Ardeche 2009 – Tag 4: Ausflug nach Banne

Auf Empfehlung sind wir heute in das Örtchen Banne gefahren, das sich knapp 15 Kilometer südlich von Les Vans Richtung Alès in den Hügeln befindet, das heißt: eigentlich auf und zwischen zwei Hügeln, denn auf dem Hügel überragt die Ruine eines alten Forts das nette Örtchen, das sich etwas herunter und zum nächsten Hügel erstreckt, wo sich fast am anderen Ende dann auch die Kirche des Dorfes findet: Don Camillo und Peppone stehen sich fast demonstrativ gegenüber. Wie bei uns Spätaufstehern üblich, kommen wir um die Mittagszeit an, und der Ort wirkt, wie um diese Zeit nicht anders zu erwarten, auf sympathische Weise ein bisschen verschlafen. Der Touristenparkplatz befindet sich zwischen beiden Ortshälften, sodass wir uns erst für die weltliche Hälfte entscheiden und durch enge Gässchen zum Fort hinaufsteigen. Ein fleißiger Gärtner hat sich hier rührend um die Bepflanzung am Rande der Felsen gekümmert, die er mit einem Holzschild zu schützen versucht: „Ceci est un jardin, pas une escalade“ (Dies ist ein Garten, kein Klettersteig“. Im ehemaligen Pferdestall am Fuß der geschliffenen Festung gibts eine Galerie, die ebenfalls Mittagspause hat. Von ganz oben überblickt man den Ort sehr gut und kann auch sonst gut in die Landschaft schauen. Eine große Infotafel erinnert an die Adelsgeschlechter, die die Burg bauten und bis zum 18. Jahrhundert bewohnten.

Auf dem Weg zurück in den Ort kommen wir wieder durch wunderschöne schmale Gässchen und ich entdecke unten am Platz ein altes Café, dessen Beschriftung ich gleich fotografiere – für meine Sammlung alter Ladenbeschriftungen und Fassadenwerbung.

Das Quartier Eglise ist nicht besonders aufregend, aber man sieht schon auch schöne Details, wie die Tür mit den verschiedenfarbigen Gardinen.

Dabei entdecken wir auch eine Galerie mit sehr schönen Bildern – offen, aber kein Galerist da. Trotzdem schauen wir uns um und entdecken auch ein Bild, bei dem wir überlegen, ob wir es kaufen. Da es unser erstes wäre, zögern wir noch. Am Ende verlassen wir die Galerie und schlendern weiter. Vielleicht fahren wir an einem anderen Tag nochmal vorbei und kaufen es. Nach einem Rundgang um die Kirche begeben wir uns wieder auf den Weg ins „Lou Pelou“.

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