald, kommt man zur traumhaft über dem Tal gelegenen Ermitage (Einsiedelei) St. Eugene, die immer noch von Mönchen bewohnt wird und die man bis vor einigen Jahren auch noch besuchen durfte. Mittlerweile sind die großen schmiedeeisernen Tore für die Öffentlichkeit geschlossen.

Wenige Meter weiter bieten sich dem Wanderer (der übrigens hier gut beraten ist, richtige Wanderschuhe zu tragen) wunderschöne Blicke auf den Beginn der Schlucht und das davor liegende eher flachere Talstück.

Der weitere Weg führt dann bergauf, bergab, nicht weit von der Schlucht entfernt, zweigt dann nach links Richtung Corniche ab oder alternativ nach rechts Richtung Parkplatz zurück. Auf diesem Stück ist der Wald deutlich dichter. Wer vom Laufen her fit ist, sollte bei trockenen Wegen sicher auch den Corniche-Weg laufen, um den Blick auf die Schlucht zu genießen. Es lohnt sich sicher.